Was für ein Bullshit hier von Serben und Griechen verzapft wird, es ist einfach unglaublich wie ignorant und dumm manche sind. Wie sie einfach wilde Mythen und Geschichten der vergangenen Jahrhunderte, die primär dazu dienten, iwelche Nationen (nicht Ethnien) zu schaffen, glauben. Zum Haare sträuben!!!
Zunächst einmal ist die "Amselfeld-Schlacht" ein riesieiger Haufen Scheiße der serbischen Geschichtsschreibung. Denn: die zweite Amselfeldschlacht von 1488 hatte viel gravierende Folgen für den Balkan und damit auch für die serbischen Fürstentümer als die erste von 1389, die von den Serben glorifiziert wird. Nur wurde diese eben damals dummerweise nicht zur Nationsbildung herangezogen, da man die serbische Rolle so sauber wie möglich halten wollte:
. Branković weigerte sich jedoch, da er gleichzeitig die Oberhoheit Ungarns und die der Osmanen tragen musste und eine Niederlage Hunyadis voraussah. Seine Versuche, Hunyadi vom Kreuzzug abzubringen, scheiterten. Auch soll er auf den Fürsten Skanderbeg eingewirkt haben, sich Hunyadi nicht anzuschließen. Es bestand sogar der Verdacht, er habe die Osmanen vor einem erneuten Angriff gewarnt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_auf_dem_Amselfeld_(1448)
Übrigens nicht das erste Mal, dass die Serben mit den Osmanen kollaborierten. Einer der wichtigsten Schlachtführer der Osmanen damals war Sokollu Mehmed Pasha, ein Serbe. Mal von den Schlachten abgesehen, in denen serbische Fürsten den Osmanen bis nach Kleinasien als Vasallen folgten und ihnen bei Eroberungszügen behilflich waren.
Aber das sei nun mal dahingestellt.
Jedenfalls schreiben serbische Schreiberlinge viel dummes, wirres und unbelegebares Zeug, wiederholen gar widerlegte Thesen der Geschichte. So wird bspw. auch in diesem Thread behauptet, die Serben hätten im Mittelalter 95% der Bevölkerung im Kosovo ausgemacht. Um eine solche These zu halten, müsste man davon ausgehen, dass auf dem ZentralBalkan keine weiteren Völker gelebt haben müssen ausser Serben, und zwar in millionen Serben. Was aber so nicht stimmt. Denn: 1. gab es kein serbisches Volk, es gab nur serbische Fürsten und serbische Adelsgeschlechter, die sich als Serben bezeichneten. Das einfache Bauernvolk bezeichnete sich als Slawen und identifizierte sich mit der Religion, sprich mit der orthodoxen Kirche. Denn so etwas wie Nationen gab es damals nicht, sondern nur Ethnien. Und Slawen waren damals eine Ethnie, die je nach Herrscher bzw herrschendem Adelsgeschlecht zu einem oder anderen Adelshaus bekannte. Das folgte gar bis ins früher 20 Jhdt. So bezeichneten sich bspw. die meisten Slawen im osten und süden Kosovos, also von Gjilan bis Prizren, als Bulgaren und unterstanden der orthodoxen Kirche und Sofia, nicht aber der in Belgrad. Mit der Eroberung des Kosovo durch das serbische Königreich 1912 wurden serbische Schulen erföffnet, die Bevölkerung unterstand von nun an der orthodoxen Kirche in Belgrad und es begann eine Serbisierung der slawischen Bevölkerung in diesem Landesteil des Kosovo.
Die Frage, die sich nun stellt: wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn das Kosovo nicht Serbien sodern Bulgarien 1912 erobert und für 100 Jahre gehalten hätte? Die Antwort lautet: mit hoher Wahrscheinlichkeit wären die Slawen in diesem Landesteil heute ein Teil der bulgarischen und nicht der serbischen Nation.
Was auch noch einmal die serbische These entwertet, dass Serben bzw die serbische Nation seit Jahrhunderten im Kosovo gibt und die Albaner seien zugewandert. Denn die serbische Nation im heutigen Sinne gibt es soweit erst ab der Gründung des ersten serbischen unabhängigen Fürstentums nach der Sezzesion vom Osmanischen Reich bzw des Pashaluk von Belgrad. Ab diesem Moment kann man auch von einer serbischen nationalen Identität, losgelöst von der religiösen Identität sprechen.
