Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Antisemitismus:Erziehung zum Hass

Interessiert jemanden auch was Israel im völkerrechtlich widrig besetzten Westjordanland macht?




Zeit online
Ja, ist im entsprechenden Thema zu finden. Trotzdem ist Antisemitismus hier verboten. Es gibt dazu auch in Deutschland und Österreich Gesetze

Welcome back

 
Granate nahe Synagogen abgelegt
Einen Großeinsatz der Polizei hat heute der Fund einer Handgranate in der Leopoldstadt ausgelöst. Die nicht funktionsfähige Granate war gegenüber von zwei Synagogen in der Tempelgasse in einem Hauseingang abgelegt worden. Einen direkten Zusammenhang sehen die Ermittler derzeit nicht.

Die Granate war am Sonntagvormittag von einem Mitarbeiter einer der beiden Synagogen entdeckt worden. Sie war in einem weißen Tuch eingewickelt. Der Mitarbeiter informierte die Polizei, die mit dem Entschärfungsdienst anrückte. Eine großräumige Sperre wurde veranlasst, da eine akute Gefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Granate wurde von den Sprengstoffspezialisten abtransportiert.

Die Untersuchung zeigte, dass es sich um eine F1-Granate aus den 1970er Jahren handelt. Zudem soll sich kein Sprengstoff in der Granate befinden und die Zündung nicht funktionsfähig sein. Warum und von wem der ausgediente Sprengkörper in dem Haus deponiert wurde, ist jetzt Gegenstand von Ermittlungen. Einen direkten Bezug zu den Synagogen bzw. eine antisemitische Intention können die Ermittler derzeit nicht erkennen, hieß es vonseiten der Polizei.

Kein Drohschreiben
Ein Drohschreiben oder einen Hinweis, dass das Ziel der abgelegten Granate eine der beiden Synagoge sei, gibt es nicht. Wegen der Nähe zu den Synagogen war der Verfassungsschutz eingeschaltet worden.

 
Hate Crimes richteten sich besonders häufig gegen Juden
307 Anklagen erfolgten wegen Straftaten gegen Menschen aufgrund ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft. Es gab 71 Verurteilungen wegen Straftaten gegen Jüdinnen und Juden

Wien – Seit 12. Mai muss die Justiz vorurteilsmotivierte Straftaten genau kategorisieren. Im IT-System muss aufgrund eines Erlasses von Ministerin Anna Sporrer (SPÖ) also das jeweilige Motiv eines Hate Crimes (Hassverbrechen) erfasst werden. Am häufigsten sind dabei die Motive nationale/ethnische Herkunft (115 Verurteilungen, 307 Anklagen) und die Ablehnung von westlichen Demokratien (44/151), zeigt eine APA-Anfrage. Besonders häufig richteten sich Hate Crimes 2025 auch gegen Jüdinnen und Juden.

Nämlich gab es im Vorjahr 114 Anklagen mit diesem Vorurteilsmotiv, 430 Fälle wurden eingestellt und 17 diversionell erledigt. An den Gerichten endeten 71 Verfahren wegen Straftaten gegen Juden mit Verurteilungen, elf mit Freisprüchen. Ob diese hohe Zahl eine Folge des wiederaufgeflammten Nahostkonflikts nach dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist, lässt sich anhand der Zahlen nicht sagen, da man schlicht keine Zahlen zum Vergleich von davor hat, hieß es aus dem Justizressort auf APA-Nachfrage. 42 Fälle von Straftaten gegen Muslime und zwei gegen Christen führten zu Anklagen. Vor Gericht führten diese zu elf bzw. einem Schuldspruch.

 
Eurobarometer ortet Anstieg des Antisemitismus
Laut einer heute veröffentlichen Eurobarometer-Umfrage haben mit 47 Prozent fast die Hälfte der Europäerinnen und Europäer einen Anstieg des Antisemitismus in ihrem Land wahrgenommen; im Vergleich zu 2018 waren das um elf Prozentpunkte mehr. Die Umfrage wurde im November vergangenen Jahres durchgeführt.

In Österreich stieg dieser Wert deutlich von 33 auf 50 Prozent. Über die Hälfte der EU-Bürger sehen laut der Umfrage Antisemitismus als Problem in ihrem Land.

Zu den am häufigsten wahrgenommenen Auswirkungen von Antisemitismus zählen Feindseligkeiten und Drohungen gegenüber jüdischen Menschen auf der Straße und an anderen öffentlichen Orten, antisemitische Graffiti sowie Vandalismus gegen jüdische Gebäude und Einrichtungen, Onlinebeschimpfungen und -drohungen sowie tätliche Angriffe auf jüdische Menschen.

