US-Midterms: Dieser Wahltag kann ein Anfang sein
Zur Halbzeit der zweiten Amtszeit von Donald Trump machen die Wähler ihrem Ärger Luft. Nun muss der von den Demokraten geführte Kongress zeigen, dass er gegen den US-Präsidenten ankommt
Der mutmaßliche Meisterverkäufer hat eine seiner größten Übertreibungen zwei Jahre durchgehalten. Nach dem Wahlsieg 2024 hat Donald Trump stur daran festgehalten, dass ihm ein Erdrutschsieg gelungen sei. In Wahrheit schaffte er den erneuten Einzug ins Weiße Haus nur knapp – und eine absolute Mehrheit der Wähler hatte Trump bei keiner seiner drei Wahlen hinter sich. In den letzten Tagen des aktuellen Wahlkampfs ließ der 80-Jährige durchblicken, dass er selbst an ein Ende seiner Glückssträhne glauben könnte.
"Aus irgendwelchen Gründen gewinnt der amtierende Präsident keine Midterms, aber wir haben der Sache eine sehr starke Chance gegeben", sagte Trump am Montag bei seinem Wahlkampfabschluss mit einem Schulterzucken. Seine Partei hatte ihn angefleht, stärker auf Steuersenkungen für Trinkgelder einzugehen oder zu betonen, wie er die Grenze zu Mexiko für Hilfesuchende faktisch geschlossen hat. Doch Trump sprach lieber über den Ballsaal-Anbau und einen neuen Hubschrauberlandeplatz am Weißen Haus, oder er verfolgte Strafprozesse gegen langjährige Feinde. Nun haben ihm die US-Amerikaner dafür die Quittung gegeben.
Keine Nationalgarde
Ablauf und Ausgang der Wahl lassen hoffen: Die befürchteten Einsätze der Nationalgarde blieben aus. Die Ergebnisse sind so deutlich, dass deren Anfechtung schwerfallen dürfte. Und der Widerstand im US-Volk gegen die Politik der vergangenen zwei Jahre ist deutlich. All das ist aber nur die Chance auf einen Neuanfang.
Zur Halbzeit der zweiten Amtszeit von Donald Trump machen die Wähler ihrem Ärger Luft. Nun muss der von den Demokraten geführte Kongress zeigen, dass er gegen den US-Präsidenten ankommt
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