Zu der Behauptung, im Mittelalter habe es keine Albaner im Kosovo gegeben, ist einfach nur dazu sagen: wie freaky muss man eigentlich im Kopf sein, um an derartiges zu glauben? Habt ihr denn jemals ein seriöses Geschichtsbuch aufgeschlagen? Denn auch hier wurde ganz klar belegt, dass herrschende Eliten, je nach ethnischer und sprachlicher Zugehörigkeit, die Namen und Ortschaften in ihrer Sprache übersetzten und so auch in ihren Büchern erfassten. So wurde aus einem albanischen Gjergj oft ein slawischer bzw serbischer Djuradj, und das nicht selten. Es ist sogar belegt, dass in dieser Zeit eine massive albanische Präsens im Kosovo gab, was viele Ortsnamen und Volkszählungen von Kirchen und später dem Osmanischen Reich belegen
Streit um die frühe Siedlungsgeschichte
Die beiden nationalen Bilder von der Geschichte des Kosovo sind völlig unvereinbar (vgl. die Beiträge von Oliver J. Schmidt,Zoran Janjetović und Holm Sundhaussen). Was ist diesen gegensätzlichen Vorstellungen zu erwidern? Eine historisch korrekte Antwort ist auf so einfache Art, wie es die beiden nationalen Positionen glauben machen wollen, nicht zu finden. Trotz spärlicher Quellen lässt sich aber schon für den Übergang von der Antike zum Mittelalter und für das Mittelalter selbst Einiges festhalten. So ist zwar die Abstammung der Albaner von den Illyrern bzw. die Herkunft der albanischen Sprache aus dem antiken Illyrischen mangels Überlieferung illyrischer Texte bis heute nicht wirklich nachzuweisen. Sie ist aber die bei weitem plausibelste Theorie. Dafür und zugleich für eine langfristige Präsenz von Sprechern des frühen Albanischen in oder nahe dem heutigen Kosovo lässt sich die ungebrochene Umwandlung von antiken Ortsnamen in albanische Formen bzw. in Formen anführen, die durch die Lautgesetze des Albanischen erklärbar sind (zum Beispiel lateinisch Scupi, albanisch Shkup, heute mazedonisch Skopje). Damit ist ein wichtiges Indiz gegeben, dass in der Region eine frühalbanische Bevölkerung den Umbruch von der Antike zum Mittelalter überdauert haben muss.
[...]
Trotzdem ist keineswegs die albanische Auffassung bewiesen,die Albaner seien im Kosovo seit der Antike durchgängigin der Mehrheit gewesen. Dies ist insgesamt betrachtet sogar mit Sicherheit falsch. Denn die im Mittelalter (und noch heute) im Kosovo weit überwiegende Zahl von Ortsnamen slawischer Herkunft ist nur erklärbar, wenn man zumindest für eine gewisse Periode eine vornehmlich slawische Bevölkerung annimmt. Allerdings lässt sich diese zeitliche Phase mangels sonstiger Quellennicht befristen und auch in ihrer Dauer nicht näher abschätzen. »Slawisch« bedeutet allerdings nicht automatisch »serbisch«:Von Serben im Kosovo zu sprechen, ergibt überhaupt erst ab der Übernahme der Region durch das mittelalterliche Serbien Sinn, also ungefähr ab dem Jahr 1200. Neben solchen Serben gab es im Weiteren zumindest »auch« Albaner. Die serbischen Dokumente aus dieser Zeit, die uns Namen von Steuerpflichtigen überliefern, zeigen dabei, dass damals die Mehrheit der ansässigen Albaner serbische Namen getragen hat und daher an anderer Stelle oftmals für den Historiker nicht identifizierbar ist. Für die Annahme einer erheblichen Zahl an Albanern im Mittelalter spricht ein weiteres Indiz. Gemeint ist die starke Verbreitung von albanischen Namensendungen in den ersten umfangreichen Namensdokumenten, welche die osmanische Verwaltung zu Zwecken der Besteuerung im 15. Jahrhundert angelegt hat. Da es keinerlei Quellen gibt, die für die Zwischenzeit eine größere Zuwanderung vermuten lassen, ist dieses Indiz auch für die vorangegangene Zeit der serbischen Herrschaft von Belang. Zahlreiche schriftliche Dokumente