Kallas: Bedrohungen nehmen neue Formen an
81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges werde weltweit der höchste Grad an Antisemitismus seit der Schoah erlebt, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.

Die Bedrohungen würden auch neue und beunruhigende Formen annehmen wie den Einsatz von KI-generierten Inhalten, um die Grenze zwischen Fakten und Fiktion zu verwischen, so Kallas. Sie betonte die wichtige Rolle der EU im globalen Kampf gegen Antisemitismus.

UNESCO: Antisemitismus in Schulen verbreitet
Mehr als drei Viertel der Lehrerinnen und Lehrer in der EU sind nach einer Umfrage der UNO-Kulturorganisation UNESCO mit antisemitischen Vorfällen in ihrem Unterricht konfrontiert.

Die anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags veröffentlichte Untersuchung zeige auch ein alarmierendes Ausmaß an Holocaustleugnung und körperlicher Gewalt gegen jüdische Schüler und Schülerinnen.

 
Blinde Flecken im Kampf gegen den Antisemitismus?
Bildungs- und Erinnerungsarbeit über den Nationalsozialismus sind hilfreich. Angesichts des auf Israel bezogenen Antisemitismus bedarf es jedoch neuer Angebote

Historiker Gerald Lamprecht und Soziologe Niklas Herrberg gehen in ihrem Gastkommentar der Frage nach, ob und wie Erinnerungsarbeit funktioniert. Es sollte vermehrt "Augenmerk auf die Erforschung der Wirkung von Bildungsmaßnahmen im Kampf gegen Antisemitismus" gelegt werden.

Viele Mittel wurden in den vergangenen Jahren in die Hand genommen und ernsthafte Anstrengungen im Feld der Erinnerungsarbeit, der Bildung über den Holocaust und im Kampf gegen Antisemitismus unternommen. Und trotzdem zeigen Erhebungen, wie jene der Antisemitismusmeldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), oder die seit 2018 alle zwei Jahre durchgeführten Antisemitismusstudien im Auftrag des Parlaments, einen massiven Anstieg des Antisemitismus. Sind also unsere Erinnerungsarbeit und die "Holocaust Education" gescheitert? Ist Bildung vielleicht gar der falsche Ansatzpunkt für Prävention von Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit?

Auch in diesem Jahr wird im österreichischen Parlament anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages in einem offiziellen Gedenkakt der Opfer des Holocaust gedacht werden. 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Jänner anlässlich der 60. Wiederkehr der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Truppen zum Gedenktag. Die Uno forderte damals ihre Mitglieder auf, eigene Bildungsprogramme zu entwickeln, damit "künftige Generationen aus dem Holocaust" lernen. Holocaust-Education und allgemein die Erinnerung an den Holocaust sollten der Prävention gegen "alle Formen religiöser Intoleranz, Aufwiegelung, Belästigung oder Gewalt gegen Personen oder Gemeinschaften aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder religiösen Überzeugung" dienen.

 
Der Nazi von heute:
Nennt Juden Finanzelite
Nennt Deportation Remigration
Nennt Rassenlehre Biopolitik
Nennt Faschismus Kulturkampf
Nennt Medien Lügenpresse
Nennt Aufklärung Indoktrination

Aber sonst ist es,
wie bei Raider und Twix.
Am braunen Inhalt
ändert das nix.

Mathias Eberlein
@tkdmatze.bsky.social (bsky.app in Bing)

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Antisemitismus ist kein Randphänomen
Der Judenhass ist in Universitäten, im Kunstbetrieb, auf Schulhöfen, in sozialen Netzwerken und auf der Straße angekommen. Sich gegen ihn zu stellen, ist ein Kampf um Demokratie und Freiheit

Kulturmanager Gerald Matt schreibt in seinem Gastkommentar über den wachsenden Antisemitismus und über Versuche einer Diskursverschiebung.

Nun hat sich ein Verein in Wien gegründet, der den wachsenden Antisemitismus und die zunehmende Einschränkung des jüdischen Lebens auch in Österreich beklagt und Solidarität mit Israel fordert.

