Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Wirtschaft Weltweit

Dreißigtausend Menschen haben einer Maschine beigebracht, wie man sie ersetzt (die Menschen)
Oracle hat zwischen zwanzigtausend und dreißigtausend Menschen entlassen, rund achtzehn Prozent der weltweiten Belegschaft, und die Art, wie es geschah, sagt mehr als jede Zahl. Keine Vorwarnung, kein Gespräch, ein Brief in der Mailbox am frühen Morgen, danach war der Zugang zu den Systemen gesperrt. Fertig. Eine technische Redakteurin mit dreißig Jahren Berufserfahrung erfuhr davon telefonisch – am Tag ihrer geplanten Wirbelsäulenoperation. Dreihunderttausend Dollar in noch nicht ausgezahlten Aktien waren in diesem Moment weg.

Ein leitender Softwareentwickler wurde vier Monate bevor er Aktien im Wert von einer Million Dollar erhalten hätte, aus dem Unternehmen geworfen. Was viele dieser Menschen kurz vor ihrer Entlassung noch getan hatten: sie dokumentierten ihre eigenen Arbeitsprozesse, offiziell zur Schulung interner KI-Systeme. Sie haben der Maschine beigebracht, wie man ihre Arbeit macht, und wurden danach nicht mehr gebraucht. Mehr als sechshundert Entlassene haben am 17. April einen gemeinsamen Brief an die Unternehmensführung unterzeichnet und bessere Abfindungen, verlängerte Krankenversicherung und Unterstützung für Visa-Inhaber gefordert. Oracle antwortete, man werde nur individuelle Anfragen prüfen. Die angebotenen Konditionen – vier Wochen Grundgehalt plus eine Woche pro Dienstjahr – liegen weit unter dem, was Google und Meta bei ihren jüngsten Entlassungen zahlten. Für die Beschäftigten mit H-1B-Visa bedeutet das alles noch etwas anderes: sechzig Tage, um einen neuen Arbeitgeber zu finden, sonst Ausreise.

Zur gleichen Zeit meldet Oracle das stärkste Quartalswachstum seit fünfzehn Jahren, der Wert laufender Verträge liegt bei 553 Milliarden Dollar. Larry Ellison, fleissiger Geldgeber für Trumps Ballroom, stand im Januar 2025 neben Donald Trump und Sam Altman, als das Stargate-Infrastrukturprojekt über 500 Milliarden Dollar angekündigt wurde, im September folgte ein Cloud-Vertrag mit OpenAI über 300 Milliarden.

 
Friedenshoffnungen beflügeln die Börsen, ein KI-Boom treibt in Asien die Kurse
Der Ölpreis ist deutlich abgesackt. Das treibt die Börsen in Europa, den USA und vor allem Asien. In Südkorea hat sich das Kursniveau innerhalb eines Jahres fast verdreifacht

Neue Hoffnungen auf ein baldiges Ende des US-Iran-Konflikts sorgten am Mittwoch für Aufbruchstimmung an den Börsen. Im Gegenzug sorgten Informationen aus pakistanischen Vermittlerkreisen, wonach man kurz vor einer Vereinbarung für ein Kriegsende stehe, für eine Entspannung an den Ölmärkten. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent rutschte vorübergehend unter die Marke von 98 US-Dollar, was einem Minus von mehr als zehn Prozent entspricht. Anschließend legte der Preis wieder etwas zu. Die Aussicht auf günstigere Öl- und Treibstoffkosten verlieh den Aktienmärkten in Europa kräftigen Antrieb.

Der deutsche Leitindex Dax sprang nach einem bis zu dreiprozentigen Zuwachs erstmals seit Beginn des Kriegs in Nahost zeitweilig wieder über die Marke von 25.000 Punkten, konnte dieses Niveau aber nicht ganz halten. Besonders der zuvor gebeutelte Automobilsektor zeigte sich stark im Aufwind. In ähnlichem Ausmaß stiegen auch der Eurostoxx-50 und der Wiener Leitindex ATX, dem in der Spitze nur 15 Einheiten zum erstmaligen Überspringen der Marke von 6000 Punkten fehlten. Stark gesucht waren am heimischen Aktienmarkt vor allem Finanzwerte sowie der Caterer Do & Co.

