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Nachrichten aus Italien notizie dall'italia

Venedig und Moskau – wie die Biennale Russland trotz Sanktionen zurückholt
Interne Kommunikation zeigt ein Bild, das nicht zu den offiziellen Aussagen passt. Die Leitung der Biennale von Venedig hat offenbar aktiv daran mitgewirkt, russischen Beteiligten trotz geltender Beschränkungen die Einreise zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen Präsident Pietrangelo Buttafuoco und Generaldirektor Andrea Del Mercato. Beide sollen sich persönlich dafür eingesetzt haben, dass der russische Kurator Pjotr Musojew nach Venedig reisen kann.

Ausgangspunkt war eine Anfrage von Anastasia Karneeva, Kommissarin des russischen Pavillons. Ohne eine offizielle Einladung, so machte sie deutlich, würden russische Staatsbürger von italienischer Seite keine Visa erhalten. Am 25. November reagierte Del Mercato und stellte die Einladung in Aussicht. Gleichzeitig verwies er auf Unterstützung aus der italienischen Botschaft in Moskau. Federico Palmieri soll zugesichert haben, dass Musojew ohne Termin im Visa-Zentrum vorsprechen kann und alles versucht werde, eine Mehrfachvisa zu ermöglichen. Einschränkungen durch neue EU-Regeln wurden zwar erwähnt, änderten aber offenbar nichts am Vorgehen.

Parallel wurde ein Konzept entwickelt, das die Präsenz Russlands formal begrenzt. Der Pavillon soll nur vom 5. bis 8. Mai physisch zugänglich sein. Danach wird die Ausstellung lediglich über Bildschirme gezeigt, die nach außen gerichtet sind, sodass Besucher das Gebäude nicht betreten müssen. Russische Künstler reisen nur für diese wenigen Tage an, um eine Audioarbeit mit dem Titel „Der Baum schlägt Wurzeln in den Himmel“ aufzunehmen, die anschließend dauerhaft abgespielt wird.

 
Jury tritt aus Protest geschlossen zurück
Die heurige Kunstbiennale in Venedig sorgt schon vor dem Startschuss für zahllose Schlagzeilen: Wochenlang hat es Proteste gegen die angekündigte Rückkehr Russlands zur Biennale gegeben, zuletzt auch gegen die Teilnahme Israels. Die Zerwürfnisse gipfelten am Donnerstag im geschlossenen Rücktritt der Jury – wenige Tage, bevor die älteste Kunstbiennale der Welt ihre Pforten öffnen soll.

Wie die „New York Times“ am Donnerstag berichtete, gab es nur eine kurze Erklärung der Jury in der Kunstpublikation eFlux, in der sie ihren Rücktritt verkündete. Die fünfköpfige Preisjury unter Vorsitz der brasilianischen Kuratorin Solange Farkas begründete den Schritt mit ihrem Unwillen, Künstlerinnen und Künstler aus Ländern auszuzeichnen, deren Führungen vom Internationalen Strafgerichtshof untersucht würden.

Der Entscheidung war bereits eine ähnliche Erklärung am 23. April vorausgegangen: Man werde keine Kunstschaffenden aus solchen Ländern auszeichnen.

Israel empört
In beiden Statements nannte die Jury keine Länder namentlich. Der Internationale Strafgerichtshof erließ gegen Israels Premier Benjamin Netanjahu und seinen ehemaligen Verteidigungsminister Joav Galant wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit Israels Vorgehen im Gazastreifen Haftbefehle. Auch gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin wurde ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen in der Ukraine erlassen.

 
Deepfake-Foto von Giorgia Meloni in Unterwäsche sorgt für Aufregung
Die italienische Regierungschefin wehrt sich gegen ein sexualisiertes KI-Foto: Solche Bilder seien "ein gefährliches Werkzeug", weil sie jeden täuschen und manipulieren könnten

In Reaktion auf das neueste Deepfake-Foto zu ihrer Person – es zeigt die italienische Regierungschefin in Unterwäsche auf einem Bett – zeigte sich Giorgia Meloni zunächst von ihrer selbstironischen Seite: "Ich muss zugeben, dass derjenige, der das Foto erstellt hat, mich deutlich besser aussehen lässt", schrieb sie auf X. Doch dann wurde sie ernst: Deepfakes seien "ein gefährliches Werkzeug", weil sie jeden täuschen und manipulieren und jedem Schaden zufügen könnten. Und sie beträfen beileibe nicht nur sie.

"Ich kann mich zur Wehr setzen. Viele andere können das nicht. Deshalb sollte man sich immer an die folgende Regel halten: Erst überprüfen, ehe man etwas glaubt; und erst glauben, ehe man etwas teilt. Denn was heute mir passiert ist, kann morgen jedem widerfahren", schrieb Meloni.

