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US-News

Erneut US-Angriff auf Boot in Pazifik: Fünf Tote
Zum wiederholten Male hat das US-Militär nach eigenen Angaben ein Boot im östlichen Pazifik angegriffen und dabei fünf Menschen getötet. Geheimdienstinformationen hätten bestätigt, dass das Schiff „aktiv“ am Drogenhandel beteiligt gewesen sei, teilte das für die Region zuständige Militärkommando Southcom gestern mit.

Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres immer wieder Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden. Wie auch diesmal ist danach meistens von mehreren getöteten „Drogenterroristen“ die Rede.

 
Amerikas Regierung der Verachtung: Hegseths Hassprediger, Trumps Schwiegersohn, ein Präsident mit Ballsaal-Fieber, ein Update, russische Tätowiererin aus der Haft befreit
Im amerikanischen Verteidigungsministerium berät ein Mann über Glaubensfragen, der Einwanderer als „absolute Tiere“ bezeichnet und Muslimen unterstellt, ihre Religion lehre den Tod aller Andersdenkenden. Ryan Higgins gehört zum engsten religiösen Beraterkreis von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Er sitzt damit an einer Stelle, an der persönliche Überzeugungen auf Entscheidungen über Krieg und militärische Gewalt treffen. Was Higgins öffentlich über andere Menschen verbreitet hat, lässt an seiner Vorstellung christlicher Nächstenliebe allerdings erhebliche Zweifel aufkommen. Auf seinem Benutzerkonto bezeichnet er sich als „amerikanischen Siedler“.

Im Januar 2026 schrieb er: Gewalttätige Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus und selbst viele Asylsuchende zerstörten den gesamten Planeten. Sie verhielten sich wie Barbaren, töteten Menschen und vergewaltigten „unsere weißen Frauen“. Bereits 2024 behauptete er, der Islam lehre den Tod aller, die sich ihm nicht unterwerfen. Einen Monat nach seiner Tirade gegen Migranten nannte Higgins diese „absolute Tiere“ und sprach ihnen pauschal jeden Willen ab, sich in die Gesellschaft einzufügen. Dann fragte er, wann die Monarchie endlich von Muslimen entthront werde. Welche Monarchie er meinte, erschließt sich aus dem vorliegenden Zitat nicht. Die Verachtung für Menschen anderen Glaubens hingegen benötigt keine Übersetzung. Ein Ministerium, das über die Sicherheit einer ganzen Nation entscheidet, hat sich damit einen geistlichen Berater ins Haus geholt, der die Würde ganzer Bevölkerungsgruppen öffentlich bestreitet. Seine Texte sind keine beiläufigen Missverständnisse. Die Aussagen stehen über mehrere Jahre verteilt auf seinen eigenen Konten.

 
Trumps Irrsinn von Texas: Weinende Anhänger, ein Krieg als Geldgeschäft, der selbst ernannte Retter des Christentums und ein tanzender Präsident
Lubbock/Corpus Christi (KB) – Vor dem Veranstaltungszentrum in Lubbock stehen Menschen Schlange. Einige warten seit Stunden auf Donald Trump, andere kämpfen bei einer Befragung vor laufenden Kameras mit den Tränen. Sie wollen ihren Präsidenten sehen. Einen Mann, der an diesem Dienstag zwei Wahlkampfveranstaltungen in Texas absolviert und dafür von seinen Anhängern gefeiert wird, als hätte er eine außergewöhnliche menschliche Leistung vollbracht. Selbst Reporter, die halb so alt seien, könnten mit seiner Ausdauer kaum mithalten, schwärmen seine Bewunderer. Sieben Tage vor den Kongresswahlen weinen erwachsene Menschen vor Begeisterung, weil ein Politiker in ihre Stadt kommt. In Lubbock scheint die Verehrung inzwischen so weit fortgeschritten, dass seine Anwesenheit allein genügt. Die Frage, was Trump diesen Menschen tatsächlich bietet, hat zwischen all den Tränen offenbar keinen Platz mehr.

Wir haben Trumps beide Wahlkampfveranstaltungen vom 27. Oktober 2026 in Corpus Christi und Lubbock sowie die Befragungen seiner Anhänger vor Ort zusammengefasst. Die Aufnahmen zeigen, was der amerikanische Präsident an diesem Abend tatsächlich von sich gab und mit welcher Begeisterung seine Anhänger darauf reagierten. Zwei Veranstaltungen, ein Präsident und ein Abend voller politischem Irrsinn. Der Artikeltext ist in der Reihenfolge des Mitschnitts.

 
Neun Monate nach Alex Prettis Tod: Die Regierung beschimpfte ihren Sohn, jetzt müssen die Eltern um Beweise kämpfen
Der erste Anruf kam von einem Journalisten. Michael und Susan Pretti erfuhren am 24. Januar 2026 durch die Presse, dass ihr Sohn Alex in Minneapolis erschossen worden war. Dann sahen sie die Aufnahmen. Ihr 37-jähriger Sohn lag auf der Straße, Bundesbeamte über ihm, Schüsse aus nächster Nähe. Die Bilder verfolgen seine Eltern bis heute. Am 27. Oktober sitzen sie vor Kameras und fordern etwas, das in einem Rechtsstaat keiner öffentlichen Bitte bedürfen sollte: Antworten über die Tötung ihres Kindes. Seit neun Monaten habe niemand aus der Bundesregierung bei ihnen angerufen, sagt Michael Pretti. Für Anschuldigungen gegen den Toten fand die Regierung dagegen sofort Zeit.

