In den USA entsteht eine ungewöhnliche Allianz gegen ICE-Gewalt
Die Tötung von Alex Pretti könnte für Trump und seine Regierung zu einem "Epstein-Moment" werden, indem sich Druck von beiden Seiten des politischen Spektrums aufbaut
Alex Pretti könnte ein Opfer zu viel gewesen sein. Der 37-Jährige, der am Samstag von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis erschossen wurde, vereinte viele Merkmale auf sich, die Anlass für eine ungewöhnliche Allianz gegen das gewaltsame Vorgehen der Trump-Regierung sein könnten.
Einerseits war er ein weißer Mann mit einer US-Staatsbürgerschaft. Vorwürfe, dass es sich um einen "Illegalen" handelt, der nur seiner rechtmäßigen Abschiebung entgehen wollte, greifen nicht. Außerdem hatte er außer ein paar Parktickets keine Vorstrafen. Es handelt sich also auch um keinen Verbrecher, der es laut Einstellung mancher Radikalen verdient hätte, getötet zu werden.
Des Weiteren war Pretti Intensivpfleger in einem Krankenhaus für Veteranen. Er gehörte also einem Berufsstand an, der auf beiden Seiten des politischen Spektrums hohes Ansehen genießt – und das nicht erst seit den Bildern von überarbeiteten Fachkräften während der Covid-Pandemie. Und er war Waffenbesitzer, wodurch auch ungewöhnliche Gruppen zur Verteidigung seiner Ehre ausreiten.
Etwa die mächtige Waffenlobby NRA, die am Sonntag in den sozialen Medien einen republikanischen Offiziellen kritisierte. Billy Essayli, ein von Trump eingesetzter stellvertretender Staatsanwalt in Kalifornien, hatte das ICE-Vorgehen nach Prettis Tod verteidigt. Jeder, der sich der Polizei mit einer Waffe nähere, riskiere, erschossen zu werden. Eine "Dämonisierung gesetzestreuer Bürger", stellt die NRA fest und fordert eine umfassende Untersuchung des Vorfalls.
Schweigen und Kritik der Republikaner
Die Tötung von Alex Pretti könnte für Trump und seine Regierung zu einem "Epstein-Moment" werden, indem sich Druck von beiden Seiten des politischen Spektrums aufbaut
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