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Erdogan will die Hagia Sophia zur Moschee machen

Francis

Turk
Ich glaube das erdogan das wegen innenpolitischen Gründen macht er braucht stimmen und will die islamisten und Nationalisten hinter sich reichen. Die Wirtschaft geht den Berg runter deswegen muss er halt auf solche Aktionen zurück greifen für Griechenland ist es eigentlich Außenpolitisch von Vorteil wenn sich erdogan einfach so ohne Grund weiter isoliert.
Wäre ich an der Stelle der Griechen/Europäer würde ich überhaupt nicht reagieren. Reisewarnung bis Mitte 2021 aufrechterhalten und so die Bevölkerung zwingen die Türkei unbesucht zu lassen.

Erdogan polarisiert und auch die Opposition reagiert sehr gut: Überhaupt nicht. :lol:

Diese Moscheegeschichte bestätigt halt nur wie wenig Antworten die Regierung für die gegenwärtigen Probleme des Landes hat. Es ist schon schlimm zu sehen wie das Image der Türkei nachhaltig geschädigt wird, aber who cares.
 

Francis

Turk
Der Moscheestatus führt auch noch dazu, dass man Unmegen an Einkommen einbüßen wird. Über 4 Millionen Menschen sollen die Hagia Sophia jährlich besuchen. Das sind Unmeng3n an Kohle. :facepalm:
 

Lubenica

Ultra-Poster
Das Thema Hagia Sophia wird eh politisch ausgeschlachtet. Was mir bewusst ist und was ich gesehen habe ist, dass es in Istanbul ganz viele Leute gibt, die für dieses Weltkulturerbe arbeiten, es pflegen und darum bemüht sind, dass dieses Gebäude, egal ob christliche Kirche oder islamische Moschee, erhalten bleibt.
Es gibt einige gute und sehenswerte Dokus um die Hagia Sophia herum, wo diese Menschen zu Wort kommen undwo gezeigt wird, was sie tun, was ihre Arbeit ist und wie das Gebäude geschützt und gepflegt wird. Bei diesem Thema habe ich nur Respekt für diese Menschen.
 

Muchacho

Top-Poster
Also wenn ich istanbul besuchen würde, dann als erstes wegend er Hagia Sophia, das hätte der Trottel nicht machen dürfen, ist wohl jedem klar das dies ein politischer Schachzug ist, seine Wirtschaft geht rapide runter, er hat die grössten Stätze bei den letzten Lokalwahlen verloren, er versucht sein Sattel zu stärken für die nächsten Parlaments/Präsidentschaftswahlen, provioziert natürlich jetzt die ganze nOPrthodoxe Welt. Museum war wirklich vielleicht die beste Zwischenlösung, auch im toruistischen Sinn, glaube das war/ist doch das meistbesuchte Gebäude der Türkei ausländischer Touristen

Nach Russland verurteilt auch Griechenland:


Athen: "Offene Provokation"
Hagia Sophia wird in Moschee umgewandelt


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Die Gerichtsentscheidung soll in den nächsten 30 Tagen umgesetzt werden.
(Foto: picture alliance/dpa)

Seit 1934 wird die Hagia Sophia als Museum genutzt, doch damit ist jetzt Schluss: Ein Gericht erlaubt die Nutzung eines der beeindruckendsten und beliebtesten Gebäude Istanbuls als Moschee. Das könnte zu Spannungen mit Russland und Griechenland führen, die sich sogleich auch deutlich äußern.
Das Oberste Verwaltungsgericht in der Türkei hat den Weg dafür frei gemacht, das berühmte Gebäude Hagia Sophia in Istanbul künftig als Moschee zu nutzen. Das Gericht annullierte den Status der einstigen Kirche als Museum. Dies berichtete zuerst die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Eine Begründung der Entscheidung lag zunächst nicht vor. Über Twitter bestätigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, dass das Gebäude für muslimische Gebete geöffnet werde. Die Hagia Sophia werde der Aufsicht der Religionsbehörde unterstellt und für muslimische Gottesdienste geöffnet, erklärte Erdogan.
Wann das Gebäude zum ersten Mal als Moschee genutzt wird, ist noch unklar. In Medien wurde als Datum der 15. Juli - der Jahrestag des Putschversuchs in der Türkei - genannt. Nach Angaben der Zeitung "Hürriyet" wird die Gerichtsentscheidung innerhalb der nächsten 30 Tage umgesetzt. Vor der Hagia Sophia in der Istanbuler Altstadt sammelte sich spontan eine Gruppe Befürworter der Entscheidung. Sie riefen "Allahu Akbar!" ("Gott ist groß!"). Die Polizei sperrte den Platz vor der Hagia Sophia ab. Beamte der Einsatzpolizei brachten sich in Stellung, es blieb aber ruhig.
Der Status des Bauwerks ist ein Politikum. Anhänger der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP fordern seit Langem, die Hagia Sophia wieder zur Moschee zu machen. Vor allem Griechenland und Russland sind wegen der Bedeutung der Hagia Sophia für die Orthodoxie gegen eine Änderung des Status. Die russisch-orthodoxe Kirche bedauerte den Schritt. Die türkische Entscheidung ignoriere "die Sorge von Millionen von Christen", sagte der russische Kirchensprecher Wladimir Legoida der Nachrichtenagentur Interfax.
Die griechische Regierung verurteilte die Umwandlung in eine Moschee. Dies sei eine "offene Provokation gegenüber der gesamten zivilisierten Welt", erklärte die griechische Kulturministerin Lina Mendoni. Erdogans "Nationalismus" werfe die Türkei "sechs Jahrhunderte zurück." Die Gerichtsentscheidung zeige, dass es in der Türkei "keine Unabhängigkeit der Justiz" gebe. Griechenland und Russland beobachten genau, wie die Türkei mit ihrem byzantinischen Erbe umgeht. Die Entscheidung könnte die Spannungen zwischen der Türkei und dem Nachbarn Griechenland weiter verschärfen, die sich ohnehin schon um Erdgas im östlichen Mittelmeer streiten.