belegen überdies eindeutig, dass die serbische Annahme nicht zutrift, ab 1690 habe eine rein oder praktisch rein serbisch besiedelte Landschaft durch serbische Massenflucht und massive Einwanderung aus den nordalbanischen Bergen ihren Bevölkerungscharakter grundlegend gewandelt. Diverse Berichte katholischer Geistlicher– diese Art von Quellen liegt für den untersuchten Raum leider erst ab den 1620er-Jahren vor – bezeugen eine ganz massive Präsenz der albanischen Sprache im Kosovo vor dieser Zeit. So gibt eine Aufstellung von 1623 darüber Auskunft, dass sich in Prizren die Bevölkerung von ungefähr 13 000 Personen fast ausschließlich aus Albanern (12 000 Muslime und nur ca. 200 Katholiken)und lediglich aus 600 Serben zusammensetzte. Dieselbe Quelle spricht für das benachbarte Skopje von einer starken, großteils albanisch-muslimischen Mehrheit. Für Prishtina hingegen führt sie an, dass dort neben nicht näher bestimmten Muslimen auch eine große Anzahl Serben lebe. Jahrzehnte vor dem vermeintlichen Wendepunkt 1690 siedelten also ausgesprochen viele Albanerim Kosovo – und nur für den Osten der Region ist zugleich auch eine starke serbische Siedlungspräsenz belegt. Diese Erkenntnisse der Bevölkerungsgeschichte im Kosovo untermauern auch die Forschungsergebnisse des britischen Historikers Noel Malcolm an zentraler Stelle
S.15ff.
Serben und Albaner im 20. Jahrhundert
Die Aufteilung des Osmanischen Reiches unter den entstehendenchristlichen Nationalstaaten markierte auch einen Übergangzu neuen politischen und gesellschaftlichen Ordnungsprinzipien.Das für die osmanische Verwaltung maßgebliche politischeKriterium der konfessionellen Zugehörigkeit wurde von ethnisch-kulturellen Grundsätzen abgelöst. Die von den westlichorientierten, neuen politischen Eliten als modern erachtetennationalistischen Programme zielten darauf ab, Menschen gleicherSprache, Herkunft und Kultur in Nationalstaaten zu vereinigen.Die dafür beanspruchten Territorien orientierten sichan geschichtlichen Vorbildern, die durch Mythen verklärt undpseudoreligiös überhöht wurden. Das Bestreben, möglichstgroße, kulturell homogene Räume zu schaffen, erwies sich vordem Hintergrund des osmanischen Erbes als besonders problematisch,da die vormals osmanisch beherrschten Territorien voneiner großen ethnischen, konfessionellen und kulturellen Vielfaltgeprägt waren. Um aus dieser Heterogenität eine einheitlichenationale Identität zu formen, wurden repressive Maßnahmenergriffen, die von Zwangsbekehrungen über Umsiedlungenbis zu Vertreibungen und Ermordungen reichen konnten. Diesebetrafen besonders solche Gruppen, denen kulturelle Merkmalezugesprochen wurden, die mit dem vorherrschenden Konzeptder jeweiligen Kulturnation nicht vereinbar waren. Ein solcherZusammenhang ergab sich im Kosovo nach dessen Eroberungdurch Serbien im Zuge des Ersten Balkankrieges 1912.
S.61ff
Kosovo – das »Heilige Land« der Serben
Das Kosovo-Problem unterscheidet sich von vergleichbaren territorial-ethnischenKonflikten vor allem insofern, als beide Konfliktparteien das strittige Gebiet als ihr »Heiliges Land« bzw. alsihre nationale Wiege auffassen. Nach verbreitetem albanischemVerständnis stammen die Albaner von den antiken Illyrern ausdem Raum Kosovo ab. Nicht nur diese illyrische Ahnherrenschaft, sondern besonders auch deren räumlicher Ursprung istin der Wissenschafft allerdings umstritten (vgl. den Beitrag vonKonrad Clewing zur Bevölkerungsgeschichte). Dass die Liga vonPrizren, die den politischen Anfang der albanischen Nationalbewegungim 19. Jahrhundert markiert, ihren Ausgangspunkt imKosovo hatte, ist demgegenüber unbestritten (vgl. den entsprechendenBeitrag von Agilolf Keßelring).
