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Iranische Medien: Öltanker in Straße von Hormus explodiert
In der Straße von Hormus ist nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker explodiert. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen und auf eine Seemine aufgelaufen, berichteten die dem Militär und der Revolutionsgarde nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim gestern.

Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

Weder das für die Region zuständige US-Kommando Centcom noch die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt UKMTO haben den Zwischenfall bisher bestätigt.

Iran: Schiffe in Hormus-Straße gestoppt
Die iranische Revolutionsgarde gab zuvor an, mehrere Handelsschiffe vor einer Durchfahrt gestoppt zu haben. Unterdessen meldete Teheran aber auch Fortschritte bei Gesprächen mit Oman über die Verwaltung der für den Welthandel wichtigen Straße.

 
Iran setzt Angriffe nach Stopp durch USA aus
Im Krieg mit dem Iran hat das US-Militär zwei Nächte in Folge keine Ziele mehr in dem Land angegriffen. Die iranische Armee kündigte daraufhin gestern an, ihre Attacken in der Region ebenfalls einzustellen.

Das Ausbleiben der US-Angriffe auf das iranische Festland kam überraschend, nachdem US-Präsident Donald Trump noch am Freitag neue, umfassendere Attacken erwogen hatte. Washington spreche allerdings derzeit mit Teheran, das in den Verhandlungen „von Tag zu Tag ernsthafter“ werde, hatte Trump erklärt. Ohne Abkommen werde es aber ein „weitaus höheres Niveau“ der Angriffe geben.

Berichte: Bestände an Militärmaterial schwinden
Die „New York Times“ hatte dagegen berichtet, dass es innerhalb der US-Regierung große Sorgen über die schwindenden Bestände an Militärmaterial gebe. Das betreffe vor allem Ausrüstung der Golfstaaten zur Abwehr iranischer Angriffe, wie zum Beispiel Patriot-Abfangraketen.

 
Iran: US-Angriffe trafen Wasserversorgung im Süden
Seit drei Nächten gibt es keine gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran. Laut iranischen Angaben von heute wurden bei den US-Angriffen davor schwere Schäden an der Wasserversorgung im Landessüden verursacht.

18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan. Zehn Anlagen seien bei den Luftangriffen vollständig zerstört worden.

Temperaturen über 40 Grad
Dem Bericht nach wurde gleich zu Beginn der jüngsten Eskalation Anfang Juli eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Keschm durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei die Wasserversorgung für gut 120.000 Menschen beeinträchtigt worden. Eine unabhängige Bestätigung der Berichte gab es nicht.

 
Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive im Iran
Mehr als fünf Monate nach Beginn des Iran-Krieges halten gut informierte Quellen aus Pakistan eine begrenzte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher.

Die Bewertung pakistanischer Geheimdienste sei, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen könnte, erfuhr die dpa heute aus Sicherheitskreisen in Islamabad. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen.

 
Trump an Iran: „Einigung schnell oder gar nicht“
US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor einem Scheitern der laufenden diplomatischen Bemühungen gewarnt. Die USA befänden sich in „sehr tiefgreifenden Gesprächen“ mit der Regierung in Teheran, sagte Trump gestern dem Nachrichtenportal Axios.

Zugleich drohte er mit einem harten militärischen Vorgehen, sollte die Diplomatie keine Früchte tragen. Dafür bleibe nicht viel Zeit: „Entweder es geht schnell oder gar nicht.“ Die USA und der Iran hatten ihre direkten militärischen Angriffe am Wochenende überraschend ausgesetzt, um eine diplomatische Beilegung des Konflikts auszuloten.

Die Regierung in Teheran wies derweil Darstellungen aus Washington zurück, wonach sie um eine Einigung ersuche. Der Iran habe nicht darum gebeten, die Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges fortzusetzen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghaei.

 
Insider: Golfstaaten für Oman-Vorschlag zu Hormus
Oman treibt einen Kompromiss zur Lösung des Streits über die Straße von Hormus voran.

