Weidels Beitrag ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einem politischen Streit eine Erzählung gebaut wird, die mit den tatsächlichen Regeln des Schengen-Raums nur noch wenig zu tun hat. Dabei muss man Friedrich Merz' Migrationspolitik überhaupt nicht gutheißen, um festzustellen, dass Weidels Darstellung an mehreren Stellen nicht stimmt.
Schon der erste Satz widerspricht dem Material, das Weidel selbst unter ihren Beitrag setzt. Sie behauptet, der Kanzler verliere „kein Wort“ darüber, wie Europa beziehungsweise Deutschland reagieren solle. Direkt darunter zeigt sie aber eine Erklärung von Friedrich Merz, in der er den Schutz der EU-Außengrenzen ausdrücklich als entscheidend bezeichnet, die spanischen Maßnahmen unterstützt und eine Umsetzung der europäischen Rückführungsregeln fordert. Zeitgenössische Berichte bestätigen außerdem, dass Merz von Spanien verlangte, die Situation in Ceuta schnell unter Kontrolle zu bringen, und mit der spanischen Regierung Kontakt bestand. Man kann diese Politik für falsch, zu hart oder unzureichend halten. Man kann aber nicht gleichzeitig behaupten, Merz äußere sich überhaupt nicht und seine Äußerung als Beleg unter den eigenen Beitrag stellen.
Schon der erste Satz widerspricht dem Material, das Weidel selbst unter ihren Beitrag setzt. Sie behauptet, der Kanzler verliere „kein Wort“ darüber, wie Europa beziehungsweise Deutschland reagieren solle. Direkt darunter zeigt sie aber eine Erklärung von Friedrich Merz, in der er den Schutz der EU-Außengrenzen ausdrücklich als entscheidend bezeichnet, die spanischen Maßnahmen unterstützt und eine Umsetzung der europäischen Rückführungsregeln fordert. Zeitgenössische Berichte bestätigen außerdem, dass Merz von Spanien verlangte, die Situation in Ceuta schnell unter Kontrolle zu bringen, und mit der spanischen Regierung Kontakt bestand. Man kann diese Politik für falsch, zu hart oder unzureichend halten. Man kann aber nicht gleichzeitig behaupten, Merz äußere sich überhaupt nicht und seine Äußerung als Beleg unter den eigenen Beitrag stellen.