Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

US-News

Einer unserer ganz besonderen Lieblinge und eine der dunkelsten Kerzen auf dem Kuchen: Michael Waltz ist US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und war zuvor Nationaler Sicherheitsberater von Donald Trump.
Collins: Inwiefern gefährdet es die nationale Sicherheit, über den Präsidenten zu berichten?
Waltz: Wenn Medien sich auf anonyme Quellen stützen und mitten in einem Konflikt darüber berichten, wie viel Munition wir noch haben …
Collins: Das stand im Bericht des Generalinspekteurs des Verteidigungsministeriums. Darin ging es um Munitionsengpässe.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Unglaublich
Trump glaubt an Iran-Deal nach US-Midterms: "Oder soll ich das Land auslöschen und zur Hölle schicken?"
Der US-Präsident behauptet, dass er bald Russlands Krieg in der Ukraine beenden werde. Zuvor hatte der scheidende UN-Generalsekretär Guterres über geopolitische Bruchlinien gesprochen
Es ist wieder so weit: In New York hat am Dienstag die Generaldebatte der Vereinten Nationen (UNGA) begonnen. Zu Beginn sprach wie üblich der amtierende UN-Generalsekretär. Für António Guterres war es die letzte UNGA-Rede im Amt. Seine zweite, vom Ausbruch neuer Kriege gezeichnete Amtszeit läuft Ende 2026 aus. Er forderte unter anderem nicht zuzulassen, dass "die Zweistaatenlösung vor unseren Augen verschwindet", einen ständigen afrikanischen Sitz im UN-Sicherheitsrat und warnte davor, Entscheidungen über Leben und Tod Maschinen zu überlassen.

Nach Khalilur Rahman, dem Vorsitzenden der Uno-Generalversammlung, und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula Da Silva richtet sich aktuell US-Präsident Donald Trump an die Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt 193 UN-Mitgliedstaaten. Bei seinem Eintreffen in New York richtete er Russlands Präsident Wladimir Putin aus, dass er "den Krieg beenden solle".

Die Rede Trumps fällt in eine heikle Zeit für den US-Präsidenten, der weniger als zwei Monate vor den Midterm-Wahlen mit schlechten Umfragewerten kämpft. Grund dafür ist auch sein unpopulärer Krieg gegen den Iran. Zuletzt hat sich Trump auch mit mehreren angesehenen US-Medien angelegt hat: Er untersagte CNN, MS NOW und Politico den Zugang zum Weißen Haus, was vor Gericht wohl nicht halten wird. Andere große Sender schränkten als Reaktion die Begleitung des Präsidenten auf seinen Terminen ein, das Weiße Haus startete "Trump TV".

Rundumschlag mit Verschwörungen

 
Trump TV geht on air: Ein Spiegel für den Narzissten im Weißen Haus
Trump ist jetzt Nachricht, Kommentator und Programmchef in Personalunion. Und das Programm scheint auf den ersten Blick genauso erratisch zu sein wie er selbst

Nicht einmal der heilige SpongeBob oder die Simpsons sind vor dem Zugriff Donald Trumps sicher, denn: Der US-Präsident bewirbt seinen neuen Kanal Trump TV mit Szenen aus beliebten Serien und Filmen wie Seinfeld, Breaking Bad oder Kevin – Allein zu Haus. Urheberrechtsfragen dräuen.

Während kritische Medien wie CNN oder "Politico" der Zutritt zu Medienterminen im Weißen Haus verwehrt wird, geht jetzt mit Trump TV der Traum des Narzissten auf Sendung. Ein Staatskanal, der rund um die Uhr und in Dauerschleife über ihn und seine Entourage berichtet. FPÖ TV gefällt das. Auf Youtube verfolgten Trump TV am Dienstagnachmittag rund 1800 Leute. Das ist ausbaufähig.

 
Donald Trump regiert die nicht mehr so große Großmacht
Das euphorische Selbstbild des US-Präsidenten steht im krassen Gegensatz zum Niedergang seines Landes, den er selbst vorantreibt

Wenn man Donald Trump zuhört, dann ist das Bild klar: Die USA waren am Ende der Amtszeit seines Vorgängers Joe Biden so gut wie tot und wurden weltweit verachtet. In den 20 Monaten seiner eigenen Präsidentschaft aber wandelten sie sich zur mächtigsten, erfolgreichsten, "heißesten'" Nation der Welt, die überall Respekt entgegenschlägt. Diese Sichtweise prägte auch Trumps Rede vor der Uno-Generalversammlung am Dienstag.

Darin lobte er die Wirtschaft und militärische Stärke der USA über den Klee, feierte seine diplomatischen Erfolge in der Welt, drohte dem Iran mit "Auslöschung", aber versprach auch ein Abkommen mit Teheran gleich nach dem Wahlsieg seiner Republikaner bei den Midterm-Wahlen.