Auch im serbischen Fall darf man den Begriff »Wiege« nur figurativ begreifen – obwohl es sehr viele Serben gibt, die ernsthaft daran glauben, das Kosovo sei der eigentliche »Geburtsort« desmittelalterlichen serbischen Staates gewesen. Doch damit nichtgenug: Das Kosovo wird vielfach als der »Geburtsort« der serbischenNation betrachtet. Wie aber ist diese populäre Fehlauffassungentstanden, und wo liegt heutzutage ihre Bedeutung?
Säkulare und kirchliche Strukturenim Mittelalter
Im Mittelalter galt lediglich für das eigentliche »Kosovo polje«(Amselfeld) die Bezeichnung Kosovo. Erst in osmanischer Zeitdehnte man diese auf die gesamte heutige Provinz und die umliegendenTerritorien aus. Schon im 7. Jahrhundert strömten slawischeStämme auf die Balkanhalbinsel. Die ortsansässige Bevölkerungdes Kosovo wurde verdrängt, zerstreut oder allmählichassimiliert. Das Territorium der heutigen Provinz war auch nichtder Entstehungsort des ersten serbischen Staates. Dieser ist imheutigen Montenegro zu suchen. Der erste dauerhafte serbischeStaat entstand im späten 12. Jahrhundert in jenem Gebiet, das heutzutage als Sandžak bezeichnet wird. Dessen Zentrum istRaška, in der Nähe von Novi Pazar, und damit nicht das Kosovoselbst.Stefan Nemanja bemächtigte sich des Territoriums der heutigenProvinz gegen Ende des 12. und im frühen 13. Jahrhundert.Sehr bald wurde das Kosovo zum Mittelpunkt eines lebensfähigenserbischen Staates. Hier entstanden die Residenzen der Könige – Pauni, Nerodimlje, Štimlje, Svrčin und unter Zar Dušanauch Prishtina sowie eine Reihe größerer und kleinerer Klösterund Kirchen (etwa 1300) – viele davon auf den Grundmauernälterer Gotteshäuser. Neben zwei bereits existierende orthodoxen Bistümern trat ein weiteres – Hvostno. Der Sitz des autokephalen(kirchenrechtlich eigenständigen) serbischen Erzbischofs (seit1346 Patriarch) wurde 1253 nach Peć (alb. Pejë) verlegt. Dies zogim Kosovo eine einzigartige Bautätigkeit nach sich: Unter denserbischen Kirchen ragt die Fünfkuppelkirche von Gračanica(alb. Graçanicë) besonders heraus, die heute unter dem Schutzder UNESCO steht. Das größte und prächtigste der serbischenKlöster ist Visoki Dečani. Zentrale Bedeutung kommt fernerden Sakralbauten der Heiligen Mutter Gottes Ljeviška in Prizrensowie Banjska bei Kosovska Mitrovica (alb. Mitrovicë) und denKirchen der Heiligen Apostel und des Heiligen Demetrius beimSitz des Patriarchen in Peć zu. Die Zahl serbischer Kirchen undKlöster war so groß, dass der westliche Teil der heutigen ProvinzKosovo Metohija genannt wurde, nach dem griechischen Wortfür Kirchenbesitz. Auf die große kirchliche Bedeutung verweistbis heute die offizielle serbische Bezeichnung für das Gebiet,»Kosovo und Metohija«.Die orthodoxe Blütezeit im mittelalterlichen Kosovo wirdhäufig als vermeintlich schlagender Beweis dafür angeführt,dass das Land schon vor der Eingliederung in den serbischenStaat dicht von Serben besiedelt gewesen sei. Eine Präsenznomadisierender walachischer Berghirten und verstreuterAlbaner wird in der serbischen Geschichtsschreibung nichtgeleugnet, ist aber aus dem Bewusstsein der Bevölkerungvollkommen verschwunden: Die überwiegende Mehrzahl derSerben sieht das Kosovo geradezu als Prunkschild des mittelalterlichenserbischen König- bzw. Kaiserreiches, als reinstesLand der Serben.
S.175ff.
http://www.mgfa.de/html/einsatzunterstuetzung/downloads/meukosovoiiiansicht01.pdf
Kein Bock hier noch wietere Bücher einzufügen. Das sollte fürs Grobe reichen.