Verhüllte Mosaike beim Gebet

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Die rund 56 Meter hohe Kuppel schwebt gefühlt schwerelos über dem Hauptraum des Gebäudes.
(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hagia Sophia (griechisch: Heilige Weisheit) wurde im 6. Jahrhundert nach Christus erbaut und war Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, in der Kaiser gekrönt wurden. Nach der Eroberung des damaligen Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 wandelte Sultan Mehmet II. ("Der Eroberer") die Hagia Sophia in eine Moschee um. Auf Betreiben des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk ordnete der Ministerrat im Jahr 1934 die Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum an. Hinter dem Verein, der gegen diesen Beschluss geklagt hatte, steht nach Angaben von Anadolu ein pensionierter Lehrer, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee zu erwirken. Der Anwalt des klagenden Vereins, Selami Karaman, bestätigte die Entscheidung auf Anfrage der dpa zunächst nicht.
Auch als Moschee könnten Touristen die Hagia Sophia besichtigen, ähnlich wie die nahe gelegene Blaue Moschee in der Istanbuler Altstadt. Im vergangenen Jahr zog die Hagia Sophia nach offiziellen Angaben 3,7 Millionen Besucher an. Sie war damit das meistbesuchte Museum in der Türkei. Berühmt ist sie vor allem wegen der rund 56 Meter hohen Kuppel, die nahezu schwerelos über dem Hauptraum zu schweben scheint. Im Inneren sind die Wände mit byzantinischen Mosaiken und Marmor verziert. Um dem Bilderverbot im Islam gerecht zu werden, müssten die Mosaiken während des islamischen Gebets abgedeckt werden.
Quelle: ntv.de, jru/dpa/AFP


 
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mirko

Top-Poster
Meines Wissens nach war die Orthodoxe, die erste kirchliche Lehre. Im großen Schisma, spaltete sich dann die Katholische von der Orthodoxen ab. Ich lasse mich gerne berichtigen aber mit diesem Hintergrund würde ich sagen das die Orthodoxen die One and Onlys sind.....
Es war anders um. Die Katholische Kirche hat die Orthodoxen exkomuniziert, also aus der originale Kirche raus geschmissen.
 

ZX 7R

Glatzen- und Zollstockentwicklerosoarcher
LOL......wie die sektenmitglieder über die Christen reden.
Pfarrer dürfen in der Sekte nicht heiraten und zahlen in Deutschland Kirchensteuer......wie damals der ablass.....zahlst du kommst du in den Himmel.....zahlst du nicht, bekommst du auch kein christliches Grab.

bin froh orthodoxer Christ zu sein und bin froh in keine Sekte hineingeboren geworden bin
 

Pontiac

R.i.P. Marsianer
Es war anders um. Die Katholische Kirche hat die Orthodoxen exkomuniziert, also aus der originale Kirche raus geschmissen.
Genauso wurde im gleichen Zuge der Papst von der Orthodoxen Kirche, um genau zu sein vom damaligen Oberhaupt Patriarch Michael l. von Konstantinopel, exkommuniziert. Der Hauptgrund, weshalb sich die Kirchen trennten, lag an dem wachsenden päpstlichen Autoritätsanspruch, der bis dato zuvor nicht vorhanden war. Mit anderen Worten, der Papst wollte sich zum Oberhaupt der gesamten christlichen Welt ernennen. Das dies vorher nicht der Fall war, und der Papst eher die Rolle eines Patriarchen inne hatte, lässt eben darauf schließen, dass die Häretiker auf der katholischen Seite zu suchen sind. Da die Patriarchen der Ostkirchen dies nicht mitmachten. Auch ist der Grund des Schismas, auf eine gewisse Entfremdung beider Kulturen zurück zu führen. Griechisch war die ganzen Jahunderte zuvor im gesamten Mittelmeerraum die lingua franca (Verkehrssprache). Dies änderte sich jedoch im letzten Jahundert kurz vor dem Schisma. Infolgedessen verringerte sich auch der theologische Austausch zwischen Ost (griechisch geprägt) und West (lateinisch geprägt). Bereits im vierten Jahundert gab es nur noch vereinzelt westliche Kirchenväter die griechisch könnten. Ab 380 wurde im Westen die Messe auf lateinisch gehalten, statt wie vorher üblich auf griechisch.
Wenn man sich dies alles vor Augen hält, kann man schon sagen das die Häretiker eher die Katholiken gewesen sind.
Sie waren zumindest der Motor, der das Schisma herbeiführte.....

Man muss auch bedenken, das die Christianisierung und die damit einhergehende Theologie von Ost nach West stattfand. Ist ja auch klar, Jesus kommt aus dem Osten, seine Lehre wurde von seinen Jüngern ins ganze damalige römische Reich getragen angefangen eben vom Osten.
 
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