Außerhalb der MAGA-Welt wird von Experten, Kommentatorinnen und den meisten Vertretern befreundeter Staaten ein ganz anderes Bild gezeichnet: Die USA haben unter Trump massiv an globalem Ansehen, Einfluss und letztlich auch Macht verloren. Die Zollkriege mit dem Rest der Welt haben wirtschaftlich nichts gebracht und nur böses Blut gemacht. Trumps Drohungen, Grönland zu annektieren, haben das Vertrauen mit den europäischen Nato-Partnern zerstört, und das wurde auch durch den Grönland Deal mit Dänemark von vergangener Woche nicht wieder hergestellt. Im Ukrainekonflikt haben Trumps einseitige Vermittlungsversuche bloß Wladimir Putin in dessen Absicht bestärkt, den brutalen Krieg weiterzuführen.

 
Rechenzentren treiben einen Keil zwischen Maga und Donald Trump
Selbst auf seiner eigenen Plattform Truth Social hagelt es Kritik für den KI-freundlichen Kurs des US-Präsidenten

Weil er auf X (vormals Twitter) lange gesperrt war und generell empfindlich auf Kritik reagiert, hat US-Präsident Trump über seine Medienfirma das Netzwerk Truth Social ins Leben gerufen. Bis heute ist dieses eine Nischenplattform, die nach jüngsten Schätzungen etwas mehr als sechs Millionen monatliche User hat. Die Nutzerschaft setzt sich dabei fast exklusiv aus Trump-Fans zusammen. Gerade die "Make America Great Again"-Fraktion (Maga) ist hier stark vertreten. Dementsprechend sehen die Reaktionen aus, wenn Trump ein Posting absetzt. Fast egal, was er schreibt, üblicherweise hagelt es Lob und Huldigungen.

Aber eben nur fast. Denn bei manchen Themen sind sich Maga und Trump ganz und gar nicht einig. Risse zeigten sich etwa im vergangenen Jahr, nachdem die frisch angetretene Regierung die Ermittlungen rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein beenden wollte. Nun gibt es wieder Differenzen. Nun treiben KI-Rechenzentren einen Keil zwischen Trump und "seine" Bewegung.

 
Trump verkauft frühen Zugang zu seinen Regierungsmitteilungen für 100.000 Dollar im Monat – jetzt klagen zwei Organisationen gegen ihn und Natalie Harp
New York City (KB) – Kaitlan Collins steht bei den Vereinten Nationen und will Donald Trump eine Frage stellen. Der Präsident hat jedoch eine andere Angelegenheit zu klären. „Sie sollten nicht hier sein“, fährt er die Journalistin an. Sie habe angekündigt, nicht mehr über ihn zu berichten, also solle sie jetzt auch damit aufhören. Collins fragt trotzdem. Laut einer aktuellen Umfrage glaubten zwei Drittel der Amerikaner nicht, dass die USA den Krieg gegen Iran gewännen. Wann werde dieser Krieg enden? Trump geht weiter. Die Frage bleibt unbeantwortet, sein Ärger über die Anwesenheit der Journalistin ist dagegen unüberhörbar. Ein Präsident, der vor der Welt sprechen will und sich zunächst darüber beschwert, dass jemand zuhört.

Collins besitzt wie alle Journlisten vor Ort, eine Akkreditierung der Vereinten Nationen. Sie darf dort arbeiten und wird auch über Trumps Rede berichten. Der Präsident hatte zuvor drei Redaktionen vom Weißen Haus ausgeschlossen. Daraufhin setzten fünf große amerikanische Fernsehsender am Montag ihre gemeinsame Kamera- und Tonberichterstattung über jene Präsidententermine aus, die sie im Wechsel für die übrigen Sender begleiten. Einer der ausgeschlossenen Sender hätte an diesem Tag den Dienst übernehmen sollen. Das Weiße Haus ließ ihn nicht zu. Die übrigen Sender erklärten, sie würden keinen Ersatz stellen. Die Berichterstattung über Trump insgesamt wurde damit keineswegs eingestellt. Für den gemeinsamen Fernsehdienst sprang lediglich ein regierungsfreundlicher Sender ein.

Trump scheint diese Unterscheidung wenig zu interessieren. Vor dem UN-Gebäude hält er Collins vor, ihr Sender habe doch angekündigt, ihn nicht mehr zu begleiten. Dass sie mit eigener Zulassung vor ihm steht, passt nicht zu seiner Vorstellung davon, wer ihn noch befragen dürfte. Der Streit dreht sich längst um mehr als eine Kamera. Die drei ausgeschlossenen Redaktionen haben die Regierung verklagt. Sie wehren sich dagegen, dass der Präsident den Zugang zu seiner Amtsführung von der Berichterstattung über ihn abhängig machen kann. Während Collins in New York auf eine Antwort zum Krieg wartet, liegt in Washington bereits die nächste Klage. Dort geht es um einen ganz anderen Zugang zu den Worten des Präsidenten. Er kostet 100.000 Dollar im Monat. Das ergaben auch unsere Recherchen, die wir weitergegeben hatten.