Antisemitische Gewalt und die Bedrohung jüdischer Mitbürger nimmt in westlichen Demokratien zu – von der Menschenjagd auf israelische Fußballfans in Amsterdam bis zum Anschlag in Liverpool. An der Berliner Uni wurde ein jüdischer Student halb totgeschlagen, während der Antisemitismusbeauftragte Brandenburgs Morddrohungen erhält. Islamistische Propaganda glorifiziert Gewalt gegen Juden, Sicherheitsbehörden warnen vor erhöhter Terrorgefahr. Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz etwa taxiert das Islamismuspotenzial allein in Deutschland mit über 27.000 Personen, und dies parallel zu einer Migrationspolitik, die kulturelle Konflikte systematisch verdrängt und ihre Folgen tabuisiert.

"Der Zustand jüdischen Lebens ist ein Seismograf für den Zustand der Freiheit insgesamt."
Seit Jahren werden Warnungen davor, dass ungesteuerte Migration aus islamisch geprägten Ländern den Antisemitismus im Westen verstärkt, reflexhaft als "rechts", "islamophob" oder "rassistisch" diskreditiert. Diese moralische Abwehrhaltung hat den öffentlichen Diskurs verengt – und sie hat jüdisches Leben schutzloser gemacht. Denn Antisemitismus ist kein Randphänomen mehr. Er ist in Universitäten, im Kunstbetrieb, auf Schulhöfen, in sozialen Netzwerken und auf den Straßen angekommen.

Tiefes Milieuproblem
So propagiert die BDS-Bewegung gar den totalen politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Totalboykott Israels. Ebenso offenkundig ist die stillschweigende Diskriminierung israelischer Künstlerinnen und Künstler in Museen und bei Biennalen. Auch markieren die einseitigen Profilierungsstrategien des Festwochenintendanten Milo Rau sowie der von der neuen Mumok-Direktorin Fatima Hellberg unterzeichnete Offene Brief gegen Israel keinen Ausrutscher, sondern stehen längst für ein tiefes Milieuproblem. Unter dem Deckmantel von Postkolonialismus und Antiimperialismus wird in Kunstkreisen allzu oft Judenhass salonfähig gemacht und jedwede Kritik am radikalen Islamismus als Rassismus delegitimiert. Karl Markus Gauß weist in einem brillanten Text zu Jean Améry auf dessen 1969 veröffentlichten Essay "Der ehrbare Antisemitismus" hin: "Dieser neue Antisemitismus von damals will freilich nicht als solcher gelten, wie der heutige sucht er nach ehrbaren Gründen, die ihn rechtfertigen, und achtbar machen."

 
Anschlag auf jüdische Schule in Amsterdam, keine Verletzten gemeldet
Die Bürgermeisterin spricht von einem gezielten Angriff auf die jüdische Gemeinde. Die Detonation habe nur begrenzten Schaden verursacht

Amsterdam – Bei einer Explosion in Amsterdam ist am Samstagmorgen eine jüdische Schule beschädigt worden. Bürgermeisterin Femke Halsema sprach von einem gezielten Angriff auf die jüdische Gemeinde, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP meldete.

Die Detonation habe nur begrenzten Schaden verursacht, sagte Halsema demnach. Es wurden keine Verletzten gemeldet, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. (Reuters, 14.3.2026)


 
Antisemitischer Brandanschlag auf jüdische Gemeinde in London
In der Nacht auf Montag kam es zu einem Brand im Londoner Vorort Golders Green. Auch Explosionen wurden gemeldet, Verletzte gab es keine

London – Nach einem Feuer im Londoner Bezirk Barnet ermittelt die Polizei wegen des Verdachts eines antisemitisch motivierten Brandanschlags. Vier Krankenwagen des Rettungsdienstes der jüdischen Gemeinde wurden laut Polizei in Brand gesetzt. Der Vorfall werde als antisemitisches Hassverbrechen behandelt. Festnahmen gab es zunächst keine. Die Einsatzkräfte waren in der Nacht auf Montag zu dem Brand im Vorort Golders Green gerufen, wo viele Menschen jüdischen Glaubens leben.

Vorsorglich wurden mehrere Häuser evakuiert. Verletzte gebe es keine, die Feuer seien gelöscht, hieß es. Derzeit gehe man von drei Tatverdächtigen aus, sagte die leitende Polizeibeamtin Sarah Jackson. Die Feuerwehr berichtete, mehrere Gasflaschen an den Fahrzeugen seien explodiert und dadurch in einem benachbarten Wohnblock Fenster zerbrochen. 40 Feuerwehrleute waren vor Ort. Auch die Polizei erklärte, man habe von Explosionen gehört und gehe davon aus, dass diese durch die Gasflaschen verursacht worden seien.

 
Zurück
Oben