Der lachende Dritte im Krieg zwischen den USA und dem Iran heißt Putin
Je länger im Nahen Osten gekämpft wird, desto besser für Russlands Kriegskassa. Sein gutes Verhältnis zu Trump ist Putin wichtiger als die verbündeten Mullahs
Die Krokodilstränen, die der Kreml zu Beginn des Irankriegs öffentlich vergoss, dürften hinter den Kulissen längst klammheimlicher Freude gewichen sein. Angriffe auf "zivile Ziele" seien "unzulässig", hatte Moskau die Welt wissen lassen, der US-israelische Krieg gegen das Mullah-Regime moralisch nicht gerechtfertigt.
Fast klingt es grotesk, dass ausgerechnet die russischen Kriegsverbrecher empört aufschreien, wenn anderswo gekämpft wird. Zynisch trifft es aber besser. Schließlich wird immer deutlicher, dass der lachende Dritte im Krieg zwischen Amerika und dem Iran Wladimir Putin heißt.
Russlands Machthaber, der seit Jahren zivile Ziele in der Ukraine angreifen lässt, kommt der westliche Waffengang mit ungewissem Ausgang nämlich gerade recht. Weil Russlands Ölexporte mit Umweg über Indien nach wie vor florieren und seine Schattenflotte auch nach vier Jahren Krieg noch durch die Weltmeere schippert, lassen die kriegsbedingt steigenden Energiepreise die Kriegskasse des Kreml klingeln. Und Europa, das sich viel zu zaghaft von russischer Energie freigemacht hat, zahlt Putins Krieg indirekt mit.
Schmerzhafter Mangel
Für die Ukraine, die sich von einem katastrophalen Winter erholen muss, hat der Krieg im Nahen Osten aber noch konkretere Folgen. Binnen weniger Tage haben die vom Iran mit Raketen und Drohnen angegriffenen Golfstaaten mehr Patriot-Abfangraketen verbraucht, als in einem Jahr in den USA produziert werden. Selbst wenn Teheran jetzt sofort damit aufhören würde, seine reichen Nachbarn zu beschießen, wird es einige Zeit dauern, bis Nachschub kommt.
www.derstandard.at
Je länger im Nahen Osten gekämpft wird, desto besser für Russlands Kriegskassa. Sein gutes Verhältnis zu Trump ist Putin wichtiger als die verbündeten Mullahs
Die Krokodilstränen, die der Kreml zu Beginn des Irankriegs öffentlich vergoss, dürften hinter den Kulissen längst klammheimlicher Freude gewichen sein. Angriffe auf "zivile Ziele" seien "unzulässig", hatte Moskau die Welt wissen lassen, der US-israelische Krieg gegen das Mullah-Regime moralisch nicht gerechtfertigt.
Fast klingt es grotesk, dass ausgerechnet die russischen Kriegsverbrecher empört aufschreien, wenn anderswo gekämpft wird. Zynisch trifft es aber besser. Schließlich wird immer deutlicher, dass der lachende Dritte im Krieg zwischen Amerika und dem Iran Wladimir Putin heißt.
Russlands Machthaber, der seit Jahren zivile Ziele in der Ukraine angreifen lässt, kommt der westliche Waffengang mit ungewissem Ausgang nämlich gerade recht. Weil Russlands Ölexporte mit Umweg über Indien nach wie vor florieren und seine Schattenflotte auch nach vier Jahren Krieg noch durch die Weltmeere schippert, lassen die kriegsbedingt steigenden Energiepreise die Kriegskasse des Kreml klingeln. Und Europa, das sich viel zu zaghaft von russischer Energie freigemacht hat, zahlt Putins Krieg indirekt mit.
Schmerzhafter Mangel
Für die Ukraine, die sich von einem katastrophalen Winter erholen muss, hat der Krieg im Nahen Osten aber noch konkretere Folgen. Binnen weniger Tage haben die vom Iran mit Raketen und Drohnen angegriffenen Golfstaaten mehr Patriot-Abfangraketen verbraucht, als in einem Jahr in den USA produziert werden. Selbst wenn Teheran jetzt sofort damit aufhören würde, seine reichen Nachbarn zu beschießen, wird es einige Zeit dauern, bis Nachschub kommt.
Der lachende Dritte im Krieg zwischen den USA und dem Iran heißt Putin
Je länger im Nahen Osten gekämpft wird, desto besser für Russlands Kriegskassa. Sein gutes Verhältnis zu Trump ist Putin wichtiger als die verbündeten Mullahs