Die türkische Regierung betrügt mit höchster wahrscheinlich immer noch nicht mehr bei den Infektionszahlen sondern bei den toten.
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Es habe weder ein Erdbeben noch eine andere grassierende Infektionskrankheit neben Covid-19 gegeben. Die Regierung müsse die hohen Todeszahlen erklären und transparent sein, fordert Koc. Die "nebulöse" Politik im Umgang mit der Pandemie führe zu Fragezeichen und Misstrauen bei den Menschen.
Türkei: Verschleiert die Regierung das Ausmaß der Pandemie?
Im Frühjahr schien es, als würde die Türkei gut durch die Corona-Pandemie kommen. Doch: Die Zahlen waren verfälscht. Inzwischen hat sich die Lage verschärft.
Im Frühjahr schien es, als würde die Türkei gut durch die Corona-Pandemie kommen. Doch: Die Zahlen waren verfälscht. Inzwischen hat sich die Lage verschärft – und wieder gibt es Vorwürfe gegen die Regierung.
Todesursache: Infektionskrankheiten
Als Todesursache werde Covid-19 nicht offiziell verzeichnet, die Verstorbenen würden auf dem Totenschein unter der Kategorie "Infektionskrankheiten" eingetragen, führt Koc aus. Das sei ein weites Feld. Von Cholera bis zur Grippe gehörten alle mögliche Krankheiten dazu. Um einen Eindruck darüber zu bekommen, wie viele Menschen in Istanbul mit Covid-19 gestorben seien, habe er die Sterberaten verglichen: In den Jahren 2016-2019 seien in Istanbul im November durchschnittlich rund 6.000 Menschen gestorben, also etwa 200 pro Tag. Im November diesen Jahres waren es demnach 11.500 – also fast doppelt so viel.Es habe weder ein Erdbeben noch eine andere grassierende Infektionskrankheit neben Covid-19 gegeben. Die Regierung müsse die hohen Todeszahlen erklären und transparent sein, fordert Koc. Die "nebulöse" Politik im Umgang mit der Pandemie führe zu Fragezeichen und Misstrauen bei den Menschen.
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