 
Trump will ausgesperrte Journalisten bei Gerichtsniederlage „wahrscheinlich“ wieder ins Weiße Haus lassen
Donald Trump erklärte am Dienstag, er werde Journalisten von CNN, MS NOW und Politico „wahrscheinlich“ wieder ins Weiße Haus lassen, falls ein Gericht seinen Ausschluss der 3 Redaktionen für unzulässig erklärt. Eine verbindliche Zusage machte der Präsident damit nicht. Die Redaktionen gehen gerichtlich gegen das Zutrittsverbot vor.
 
Trump: Treffen zwischen USA und Iran bei UNO in New York
Vertreter der USA und des Iran haben sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am Rande der UNO-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch gestern sei „sehr gut“ gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen.

Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt. Trumps Aussagen auf Reporternachfragen legten nahe, dass sein US-Chefunterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teilnahmen.

Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fühle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht.

Medien: Iranischer Außenminister nahm teil
Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf zwei iranische Beamte, dass der iranische Außenminister Abbas Araktschi sich mit Witkoff und Kushner getroffen habe. Das Treffen wurde demzufolge von Pakistan und Katar vermittelt, die sich intensiv für eine Rückkehr zur Diplomatie und für Deeskalation eingesetzt hätten.

 
Trump vor der UN: „Ich habe Frieden geschaffen“, und droht Iran mit Vernichtung – iranische Delegation verlässt den Saal – die Melania-Lüge
New York City (KB) – Das Pult der Vereinten Nationen wurde gebaut, um Kriege zu beenden. Von diesem Pult drohte Donald Trump, ein Land auszulöschen. Er betrat das Gebäude, ohne dass Kameras ihn zeigten, wie er die Rolltreppe zum Saal hinauffuhr, ein Presseboykott, ausgelöst durch den Rauswurf eines großen Nachrichtensenders aus dem Pressepool des Weißen Hauses. Die Rolltreppe lief diesmal. Im Jahr zuvor war sie unter Trump und der First Lady Melania Trump stehen geblieben, und die Weltorganisation hatte vorgesorgt, dass sich das nicht wiederhole.

Als zweiter Redner trat er ans Pult, der Tradition folgend. Vor ihm hatte António Guterres zum letzten Mal als Generalsekretär gesprochen und gewarnt, die Bruchlinien der Welt würden immer tiefer, und die Vereinten Nationen müssten sich fragen lassen, wozu es sie noch brauche. „Die Welt braucht keine schwächeren Vereinten Nationen“, sagte er, „sie braucht eine, die stark genug ist, sich der Welt zu stellen, wie sie ist, und entschlossen genug, sie so zu gestalten, wie sie sein sollte.“ Sein Amt endet im Dezember, im Januar übernimmt ein Nachfolger. Sieben Bewerber ringen darum, ein Favorit ist nicht in Sicht. Ein Generalsekretär geht und mahnt, die Welt zu retten, während der Nächste am Pult sie sich unterwerfen will.

Trumps Manuskript, vom Weißen Haus verteilt, kündigte an, er werde den amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran als notwendig verteidigen, um dessen nukleare Fähigkeiten zu beseitigen. Im Entwurf stand der Satz: „Stellen Sie sich nur vor, ein derart verabscheuungswürdiges Regime wäre jemals in der Lage, unter dem Schutz eines nuklearen Schutzschildes groß angelegte Terroranschläge zu verüben.“ Was er dann sprach, ging weiter als das Papier. Das Manuskript rechtfertigte einen Krieg, die Rede drohte den nächsten an.


Man glaubt es nicht.
 
Republikanischer Senator fordert Untersuchung gegen Trumps Familie wegen Geschäften und russischer Hochzeitszahlungen
Der republikanische Senator John Curtis verlangt eine Untersuchung der Geschäfte von Donald Trump Jr. und der Hochzeitsfeiern, die der russische Oligarch Umar Kremlev mit Hunderttausenden Dollar finanziert haben soll. Curtis warnt, solche Verbindungen könnten Erwartungen auf politische Gegenleistungen wecken und sogar die nationale Sicherheit gefährden. Trump erklärte zuletzt, sein Sohn werde Kremlev das Geld zurückzahlen, nannte jedoch keine Einzelheiten. Der zuständige Senatsausschuss will den Antrag prüfen, rechnet aber nicht vor den Kongresswahlen am 3. November mit einer Entscheidung.
 
Zurück
Oben