Das KI-generierte Foto, das die Regierungschefin zu ihrer öffentlichen Reaktion veranlasst hatte, war von einem gewissen "Roberto" geteilt worden. Dieser hatte das Foto offenbar für echt gehalten und geglaubt, es sei von Meloni höchstpersönlich ins Netz gestellt worden. Jedenfalls regte sich "Roberto" in seinem Post heftig auf: "Dass sich eine Ministerpräsidentin in dieser Weise zur Schau stellt, ist wirklich beschämend und ihrer institutionellen Rolle unwürdig. Aber sie weiß nicht, was Scham ist", ereiferte sich "Roberto". Auch andere "eilfertige politische Gegner" hätten das Foto wohl für bare Münze genommen, stellte Meloni fest. Ihr Post wurde am Dienstag und Mittwoch millionenfach geteilt.

 
Italien: Sammelklage gegen Meta und TikTok
Elternverbände und Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Justiz haben in Italien eine Sammelklage gegen Meta und TikTok gestartet. Die Initiatoren werfen den Plattformen vor, Minderjährige gezielt an soziale Netzwerke zu binden und deren psychische Gesundheit zu gefährden. Es handelt sich um die erste Sammelklage dieser Art europaweit.

Nach Angaben der Kläger richtet sich das Verfahren insbesondere gegen angeblich unzureichende Alterskontrollen sowie gegen algorithmische Mechanismen, die Jugendliche möglichst lange auf den Plattformen halten sollen. Fachleuten zufolge könnten die Algorithmen das entwickelnde Gehirn „überstimulieren“ und Anfälligkeit für impulsives Verhalten und Abhängigkeiten erhöhen.

Die Initiatoren fordern unter anderem strenge Systeme zur Altersverifikation, die Abschaffung suchtfördernder Funktionen wie „endloses Scrollen“ sowie eine deutlichere Aufklärung über Risiken exzessiver Nutzung.

„Zehn Millionen Betroffene“
Nach Darstellung der Kläger nutzen in Italien rund 3,5 Millionen Kinder zwischen sieben und 14 Jahren soziale Netzwerke – trotz gesetzlicher Altersgrenzen. Einschließlich der Familien seien damit etwa zehn Millionen Menschen von den Folgen betroffen.

 
Venedig-Biennale im Ausnahmezustand
Ein Unterwasserthemenpark, ein Plattenbau in der Lagune und eine Hauptausstellung, die Kunst ins Zentrum rückt, die an den Rändern entsteht. Am Samstag hätte die 61. Kunstbiennale in Venedig feierlich eröffnet werden sollen. Die offizielle Zeremonie wurde jedoch abgesagt. Am Freitag schlossen 27 Länderpavillons ihre Pforten, um gegen die Teilnahme Israels zu protestieren. Bereits im Vorfeld verdeckten politische Debatten rund um die Teilnahme Russlands und Israels die Auseinandersetzung mit der Kunst.

Die Aktivistengruppe Art Not Genocide Alliance (ANGA) hatte dazu aufgerufen, ein politisches Zeichen gegen die Teilnahme Israels zu setzen. Auch der österreichische Pavillon schloss sich an. Das Team der „Seaworld Venice“ im Österreich-Pavillon bestehe aus mehr als 17 Nationen, hieß es gegenüber der APA. „Einige Teammitglieder haben sich dazu entschlossen, an dem Streik teilzunehmen.“

Nach dem Rücktritt der Biennale-Jury und der Absage einer feierlichen Eröffnung gestaltet sich der Auftakt durchwachsen. Dabei darf sich Österreich über maximale Aufmerksamkeit freuen. Dass der Auftritt der Theaterperformerin Florentina Holzinger zu den Höhepunkten zählt, war bereits in der Previewwoche klar. Bis zu drei Stunden Wartezeit nahmen Besucherinnen und Besucher in Kauf, um Holzingers Kunstspektakel live mitzuerleben.

Spektakel als Echtzeiterlebnis
Für „Seaworld Venice“ flutete Holzinger Josef Hoffmanns ikonischen Kunsttempel und inszenierte einen Performance-Remix zwischen Kunstgeschichte und Ökokollaps, bei dem am Ende die Wassermassen nicht mehr gebändigt werden können – ein eindrückliches Bild in der vom Untergang bedrohten Lagunenstadt.