 
Das Chaos ist perfekt: US-Gericht hebt Trumps weltweites Zollpaket auf
Es ist keine Woche her, dass Donald Trump seinen europäischen Handelspartnern eine drastische Zollerhöhung für Autos androhte. Dafür funkte dem US-Präsidenten nun ein US-Gericht dazwischen. Was gilt und was nicht mehr?

US-Präsident Donald Trumps zweiter Anlauf zu einem fast weltweiten Zollpaket droht dasselbe Schicksal wie dem ersten: an einer fehlenden Rechtsgrundlage zu scheitern. Nachdem die im April des Vorjahres am sogenannten Liberation Day verkündeten reziproken Zölle heuer vom Supreme Court endgültig aufgehoben wurden, hat nun ein US-Gericht auch die Nachfolgeregelung, die weltweite Einfuhrzölle in Höhe von zehn Prozent vorsieht, gekippt. Damit ist ein Zollchaos beinahe perfekt, denn im Handelsstreit mit der EU stehen auch in anderen Bereichen Drohungen im Raum, Entscheidungen sind offen. Was ist geschehen, was gilt – und was nicht mehr? Ein Überblick.

Frage: Ein US-Handelsgericht erklärt Trumps weltweite Zölle für unzulässig – wie kam es dazu?

Antwort: Das Gericht gab damit einer Klage von Unternehmen gegen die zehnprozentigen Zölle, die seit 24. Februar eingehoben werden, statt. Der Präsident hatte sich dabei auf ein Gesetz aus dem Jahr 1974 berufen, das es ihm erlauben soll, Zölle für bis zu 150 Tage einzuheben, um schwerwiegende Zahlungsbilanzdefizite auszugleichen oder einen drohenden Wertverlust des Dollars abzuwenden. Dem Urteil zufolge ist es jedoch auf die von Trump angeführten Handelsdefizite nicht anzuwenden, auch habe der Präsident die "fundamentalen internationalen Zahlungsprobleme", die das Handelsgesetz zur Voraussetzung macht, nicht belegen können. Bei den zuvor vom Höchstgericht gekippten reziproken Zöllen hatte er sich, ebenfalls zu Unrecht, auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 berufen.

 
Österreich „gut aufgestellt“
Staatsanleihen als Problem für USA
In den vergangenen Wochen hat sich auf den globalen Finanzmärkten Nervosität breitgemacht: Grund sind die weltweit steigenden Renditen auf Staatsanleihen. Die Renditen der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe lagen am Mittwoch bei rund 4,5 Prozent und damit nahe den höchsten Niveaus der vergangenen Jahre. In den USA wächst die Sorge, dass diese Entwicklungen die US-Wirtschaft vor den Zwischenwahlen im Herbst ausbremsen könnten. Auch hierzulande steigen die Renditen auf Staatsanleihen, laut WIFO ist Österreich aber derzeit vergleichsweise „gut aufgestellt“.

Neu sind die aktuellen Renditeniveaus zwar nicht, die Anstiege in der jüngeren Vergangenheit haben die Anspannung an den Finanzmärkten jedoch verstärkt und die Debatte über die langfristige Entwicklung der US-Staatsfinanzen neu angefacht.

Anlegerinnen und Anleger sorgen sich über die hohe Staatsverschuldung der USA, anhaltend hohe Budgetdefizite und die Aussicht auf dauerhaft höhere Zinsen. Zusätzliche Unsicherheit schürt auch der von den USA und Israel begonnene Krieg mit dem Iran.

Vor allem die im Zuge des Konflikts gestiegenen Ölpreise nähren neue Inflationssorgen an den Finanzmärkten. Anleger gehen davon aus, dass die Teuerung länger hoch bleiben könnte – mit unmittelbaren Folgen für die Anleihemärkte.

Höhere Finanzierungskosten belasten Staatskassen
Staatsanleihen gelten als vergleichsweise sichere Anlageform, Anleger leihen Staaten Geld und erhalten dafür einen fixen Zinssatz. Wenn die Anlegerinnen und Anleger jedoch glauben, dass die Inflation stärker steigt als die Verzinsung der Anleihen, gehen viele von einem Wertverlust aus und verkaufen ihre Anleihen.

