Streit um C-Waffeneinsatz in Syrien: Damaskus straft die USA Lügen
Damaskus bezeichnet die Behauptung der USA, die syrischen Truppen würden chemische Waffen gegen die Opposition anwenden, als Lügen, meldet die syrische staatliche Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf eine Erklärung des syrischen Außenministeriums am Freitag.
„Das Weiße Haus hat Lügen über einen C-Waffen-Einsatz in Syrien verbreitet und die Regierung Syriens verantwortlich dafür gemacht. Diese irreführenden Informationen erschienen, nachdem bereits bestätigte Angaben eingelaufen waren, laut denen die in Syrien agierenden extremistischen Gruppierungen über chemische Kampfstoffe und entsprechende Herstellungstechnologien verfügen. Diese sollen aus an Syrien angrenzenden Ländern stammen“, heißt es in der Erklärung des syrischen Außenministeriums.
Damaskus bezeichnet die Entscheidung der USA, die syrische Opposition zu bewaffnen, als Anwendung einer Doppelmoral im Kampf gegen den Terrorismus.
Das syrische Außenministerium verweist darauf, dass die USA die Terrorgruppe Dschabhat an-Nusra in die Liste der Terrororganisationen aufgenommen und zugleich beschlossen haben, die extremistischen Gruppierungen zu finanzieren und zu bewaffnen und ihre Verbrechen zu rechtfertigen.
„Damit haben die USA, die die extremistischen Gruppierungen in Syrien unterstützen, ihre unmittelbare Verwicklung in das laufende Blutvergießen in Syrien gezeigt“, heißt es in der Erklärung.
Die USA hatten in der Nacht zum Freitag mitgeteilt, dass das Regime des syrischen Präsidenten Baschar Assad chemische Waffen, darunter das Nervengas Sarin, gegen die Opposition eingesetzt habe. Das Weiße Haus erklärte am Freitag, die syrische Regierung habe mit der Anwendung von C-Waffen die von den USA festgelegten Grenzen überschritten. Dieser Schritt werde von den USA erwidert, hieß es.
Streit um C-Waffeneinsatz in Syrien: Damaskus straft die USA Lügen | Politik | RIA Novosti