Der lange Kampf hat sich gelohnt: Minnesota erhält die zurückgehaltenen Beweise
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Es hat mehr als ein halbes Jahr gedauert, bis die Ermittler von Minnesota jenes Material in die Hände bekamen, das sie zur Aufklärung zweier Tötungen von Anfang an benötigt hätten. Bundesbeamte übergaben Festplatten mit Aussagen und Aufnahmen von Körperkameras der Polizei sowie den Geländewagen, den Renee Good fuhr, als der ICE-Beamte Jonathan Ross sie im Januar erschoss. Bis zu diesem Monat lagen sämtliche dieser Beweise unter der Kontrolle jener Behörden, deren eigene Leute im Zentrum der Untersuchung stehen. Die Bezirksstaatsanwältin von Hennepin County, Mary Moriarity, bestätigte die Übergabe sämtlicher Beweismittel, darunter auch jener zur Schussverletzung von Julio Sosa-Celis, und brachte deren Bedeutung auf einen Satz: Man müsse nun nicht länger über Beweise mutmaßen, die man nie habe einsehen dürfen. Damit ist beschrieben, was zuvor geschah. Der Bundesstaat versuchte 2 Tötungen zu rekonstruieren, während die Bundesbehörden den entscheidenden Teil der Akten zurückhielten.
Jeremy Bentham schrieb, die Öffentlichkeit sei die Seele der Gerechtigkeit, weil sie den Richter selbst unter Beobachtung stelle, während er urteilt. Wo diese Öffentlichkeit fehlt, urteilt niemand mehr, sondern es entscheidet allein, wer die Papiere besitzt. Genau darin liegt der Vorgang: Nicht ein Gericht befand darüber, was Minnesota erfahren durfte, sondern die Behörde, deren Beamte zur Debatte stehen. Wer über den Zugang zu den Beweisen verfügt, verfügt über das Ergebnis der Prüfung, und zwar lange bevor irgendjemand sie vornimmt.
Es hat mehr als ein halbes Jahr gedauert, bis die Ermittler von Minnesota jenes Material in die Hände bekamen, das sie zur Aufklärung zweier Tötungen von Anfang an benötigt hätten. Bundesbeamte übergaben Festplatten mit Aussagen und Aufnahmen von Körperkameras der Polizei sowie den Geländewagen...
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