Stimmt von ein paar Räubern und Vagabunden .
Das müssen aber ziemlich viele "Räuber und "Vagabunden" gewesen sein...
Als Arabische Revoltebezeichnet man den von 1916 bis 1918 mit Unterstützung derEntente geführten Aufstand in den arabischen Gebieten desOsmanischen Reiches gegen die türkische Herrschaft.
Es gibt einen Briefwechsel zwischen MacMahon, dem britischen Gouverneur in Ägypten, und dem Scherifen Ḥusain, in dem die britische Seite eine Hilfe bei der arabischen
Unabhängigkeit zusagt, wenn die Araber sich gegen das Osmanische Reich erheben, aber
dies alles blieb sehr vage. Insbesondere gab es keine klaren Abmachungen über die
Nordgrenze des eventuell zu gründenden arabischen Staates, und auch keine Aussagen
über die Zukunft der Regionen westlich von Damaskus, also dem Libanon-Gebirge mit seiner
sehr weitgehend christlichen Bevölkerung. Allerdings machten die Briten in dieser
Korrespondenz die Zusage, sie würden im Falle eines Sieges der Ausrufung eines
arabischen Kalifats auf der Arabischen Halbinsel und in Teilen Groß-Syriens zustimmen. (Ein
Kalifat sollte es sein, denn damit wäre der Scherif praktisch der unangefochtene Kandidat für
dieses Amt; gleichzeitig war dies eine Spitze gegen die osmanische Regierung, die ja die
kalifats-betonte Politik unter Abdülhamid fallen gelassen hatte; auch konnte man gut
begründen, warum kein osmanischer Sultan je rechtmäßig Kalif gewesen war.)
Ungeachtet dieser Unklarheiten rief der Scherif im Juni 1916 zum Aufstand gegen die
Osmanen auf, und bald erreichten die arabischen Truppen, gemeinsam mit den Briten unter
General Allenby, das Ostufer des Suezkanals, von wo aus dann der Vormarsch nach
Palästina und Syrien begann.
Dass es zur Gründung dieses arabischen Kalifats nicht gekommen ist und was stattdessen
kam, wird in der nächsten Stunde behandelt.
Der Kalif verhielt sich so, als wäre er ein Sultan. Das verursachte im Land Spannungen. Daraufhin beschloss Atatürk, nachdem er sich am 14. Februar 1924 in Izmir mit den Kommandeuren beraten hatte, das Kalifat abzuschaffen. Inzwischen ging der Kalif mit seinen Forderungen, seine Kompetenzen zu erweitern, noch weiter. Dies beschleunigte die Realisierung des Beschlusses. Die große Türkische Nationalversammlung schaffte daraufhin das mit der gesellschaftlichen und laizistischen Revolution in Konflikt stehende Kalifat am 3. März 1924 ab.
Durch das Gesetz mit der Nummer 431 wurde das Kalifat abgeschafft mit der Begründung, dass die republikanische Staatsform und die Institution des Kalifats sich widersprächen. Damit wurden die Janusköpfigkeit des Staates und das Risiko eines Wiederaufbaus des Sultanats beseitigt. Dies hat man in der Literatur als Eingriff in den traditionellen islamischen Staat angesehen. Aber es ebnete den Weg zum laizistischen Staat, der nicht vom Islam geprägt wurde. An der Stelle des Kalifats wurde das Präsidium für Religionsahngelegenheiten errichtet. Nach der Abschaffung des Kalifats wurde sowohl in der Türkei als auch in anderen islamischen Ländern die Forderung laut, dass Atatürk selbst diese Institution übernehmen solle. Das wäre aber das Ende der kemalistischen Revolution gewesen. Atatürk hat jedenfalls diese Vorschläge überhöht und nicht ernst genommen. Erst damit wurde die Einführung des Laizismus in der Türkei ermöglicht.