Google beschließt umstrittenen Deal mit Pentagon – seine Angestellten rebellieren dagegen
Das US-Verteidigungsministerium soll Googles KI-Modelle "für jeden rechtmäßigen Regierungszweck" einsetzen dürfen – potenziell auch für autonome Waffen und Überwachung
Google und das US-Verteidigungsministerium haben einen Vertrag abgeschlossen, der es dem Militär erlaubt, Googles KI-Modelle für Operationen einzusetzen, die unter hoher Geheimhaltungsstufe stehen. Unter den großen KI-Unternehmen haben bereits Elon Musks xAI und ChatGPT-Mutter OpenAI ein entsprechendes Übereinkommen mit dem Pentagon getroffen. Mitstreiter Anthropic war im Februar wegen gravierender Sicherheitsbedenken aus Gesprächen über einen ähnlichen Deal ausgestiegen – und wurde daraufhin vom Verteidigungsministerium offiziell als Sicherheitsrisiko eingestuft.
Das Übereinkommen erlaube es dem US-Militär, Googles KI-Modelle für "jeden rechtmäßigen Regierungszweck" einzusetzen, berichtet das Tech-Magazin The Information unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Insider. Gerade diese Formulierung hatte Anthropic Sorgen bereitet und zum Ausstieg aus dem Pentagon-Deal veranlasst. Denn was "rechtmäßige Regierungszwecke" sind, darüber scheiden sich die Geister. Kritiker sehen darin jedenfalls freie Hand für das Pentagon, Künstliche Intelligenz im Kampf gegen militärische Feinde, aber auch als Machtmittel gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen.
Vertrag bleibt schwammig
Laut dem Bericht von The Information hält Googles Pentagon-Deal zwar fest, dass "die Parteien darin übereinkommen, dass das KI-System nicht dafür gedacht ist, und auch nicht dafür verwendet werden soll, Massenüberwachung im Inland durchzuführen oder autonome Waffen ohne menschliche Aufsicht oder Kontrolle einzusetzen." Das klingt zwar nach einem hehren Ziel, wird aber im Nachsatz relativiert: "Dieses Übereinkommen überträgt keinerlei Kontroll- oder Vetorecht hinsichtlich rechtmäßiger Entscheidungsfindungen der Regierung."
www.derstandard.at
Das US-Verteidigungsministerium soll Googles KI-Modelle "für jeden rechtmäßigen Regierungszweck" einsetzen dürfen – potenziell auch für autonome Waffen und Überwachung
Google und das US-Verteidigungsministerium haben einen Vertrag abgeschlossen, der es dem Militär erlaubt, Googles KI-Modelle für Operationen einzusetzen, die unter hoher Geheimhaltungsstufe stehen. Unter den großen KI-Unternehmen haben bereits Elon Musks xAI und ChatGPT-Mutter OpenAI ein entsprechendes Übereinkommen mit dem Pentagon getroffen. Mitstreiter Anthropic war im Februar wegen gravierender Sicherheitsbedenken aus Gesprächen über einen ähnlichen Deal ausgestiegen – und wurde daraufhin vom Verteidigungsministerium offiziell als Sicherheitsrisiko eingestuft.
Das Übereinkommen erlaube es dem US-Militär, Googles KI-Modelle für "jeden rechtmäßigen Regierungszweck" einzusetzen, berichtet das Tech-Magazin The Information unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Insider. Gerade diese Formulierung hatte Anthropic Sorgen bereitet und zum Ausstieg aus dem Pentagon-Deal veranlasst. Denn was "rechtmäßige Regierungszwecke" sind, darüber scheiden sich die Geister. Kritiker sehen darin jedenfalls freie Hand für das Pentagon, Künstliche Intelligenz im Kampf gegen militärische Feinde, aber auch als Machtmittel gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen.
Vertrag bleibt schwammig
Laut dem Bericht von The Information hält Googles Pentagon-Deal zwar fest, dass "die Parteien darin übereinkommen, dass das KI-System nicht dafür gedacht ist, und auch nicht dafür verwendet werden soll, Massenüberwachung im Inland durchzuführen oder autonome Waffen ohne menschliche Aufsicht oder Kontrolle einzusetzen." Das klingt zwar nach einem hehren Ziel, wird aber im Nachsatz relativiert: "Dieses Übereinkommen überträgt keinerlei Kontroll- oder Vetorecht hinsichtlich rechtmäßiger Entscheidungsfindungen der Regierung."
Google beschließt umstrittenen Deal mit Pentagon – seine Angestellten rebellieren dagegen
Das US-Verteidigungsministerium soll Googles KI-Modelle "für jeden rechtmäßigen Regierungszweck" einsetzen dürfen – potenziell auch für autonome Waffen und Überwachung
