Mehr als fünfzig abgesagte Interviewanfragen zur ZiB2 bedeuten, der Möchtegern-Volkskanzler verweigert kritische Fragen und Nachfragen.
Herbert Kickl tritt dort nicht auf, wo nachgehakt wird, sondern nur dort, wo er die Kontrolle hat. Interviews, in denen nachgefragt wird und Aussagen überprüft werden, meidet er wie der Teufel das Weihwasser.
Wer sich dauerhaft einem der wichtigsten kritischen Interviewformate entzieht, will keine Nachfragen, keinen Widerspruch, keine Überprüfung.
Das zeigt auch die Presseaussendung von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker diesbezüglich.
Statt die systematische Interview-Verweigerung zu erklären, attackiert er Armin Wolf.
Dieser wird von Hafenecker zum „ORF-Gagenkaiser“, seine Argumente zur „Jammerei“ erklärt und als Draufgabe der ORF als „zwangssteuerfinanzierte Systempropagandaanstalt“ diffamiert.
Kickl, so die Erzählung, lebe „bei den Menschen“, während die Systempolitiker im Elfenbeinturm säßen.
Propaganda sei ohnehin die „Spezialität des Systemlautsprechers“ vom Küniglberg, von Corona über Gender bis Klimapolitik.
Keine Antwort auf die Frage, warum Kickl Interviews meidet.
Nur Beschimpfung, Ablenkung und Systemrhetorik.
Parteikanäle, wie FPÖ-TV und mittlerweile auch das sogenannte Patriotenradio Austria First, stehen dem Kampfrhetoriker Kickl besser zu Gesicht.
Ein geschlossenes System, in dem genau das gesendet wird, was die Groupies der FPÖ hören wollen.
Fakten Fehlanzeige, Hauptsache die Message vom alles vernichtenden System wird rüber gebracht.
Wer Kanzler werden will, aber vor kritischen Fragen davonläuft, zeigt keine Nähe zu den Menschen.
Er zeigt, dass er Angst vor Kontrolle hat.
Was für eine Peinlichkeit der VoKaKi. Donica Blewinsky im Kleinen