 
Silvia Salis gilt in Italien als Hoffnungsträgerin der Linken. Die frühere Olympia-Hammerwerferin wuchs in einem Arbeiterbezirk Genuas auf, gewann zehn italienische Meistertitel, Gold bei den Mittelmeerspielen und nahm zweimal an Olympischen Spielen teil.
2025 gewann sie als unabhängige Kandidatin die Bürgermeisterwahl in Genua mit 51,5 Prozent – getragen von einem Mitte-Links-Bündnis aus Sozialdemokraten, Fünf-Sterne-Bewegung, Grünen und kleineren Listen. Damit beendete sie acht Jahre rechte Stadtregierung.
Seither setzt Salis soziale und progressive Akzente: Mindestlohn bei städtischen Aufträgen, Unterstützung für streikende Arbeiter, Anerkennung von Kindern aus Zwei-Mütter-Familien und ein Büro für LGBTQIA+-Rechte.
Heute wird sie als mögliche Anti-Meloni für 2027 gehandelt – und als Beweis, dass die Rechte schlagbar ist, wenn sich die Opposition einigt und glaubwürdig bleibt.

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Auto rast in Italien in Menschenmenge: Mehrere Verletzte
In der norditalienischen Stadt Modena ist heute ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast. Acht Menschen seien verletzt worden, davon vier schwer, hieß es von den Behörden der Stadt und der Polizei.

Die Hintergründe sind noch unklar, es handle sich jedoch um einen „äußerst schweren Vorfall“. Zunächst war von sieben Verletzten die Rede. Der Fahrer, ein 31-Jähriger marokkanischer Herkunft, sei festgenommen worden. Er soll als psychisch instabil gelten.

Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag im Zentrum von Modena. Der Wagen raste laut Polizei in eine Straße der Altstadt. Dort fuhr der Wagen in die Menschenmenge. Der Fahrer versuchte danach zu fliehen und verließ das Auto mit einem Messer in der Hand.

Er habe einen Passanten niedergestochen, der versucht habe, ihn aufzuhalten, hieß es weiter. Mehrere Passanten verfolgten den Mann und konnten ihn überwältigen.

 
Terrorist mit marokkanischem Hintergrund fährt Passanten über den Haufen und sticht anschliessend mit einem Messer auf Menschen ein:

https://www.20min.ch/story/modena-z...rt-ueberall-blut-schuhe-und-taschen-103565385

Ja, Terrorist ist natürlich Fake-News, war aber nicht anders von dir zu erwarten. Bei den Opfern war auch ein Ägypter.
Fakten:
Der 31-jährige Täter Salim El Koudri litt laut den sichergestellten Krankenakten an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung und war bis vor zwei Jahren in psychiatrischer Behandlung.
Keine Radikalisierung: Bei Hausdurchsuchungen durch die Ermittler wurden keinerlei Hinweise auf extremistische Verbindungen oder eine islamistische Radikalisierung gefunden. Es gibt auch kein Bekennerschreiben.
Keine Vorstrafen: Der in Italien geborene Mann mit marokkanischen Wurzeln war polizeilich zuvor völlig unauffällig und hatte keine Vorstrafen. Er hat einen Hochschulabschluss in Wirtschaftswissenschaften und war zuletzt erfolglos auf Stellensuche.
Keine Substanzen: Alkohol- und Drogentests nach der Tat verliefen negativ

Die Behörden und Anti-Terror-Einheiten prüften ein terroristisches Motiv zunächst routinemäßig, da die brutale Vorgehensweise (mit einem Auto gezielt in eine Fußgängerzone zu rasen) stark an frühere Terroranschläge wie in Nizza erinnerte.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen mehrfachen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung
 
Vielleicht kann man ja statt dessen ein paar Hamas oder Hisbollah-Terroristen einladen
Rom: Regenbogenparade schließt jüdische Organisation aus
Die Veranstalter der diesjährigen „Roma Pride“ hat Italiens einzige jüdische LGBTQ-Organisation Keshet Italia von der Teilnahme mit einem eigenen Wagen ausgeschlossen, wie gestern Medien berichteten.

Hintergrund ist ein Streit über die Haltung der Organisation zum Gaza-Krieg. Zwar stehe die Parade grundsätzlich allen offen, die sich den Werten der Pride-Bewegung verbunden fühlten. Für einen offiziellen Wagen müsse jedoch die politische Plattform der Veranstaltung mitgetragen werden, so die Veranstalter.

Kritisiert wurde, dass sich Keshet Italia nach Ansicht der Veranstalter nicht klar genug vom Vorgehen Israels im Gazastreifen distanziert habe. Die „Roma Pride“ soll am 20. Juni stattfinden.

„Politisch motivierter Ausschluss“
Keshet Italia beklagte einen politisch motivierten Ausschluss. Die Organisation erklärte, „Roma Pride“ habe „die Maske fallen lassen“. Auch der European Jewish Congress (EJC) kritisierte die Entscheidung. Es dürfe nicht davon abhängen, ob jüdische Organisationen bestimmte politische Narrative unterstützten, um an einer Veranstaltung teilnehmen zu können.

 
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