Zehn Jahre Brexit-Votum: Was der Ausstieg aus der EU wirklich bedeutet
Die Einwanderungszahlen in Großbritannien gingen steil nach oben, gleichzeitig litt der Handel. Seit der Brexit-Abstimmung herrscht zudem politisches Chaos
London – "The British people have spoken and the answer is, we're out". Mit diesen Worten verkündete BBC-Moderator David Dimbleby am Morgen nach dem Brexit-Referendum vom 23. Juni 2016 das knapp ausgegangene Ergebnis. Mit 52 zu 48 Prozent hatten die Briten für den Austritt gestimmt. Der Schock war groß und hallt bis heute nach.
Was folgte, war ein endloses Gezerre um die Modalitäten des EU-Austritts und politisches Chaos. Und auch wenn die Mehrheit der Briten laut Umfragen längst wieder in die EU will, ist das Land nach wie vor tief gespalten in "Remainer" und "Leaver". "Brexit bedeutet Brexit", sagte Ex-Premierministerin Theresa May gebetsmühlenhaft. Doch was bedeutete der Brexit wirklich?
Einwanderer und neue Flüchtlingsroute
Die Kontrolle über die eigenen Grenzen wiederzuerlangen, war eines der wichtigsten Versprechen der Brexit-Befürworter. Doch obwohl die Freizügigkeit für EU-Bürger endete, gingen mit dem Austritt die Einwandererzahlen nicht runter, sondern steil nach oben - es kamen einfach mehr Menschen aus Nicht-EU-Ländern. Ihren bisherigen Höchststand erreichte die Netto-Zuwanderung in den zwölf Monaten bis Mitte 2023. In diesem Zeitraum reisten mehr als 900.000 Menschen mehr nach Großbritannien ein als aus. Die jüngsten Zahlen lagen mit 204.000 Menschen deutlich darunter.
Erst mit dem Brexit begannen die Überfahrten irregulärer Migranten über den Ärmelkanal. Insgesamt mehr als 200.000 Menschen erreichten so die englische Küste seit 2018, um Asyl zu beantragen. Hintergrund dürfte unter anderem sein, dass durch den Austritt der Briten eine Rückführung der irregulären Migranten in EU-Staaten nicht mehr ohne weiteres möglich ist.
www.derstandard.at
Die Einwanderungszahlen in Großbritannien gingen steil nach oben, gleichzeitig litt der Handel. Seit der Brexit-Abstimmung herrscht zudem politisches Chaos
London – "The British people have spoken and the answer is, we're out". Mit diesen Worten verkündete BBC-Moderator David Dimbleby am Morgen nach dem Brexit-Referendum vom 23. Juni 2016 das knapp ausgegangene Ergebnis. Mit 52 zu 48 Prozent hatten die Briten für den Austritt gestimmt. Der Schock war groß und hallt bis heute nach.
Was folgte, war ein endloses Gezerre um die Modalitäten des EU-Austritts und politisches Chaos. Und auch wenn die Mehrheit der Briten laut Umfragen längst wieder in die EU will, ist das Land nach wie vor tief gespalten in "Remainer" und "Leaver". "Brexit bedeutet Brexit", sagte Ex-Premierministerin Theresa May gebetsmühlenhaft. Doch was bedeutete der Brexit wirklich?
Einwanderer und neue Flüchtlingsroute
Die Kontrolle über die eigenen Grenzen wiederzuerlangen, war eines der wichtigsten Versprechen der Brexit-Befürworter. Doch obwohl die Freizügigkeit für EU-Bürger endete, gingen mit dem Austritt die Einwandererzahlen nicht runter, sondern steil nach oben - es kamen einfach mehr Menschen aus Nicht-EU-Ländern. Ihren bisherigen Höchststand erreichte die Netto-Zuwanderung in den zwölf Monaten bis Mitte 2023. In diesem Zeitraum reisten mehr als 900.000 Menschen mehr nach Großbritannien ein als aus. Die jüngsten Zahlen lagen mit 204.000 Menschen deutlich darunter.
Erst mit dem Brexit begannen die Überfahrten irregulärer Migranten über den Ärmelkanal. Insgesamt mehr als 200.000 Menschen erreichten so die englische Küste seit 2018, um Asyl zu beantragen. Hintergrund dürfte unter anderem sein, dass durch den Austritt der Briten eine Rückführung der irregulären Migranten in EU-Staaten nicht mehr ohne weiteres möglich ist.
Zehn Jahre Brexit-Votum: Was der Ausstieg aus der EU wirklich bedeutet
Die Einwanderungszahlen in Großbritannien gingen steil nach oben, gleichzeitig litt der Handel. Seit der Brexit-Abstimmung herrscht zudem politisches Chaos