Inzwischen habe sich Oman die Unterstützung anderer Golfstaaten für seinen Ansatz gesichert, sagte ein Insider aus der Region der Nachrichtenagentur Reuters heute. Der Vorschlag sehe vor, dass der Iran nicht die alleinige Kontrolle über die Meerenge haben werde und dass Gebühren nur auf freiwilliger Basis von den Nutzern zu entrichten seien.

Das System würde sich somit an der Handhabung in der Straße von Malakka orientieren, wo Indonesien, Malaysia und Singapur von Frachtern freiwillige Beiträge zur Finanzierung von Navigation, Umweltschutz und Rettungseinsätzen erbitten.

Iran will eigene Küste kontrollieren
Vom Iran lag keine Stellungnahme vor. Teheran hat erklärt, dass es die Straße von Hormus gemeinsam mit Oman verwalten wolle, der das gegenüberliegende Ufer kontrolliert. Außerdem will der Iran Nutzungsgebühren für Schiffe erheben, die die Meerenge befahren.

 
Mission Impossible der omanischen Diplomatie am Golf
Das Sultanat Oman versucht an der Straße von Hormus einen Kompromiss zu schmieden – und gleichzeitig am Roten Meer Saudi-Arabien und die Huthis auseinanderzuhalten

Die omanische Diplomatie ist derzeit im Großeinsatz: Am Persischen Golf ist das Sultanat zwischen dem Iran und allen anderen als – manchmal von allen gescholtener – Kompromisssucher in der Hormus-Frage tätig. Am Roten Meer versucht Maskat Saudi-Arabien und die jemenitischen Huthis auseinander- beziehungsweise die Huthis vom Eintritt in den Golfkrieg auf iranischer Seite abzuhalten. Immer wieder gibt es leise Hoffnung, immer wieder Rückschläge.

Am Montag meldete das iranische Außenministerium positive Gespräche mit dem Oman, was das zukünftige Management der Meerenge von Hormus betrifft: Allerdings blieb offen, ob die Annäherung auch andere Parteien einbezieht. Die bisherigen omanischen Versuche liefen ins Leere: Zu groß ist die Kluft zwischen den iranischen Vorstellungen, die Kontrolle über Hormus zu behalten und Geld zu lukrieren, und den Forderungen der USA und der arabischen Anrainerstaaten nach freier Durchfahrt.

 
USA melden Abwehr von iranischen Raketenangriffen
Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Die Truppen Teherans hätten einen „Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ versucht, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom in der Nacht. „Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen.“

Einheiten der Iranischen Revolutionsgarden hätten „mehrere ballistische Raketen vom Iran aus“ abgefeuert, erklärte Centcom im Onlinedienst X. Dies sei der „Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ gewesen, der aber vereitelt worden sei.

 
USA melden „Überraschungsangriff“ des Iran
Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben iranische Streitkräfte in der Nacht auf Mittwoch nach Darstellung des US-Militärs mehrere Raketen abgefeuert. Der versuchte „Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“ sei abgewehrt worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Zugleich griff das US-Militär zusammen mit Saudi-Arabien Ziele im Irak an.

Laut Informationen des US-Nachrichtenportals Axios flogen die von der iranischen Revolutionsgarde abgefeuerten Raketen in Richtung eines US-Stützpunkts in Jordanien. Centcom meldete keine Ziele – lediglich, dass „alle iranischen Raketen erfolgreich abgefangen“ worden seien. Die Entwicklungen erfolgten kurz nach dem Besuch von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in Washington.

Experte: Signal im Kontext von Netanjahu-Besuch
Es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israels attackiert worden zu sein, schrieb der Iran-Experte Hamidreza Azizi von der CDU-nahen Stiftung Wissenschaft und Politik auf X. Es könne ein Signal im Kontext des Netanjahu-Besuchs im Weißen Haus gewesen sein, schrieb Azizi. Die Begegnung mit US-Präsident Donald Trump fand am Dienstag hinter verschlossenen Türen statt.

 
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