Pension erst mit 70: Wer nur über das Alter spricht, hat die wahren Probleme nicht verstanden
In Dänemark wurde eine Erhöhung des Rentenalters auf 70 fixiert. Der Präsident der österreichischen Industriellenvereinigung, Georg Knill, findet an der Idee Gefallen. Das Modell hat Vorteile. Und schafft neue Probleme
Nun ist das Thema auch in Österreich angekommen. Arbeiten bis 70: Was im dänischen Parlament gerade beschlossen wurde, würde auch der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Knill (52), gern in Österreich umgesetzt sehen. Jedenfalls soll es in diese Richtung gehen, sagte er in der ZiB 2 am Mittwoch. "Wir haben die demografisch gleiche Entwicklung wie in Dänemark." Das heimische Pensionssystem ist aufgrund der laufend steigenden Kosten nicht sicher, argumentiert Knill.
Die Entscheidung des dänischen Parlaments hat den Streit um die Frage, wie lange wir in Zukunft arbeiten müssen, in ganz Europa belebt. Denn die Herausforderungen ähneln einander in allen Ländern – der Kontinent altert angesichts niedriger Fertilitätsraten und einer gestiegenen Lebenserwartung zügig. Die Debatte fällt in Österreich aktuell auf besonders fruchtbaren Boden: Die Koalition hat soeben ein Sparbudget beschlossen. Familienleistungen werden gekürzt, Steuern erhöht. Bei den Pensionen steigen die Zuschüsse aber weiter an. Bereits jetzt fließen aus dem Budget 30 Milliarden Euro für Zuschüsse in die Pensionsversicherung und für Beamtenpensionen. Das ist ein Viertel der gesamten Ausgaben. Bis 2029 wird der Anteil auf fast 30 Prozent steigen. Geld, das für andere Bereiche wie Bildung fehlt, wie die Chefin des arbeitgebernahen Forschungsinstituts Eco Austria, Monika Köppl-Turyna, bei einer Parlamentsenquete diese Woche anmerkte.
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In Dänemark wurde eine Erhöhung des Rentenalters auf 70 fixiert. Der Präsident der österreichischen Industriellenvereinigung, Georg Knill, findet an der Idee Gefallen. Das Modell hat Vorteile. Und schafft neue Probleme
Nun ist das Thema auch in Österreich angekommen. Arbeiten bis 70: Was im dänischen Parlament gerade beschlossen wurde, würde auch der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Knill (52), gern in Österreich umgesetzt sehen. Jedenfalls soll es in diese Richtung gehen, sagte er in der ZiB 2 am Mittwoch. "Wir haben die demografisch gleiche Entwicklung wie in Dänemark." Das heimische Pensionssystem ist aufgrund der laufend steigenden Kosten nicht sicher, argumentiert Knill.
Die Entscheidung des dänischen Parlaments hat den Streit um die Frage, wie lange wir in Zukunft arbeiten müssen, in ganz Europa belebt. Denn die Herausforderungen ähneln einander in allen Ländern – der Kontinent altert angesichts niedriger Fertilitätsraten und einer gestiegenen Lebenserwartung zügig. Die Debatte fällt in Österreich aktuell auf besonders fruchtbaren Boden: Die Koalition hat soeben ein Sparbudget beschlossen. Familienleistungen werden gekürzt, Steuern erhöht. Bei den Pensionen steigen die Zuschüsse aber weiter an. Bereits jetzt fließen aus dem Budget 30 Milliarden Euro für Zuschüsse in die Pensionsversicherung und für Beamtenpensionen. Das ist ein Viertel der gesamten Ausgaben. Bis 2029 wird der Anteil auf fast 30 Prozent steigen. Geld, das für andere Bereiche wie Bildung fehlt, wie die Chefin des arbeitgebernahen Forschungsinstituts Eco Austria, Monika Köppl-Turyna, bei einer Parlamentsenquete diese Woche anmerkte.
Pension erst mit 70: Wer nur über das Alter spricht, hat die wahren Probleme nicht verstanden
In Dänemark wurde eine Erhöhung des Rentenalters auf 70 fixiert. Der Präsident der österreichischen Industriellenvereinigung, Georg Knill, findet an der Idee Gefallen. Das Modell hat Vorteile. Und schafft neue Probleme