Alex Pretti arbeitete als Intensivpfleger in einem Veteranenkrankenhaus. Er war amerikanischer Staatsbürger, nicht vorbestraft und hatte nach Darstellung seiner Eltern die Einsätze der Einwanderungsbehörden in seiner Nachbarschaft beobachtet. Sie betonen, er habe friedlich gehandelt und an keiner Demonstration teilgenommen. An jenem Januartag half er laut seinem Vater einer Frau, die von Beamten zu Boden gestoßen worden sei. Pretti trug seine eigene Schusswaffe bei sich. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen jedoch ein Mobiltelefon in seiner Hand, unmittelbar bevor Beamte ihn zu Boden brachten und auf ihn schossen. Ein Video, auf dem er in diesen Augenblicken seine Waffe gezogen oder Bundesbeamte angegriffen hätte, ist bislang nicht bekannt. Das ist entscheidend, gerade weil die Regierung nach seinem Tod so viel anderes behauptete.

 
Trumps Wahlkampf-Irrsinn in Texas: Fleisch und Krieg als Geldmaschine. Bei seinen Wahlkampfauftritten am 27. Oktober 2026 in Corpus Christi und Lubbock verspottete Donald Trump seinen demokratischen Gegner James Talarico mit einer grotesken Nachahmung: „Ich liebe Fleisch! Ahhhh! Ich liebe es, schaut!“, rief er in Corpus Christi und gestikulierte wild. In Lubbock feierte er dagegen die wirtschaftlichen Folgen des Krieges mit den Worten: „Ihr habt mehr Geld verdient als jemals zuvor. Wisst ihr, warum? Wegen des Krieges.“

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Trumps Justizministerium beabsichtigt zwei ehemalige FBI-Beamte zusätzlich anzuklagen: Richter verweigert die Unterschrift und zerlegt das Vorgehen der Staatsanwälte
Mitten in der Nacht schickt das amerikanische Justizministerium einem Bundesrichter eine neue Strafanzeige gegen zwei ehemalige FBI-Beamte. Der Richter soll unterschreiben. Offenbar rechneten die Staatsanwälte damit, dass ihre Unterlagen ohne größere Umstände durchgewinkt würden. Doch Zia Faruqui macht ihnen am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, einen Strich durch die Rechnung. Er verweigert die Unterschrift und verlangt zunächst einen hinreichenden Tatverdacht. „Ich bin besorgt über Ihre Auffassung davon, was geltendes Recht ist“, erklärt er den Regierungsvertretern. Dann stellt er eine Frage, die das Vorgehen des Justizministeriums bloßlegt: „Warum haben Sie ausgerechnet heute, in diesem einen Fall, die gesamte bisherige Praxis der Anklageerhebung verändert?“ Eine Regierung, die Strafverfolgung betreibt, muss sich von einem Richter erklären lassen, dass auch für ihre eigenen Staatsanwälte gesetzliche Regeln gelten.

Betroffen sind Nikki Floris, die frühere Leiterin der Nachrichtendienstabteilung des FBI-Büros in Washington, und Bradley Benavides, ehemaliger stellvertretender Leiter der Spionageabwehr. Beide hatten an Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Laptop von Hunter Biden mitgewirkt. Nun wirft ihnen das Justizministerium vor, den Kongress belogen zu haben. Vergangene Woche stellten sie sich aufgrund von Haftbefehlen den Behörden. Eine Anklage durch ein Geschworenengremium hatte die Staatsanwaltschaft zuvor nicht erwirkt. Faruqui setzte deshalb eine Anhörung an, um zu klären, ob die ursprüngliche Beschuldigung überhaupt durch einen hinreichenden Tatverdacht gedeckt sei. Doch am Montagabend folgte der nächste Versuch der Regierung: eine zusätzliche Beschuldigung wegen Behinderung der Justiz, gestützt auf eine Erklärung, die niemand unter Eid abgegeben hatte. Der Richter sollte eine weitere strafrechtliche Anschuldigung genehmigen, ohne dass deren Voraussetzungen zuvor gerichtlich festgestellt worden waren.

Faruqui weigerte sich, diese Unterlagen ungeprüft zu unterschreiben. Die Staatsanwälte hatten ihre neue Beschuldigung eingereicht, bevor ein Richter sie gebilligt hatte. Genau darin sah Faruqui einen Bruch mit der bisherigen Verfahrenspraxis. Er ließ sich auch durch die nächtliche Vorlage der Unterlagen nicht dazu bewegen, seine Unterschrift unter eine Beschuldigung zu setzen, deren rechtliche Grundlage er noch nicht geprüft hatte. Die Anhörung beschränkte sich deshalb auf den ursprünglichen Vorwurf gegen Floris und Benavides. Das Justizministerium wollte das Verfahren um eine weitere Straftat erweitern und scheiterte bereits an den Voraussetzungen dafür. Die beiden ehemaligen FBI-Beamten müssen sich weiterhin gegen die ursprünglichen Anschuldigungen verteidigen. Doch an diesem Dienstag wurde deutlich, wie weit Regierungsstaatsanwälte zu gehen bereit waren, um eine zusätzliche Beschuldigung gegen sie voranzutreiben. Ein Richter musste sie daran hindern, das vorgeschriebene Verfahren einfach zu überspringen.
 
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