Man sollte endlich die Situation um Israel und Palästina realistisch und rational betrachten. Die Nakba jährt sich in diesem Jahr zum 70. mal. Das umschließt drei Generationen und spätestens die jüngste Generation soll für Ländereien kämpfen, die es noch nie betreten oder gar gesehen hat. Ich bezweifle sehr, dass ein Palästinenser aus der Westbank sein Umfeld und Freundeskreis verlassen würde, wenn man ihm jetzt die Ländereien seines Großvaters in Tel Aviv geben würde. Er kennt das Gebiet ja allerhöchstens nur aus den Erzählungen und das wars auch schon. Und ich denke auch, dass es viele Palästinenser gibt, die mit dieser ganzen Aggressivität nichts zu tun haben wollen. Es fließen aber Unmengen Geld aus Saudi-Arabien und Iran Richtung Hamas und Fatah, dass dieser Hass weiterhin gesponsert wird und die diplomatischen Stimmen untergehen.
In 70 Jahren haben es die Palästinenser nicht geschafft Persönlichkeiten aufzustellen, mit denen es westliche Politiker einfach gehabt hätten sich zu solidarisieren. Frankreich beispielsweise ist in vielen Entscheidungen nicht auf einer Wellenlänge mit den USA und Israel. Will sich aber ein französischer Präsident auf die Seite der Palästinenser aufstellen, muss es einen Abbas die Hand geben, der seit fast zehn Jahren ohne Volkswillen regiert. Selbst ein Arafat, der wie ein Halbgott von denen verehrt wird, war weit nicht 100% klar im Kopf und als Präsident eines Volkes, dass zu 99% in elendiger Armut lebt, Besitzer hunderter Millionen US-Dollar. Da passt auch nichts zusammen. Seit 70 Jahren fließen nun jährlich hunderte Millionen aus den arabischen Bruderstaaten nach Palästina und der berühmteste Palästinenser ist seither DJ Khaled.
Wäre Palästina heute vollständig unabhängig, was glaubt ihr, wie viele Tage hätte es gebraucht, bis die Fatah der Hamas den Krieg erklären würde und ne dritte Gruppe einen islamischen Staat ausruft?
Es gibt weniger als fünf Millionen Palästinenser. Was wäre, wenn die ganzen Milliarden, die in den Widerstand geflossen sind in modernen Schulen, Universitäten, Bibliotheken und Krankenhäusern in Jordanien und Ägypten investiert worden wären? Das hätte das wirkliche Paradies werden können. Und die Palästinenser befinden sich als bedrohtes Volk im Gegensatz zu den Kurden, Rohingyas oder Romas in der glücklichen Lage, dass die umliegenden Staaten das ein und das selbe Volk sind. Es gibt ein gutes chinesisches Sprichwort: die Hand, die du nicht brechen kannst, küsst du. Gegen ein Volk, dass dir beigebracht hat die roten und nicht die grünen Tomaten zu essen und allgemein 500x schlauer ist als deine gesamte Sippschaft vom Maghreb bis Maschrek, hast du in diesem und nächsten Leben nicht die Hauch einer Chance