 
OPEC+ hebt erneut Förderziele an
Das Ölkartell OPEC+ hat erneut eine Erhöhung seiner Förderziele beschlossen. Die sieben Kernmitglieder der Gruppe verständigten sich darauf, ihre Quoten ab Juli um rund 188.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag zu erhöhen, wie sie gestern mitteilten.

Allerdings können einige Mitglieder wegen des Iran-Krieges nicht mehr fördern, da sie das Öl aufgrund der Blockade der Straße von Hormus nicht verschiffen können.

Vierte Anhebung in vier Monaten
Es ist bereits die vierte Anhebung innerhalb von vier Monaten. Insgesamt haben sie somit seit April die Förderziele um fast 600.000 Barrel pro Tag erhöht.

Die geplanten Ausweitungen der Förderziele fallen in eine Zeit großer Verwerfungen auf dem Ölmarkt. Der Krieg der USA mit dem Iran blockiert die Öltransporte durch die Straße von Hormus und hat eine große globale Versorgungskrise ausgelöst.

Krise durch Austritt der VAE verschärft
Wichtige OPEC-Mitglieder wie Saudi-Arabien sind seit Ende Februar nicht mehr in der Lage, ihre Kunden vollständig zu beliefern. Verschärft wurde die Krise durch den Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) nach fast 60 Jahren Mitgliedschaft.

 
900 Milliarden Dollar für fossile Energie – 12 Banken tragen 40 Prozent dieser Investments
Bei der Finanzierung fossiler Energie agieren die 65 weltgrößten Banken nicht nachhaltig. Sogar die Neuinvestments in diesen Sektor nehmen zu

Die Finanzierung fossiler Energien ist ein umstrittenes Thema. Vor allem, wenn Banken Neuinvestments in diese Branchen stecken, weil das der grünen Transformation entgegenläuft. Allein im Vorjahr haben die 65 größten Banken der Welt 906 Milliarden Dollar an Unternehmen im Bereich fossiler Brennstoffe vergeben – ein Anstieg von acht Prozent gegenüber 2024. Seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens vor einem Jahrzehnt haben diese Banken 8,7 Billionen Dollar in Öl-, Gas- und Kohleprojekte fließen lassen. Das zeigt der aktuelle Bericht "Banking on Climate Chaos", der herausgegeben wird von den Organisationen Rainforest Action Network, BankTrack, Center for Energy, Ecology, and Development, Indigenous Environmental Network, Oil Change International, Reclaim Finance, Sierra Club und Urgewald.

Die US-Bank JPMorgan Chase bleibt dem Bericht zufolge weltweit größter Geldgeber fossiler Brennstoffe und stellte im Jahr 2025 insgesamt 58 Milliarden Dollar für Unternehmen aus der fossilen Brennstoffindustrie bereit – ein Anstieg von 12,6 Prozent gegenüber 2024. Die Bank of America liegt mit 47 Milliarden Dollar an zweiter Stelle und die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) belegt mit ebenfalls 47 Milliarden Dollar den dritten Negativplatz. Die "Dirty Dozen", also die zwölf größten Banken im Bereich fossiler Brennstoffe, stellen mittlerweile fast 40 Prozent aller weltweiten Bankenfinanzierungen für fossile Brennstoffe bereit – unter insgesamt rund 2000 Banken weltweit.

US-Banken führen Ranking an
Die Finanzierung für fossil expandierende Unternehmen, die Kohle-, Öl- und Gasaktivitäten ausbauen, stieg 2025 um 27 Prozent auf 508 Milliarden Dollar. Jede einzelne dieser Expansionsfinanzierungen ist im Prinzip unvereinbar mit einer Begrenzung der Erderwärmung auf das in Paris vereinbarte Limit von 1,5 Grad Celsius.

