J
Jezersko
Guest
Das die Ukraine gegen die bewaffneten Seperatisten kämpft ist auch ihr gutes recht.
Nur die art wie sie es machen. Mit schwerer Artillerie wahllos in Städte zu feuern. Und dabei bewust auch den tot von der Zivilbevölkerung in kauf zu nehmen.
Damit stellt sich Kiew auf gleicher stelle mit den Bewaffneten Seperatisten.
Nicht zu vergessen was in Odessa passiert ist.
Was denkst du??? In einem Krieg gibt es kein "gentlemen-agreement"! Ein Krieg ist NIEMALS fair! Ein Krieg ist immer schmutzig! Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man mit Gewalt etwas erreichen will. Ob man sich Nationalist, Patriot, Separatist oder Terrorist nennt, macht dabei keinen Unterschied. Gewalt wirkt sich zu allererst auf den Schwächeren aus. Und das ist in der Regel die Zivilbevölkerung.
Aber ich stelle fest, dass hier viel ahnungslose Kindergartenkinder herumheulen, welche schon Rambofilme gesehen haben, als sie gerade den Schnuller ausgespuckt haben. Vermutlich befinden sich auch viele solche ... unfertige Personen in den Reihen der "Separatisten". Geschossen ist schnell einmal und die Hemmschwelle zu Gewalt ist in wirtschaftlichen Krisengebieten generell niedrig. Da reicht das Resthirn oft nicht mehr, um nach zu denken, wie es nach den Feuergefechten weiter gehen soll.
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Das man die Wahlen am 25.5. torpedieren wollte glaube ich auch. Auch das RF nichts dagegen hatte und das sie ebenfalls hart gegen Separatisten vorgehen würden.
"Es fing an mit Kundgebungen und Demonstrationen wie in Donetsk, Lugansk... Aber wenn das dann weiter geht, dass Leute sich bewaffnen, Verwaltungsgebäude erstürmen usw."
So fing es aber auf dem Maidan auch an, bereits im November wurden Verwaltungsgebäude erstürmt. Damals durfte der ukrainische Staat nicht dagegen vorgehen.
Und das meinte ich ursprünglich mit meiner Frage.
Ich gehe auch davon aus, das im Osten die Bevölkerung zum großen Teil hinter den Separatisten und ihren Forderungen steht und das sie in den Wahlen am 25.5. sowieso keine Chance hatten, ihrem politischen Willen Ausdruck zu verleihen. Kann natürlich sein, dass ich mich da irre.
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Also wenn Du den Separatisten schon die Legitimation für den bewaffneten Kampf absprichst, dann wird es schwierig, den AT-Einsatz zu verurteilen - außer punktuell (z.B. Odessa). Kann ja gut sein, die Artillerie schiesst auf Gebäude, von wo aus vorher Separatisten geschossen haben. So genau sind da die Berichte nicht. Ähnlich auch der Luftangriff am 2. Juni in Lugansk: schliesslich war das Gebäude von Bewaffneten besetzt. Da dann zum Zeitpunkt des Luftangriffs Zivilisten davor stehen, ist ein Kollateralschaden. Den will man immer vermeiden, klappt aber in keinem Krieg.
Es ist in schmutzigen Kriegen (in denen sich nur zum Teil reguläre Streitkräfte gegenüberstehen) übliche Praxis, dass die Zivilbevölkerung als Schutzschild gleich mehrmals mißbraucht wird. Zuerst einmal um zivile Opfer bewußt in Kauf zu nehmen um diese dann der Welt vor zu führen. Danach als Argumentation für immer weitere Kämpfe. Zuletzt will man der Bevölkerung auch noch klar machen, dass man ganz in ihrer Nähe ist, um sie zu schützen. Perverser gehts eigentlich nicht mehr! Dann zeigt man noch die weinenden Mütter.... Kannst du überall auf der Welt beobachten. Terror eben.

