Das was uns gefickt hat, war der 4 Kreuzzug. Denke ab dahin konnte man klar sagen, dass es sich langsam den Ende zu neigt.
Mit dem Untergang von Byzanz habe ich mich lange Zeit beschäftigt. Das ist ein sehr Komplexer Prozess gewesen, der über 400 Jahre gedauert hat. Der 4. Kreuzzug war
zwar ein herber Schlag, aber ganz sicher nicht der Todesstoß.
Begonnen hatte alles mit dem Tod von Basil II. Dieser hatte nämlich keinen Nachfolger hinterlassen und stürzte Byzanz in die Krise des 11. Jahrhunderts. Während dieser
zeit sank der Goldanteil des Solidus von 100% auf 12% oder so. Außerdem brach die byzantinische Herrschaft auseinander. Bulgarien, Trapezunt, Zypern, etc.
In diese Zeit fällt auch die Niederlage bei Manzikert. Erst Alexios I. Komnenos hat den Niedergang aufhalten können. Die Komnenen waren sehr erfolgreich und haben
Byzanz wieder zu einem Machtfaktor gemacht.
Am Ende der Komnenen-Periode kam eine Reihe extrem unfähiger Herrscher. Vor allem Isaak war der nichtsnutzigste Lappen den es je gegeben hat. Deswegen kam:
Der 4. Kreuzzug. Das war zwar ein herber Schlag, aber auch nicht das Ende. Epirus hatte in kürzester Zeit große Teile des Balkans wieder unter griechische
Kontrolle gebracht. Nur war die Schlacht von Klokonitsa gegen Bulgarien die wohl größte Niederlage der Griechen im Mittelalter. So gar verheerender als Manzikert. Damit brach
die griechische Staatenwelt auf dem Balkan endgültig zusammen. Doch das Schicksal meinte es gut mit uns, denn die Petschengen machten dem großen Bulgarenreich 1242 den
gar aus. Damit gab es wieder ein Chance. Nikaia landete mit Truppen auf dem Balkan und eroberte Konstantinopel und große Teile des Balkans zurück.
Aufgrund von mehreren Bürgerkriegen wurde das gesamte Heer auf den Balkan gebracht. Die türkischen Reiter hatten zwischen 1282 (Tod von Michael Palaiologos - dem ersten Palaiologos)
und 1340 so gut wie nur gegen griechische Wehrbauern gekämpft. Das hauptheer war durchgehend auf dem Balkan. Der Verlust des Reichen Provinzen in Kleinasien beschleunigte den Verfall.
Mit so Fehlschlägen wie der Katalanischen Kompanie hatte man lediglich Griechenland Verwüstet. Beim Bürgerkrieg 1341 versprach Palaiologos den Serben alle gebiete zu, die sie erobern konnten,
nur damit er den Thron kriegt. nach diesem Bürgerkrieg war es endgültig vorbei. Man war nur noch Spielball der Serben und Türken. Selbst die Albaner hatten in Epirus das sagen.
Insgesamt ne traurige Geschichte.
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Ich denke die Osmanen hätten sich durchaus auf dem Balkan festgesetzt und Byzanz belagert.
Ich denke das hätte von der Fähigkeit der Byzantiner abgehangen ihre Flotte wieder aufzubauen. Außerdem solltest du nicht vergessen, dass die Osmanen etwa 10 Jahre lang auf dem Balkan übergingen ohne
Gegenwehr, weil Byzanz zu schwach war um auch nur 1000 Soldaten nach Kallipoli zu schicken. Ohne den Niedergang nach dem Bürgerkrieg hätte es da schon anders ausgesehen. Ohne Ruhe hätten die Türken
wohl kaum auf dem Balkan Fuß fassen können. Ist aber alles nur Spekulation.