 
Trump, der allzu sichtbare Elefant im Raum
Kriege im Iran und in der Ukraine, Handelsstreit und KI-Zoff: Der Klub der G7, der großen westlichen Industriestaaten, hat ein konfliktreiches Gipfelprogramm. Gastgeber Macron versucht zu vermitteln

Montag, 2.11 Uhr. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran gilt als gutes Omen für das G7-Gipfeltreffen in Evian-les-Bains am Genfersee. Bundeskanzler Friedrich Merz gratuliert beiden Seiten, also auch dem Regime in Teheran. Andere westliche Verantwortliche gehen nicht so weit. Viele drücken dagegen die Sorge aus, dass Israel unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Luftangriffe auf den Libanon fortsetzen und die fragile Einigung gefährden könnten.

Montag, 17 Uhr. Gastgeber Emmanuel Macron empfängt noch vor Beginn des G7-Treffens Donald Trump, im Bemühen, seinen US-Amtskollegen auf die westliche Einheit einzuschwören. Und zu verhindern, dass der mindestens ebenso narzisstische und dünnhäutige Selbstinszenierer frühzeitig abreist, wie er das schon in der Vergangenheit praktiziert hat. Seit neun Jahren an der Macht, davon fünf gleichzeitig mit Trump, hat der Franzose den US-Amerikaner geschickt zum Gipfelende in das goldverzierte Schloss Versailles eingeladen, um die – damals von Frankreich unterstützte – Unabhängigkeit der USA vor 250 Jahren zu feiern. Trump wirkte am Montag nach dem Iran-Abkommen und seinem 80. Geburtstag gut gelaunt; doch das hinderte ihn nicht, Macron mit einem drastischen Zollaufschlag von 100 Prozent auf Champagner und Wein zu drohen, falls dieser die französische Digitalsteuer für US-Tech-Konzerne nicht zurücknehme.

Dienstag, 8.55 Uhr. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Evian offiziell empfangen. Geplant sind Gespräche über "Frieden und Sicherheit für die Ukraine und Europa". Wird Trump dabei sein? Französische Diplomaten hoffen, dass Selenskyj Trump zumindest "kreuzen" könnte, falls die beiden nicht sogar zu einem Gespräch zusammenkommen. Macrons Ziel ist es ferner, dass Trump die Europäer als Verhandlungspartner für eine Ukraine-Lösung akzeptiert, ohne dass sich die USA selber aus den Bemühungen für eine Friedenslösung zurückziehen. Macron will Trump auch zur Verschärfung der Sanktionen gegen Moskau anhalten, nachdem ein russischer Angriff das von der Unesco geschützte, 1000 Jahre alte Kyjiwer Höhlenkloster in Brand gesteckt hatte.

 
Iran-Abkommen dominiert G-7-Auftakt
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran und seine Folgen haben den Auftakt des G-7-Gipfels im französischen Kurort Evian bestimmt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing am Montag die Staats- und Regierungsspitzen der großen Industrienationen, unter ihnen US-Präsident Donald Trump, zu einem ersten Arbeitsessen, bei dem es um die großen Krisen gehen sollte. Neben dem Iran steht dabei auch der Ukraine-Krieg im Fokus.

Trump bekräftigte bei seiner Ankunft in Evian, dass die Straße von Hormus am Freitag „vollständig“ geöffnet werde. Außerdem betonte er, dass für die Durchfahrt keine Maut anfallen werde. Das iranische Außenministerium kündigte jedoch an, dass Gebühren für maritime Dienstleistungen erhoben werden sollen.

US-Vizepräsident JD Vance solle das Abkommen am Freitag persönlich unterzeichnen, sagte Trump. Ob er selbst dabei sein werde, ließ er offen. „Ich könnte involviert sein – oder auch nicht“, sagte Trump. Als Unterzeichnungsort ist Genf im Gespräch. Das Abkommen solle anschließend auch veröffentlicht werden, fügte Trump hinzu.

 
Der Dümmste muß begreifen, dass es nur eine einzig umsetzbare "Friedensstrategie" gibt auf der Welt : FREIER HANDEL.
Nur dieser birgt in sich die kollateralen Annehmlichkeiten-und das selbst für Kriegsmaschinerien-Ausrüster.Denn auch im Friedenszustand will keiner unbewaffnet abwarten.
Nur der freie Handel mit all seinen Mitbringsel kann Frieden halten..................das nur als Kurzform zum Thema :) :)
 
Zurück
Oben