Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Österreich

Wer schaukelt in der sozialen Hängematte?
Es gibt ein paar gute Gründe, das System der Sozialhilfe in Österreich zu reformieren. Wenn sich die Regierung aufrafft, könnte das ein großer Wurf werden

Es sind immer wieder Einzelfälle, die die Debatte hochkochen lassen: Zuletzt machte der Fall einer syrischen Familie mit elf Kindern die Runde, die in Wien alles in allem 9000 Euro an Sozialleistungen vom Staat erhält. In Wien gibt es insgesamt vier Familien mit jeweils elf Kindern, die Mindestsicherung beziehen.

Das ist in mehrerlei Hinsicht erstaunlich. Familien mit elf Kindern sind schon recht ungewöhnlich. In Debatten stellt sich die Frage: Ruinieren diese Familien das Sozialsystem, oder werden uns diese Kinder das Pensionssystem sichern? Eine gültige Antwort darauf gibt es nicht, das wird auch von den Biografien dieser Menschen abhängen, die noch nicht geschrieben sind.

9000 Euro für 13 Personen, das sind 700 pro Kopf. Reich wird diese Familie nicht, aber mit diesen Beträgen kann man gut über die Runden kommen. Einen Anreiz, arbeiten zu gehen, bietet dieses Einkommen aus Sozialleistungen jedenfalls nicht. Ganz abseits einer Diskussion über den Kinderreichtum von Familien, die in der Regel nicht aus Österreich kommen, ist dieses arbeitslose Einkommen anderen Menschen, die arbeiten gehen und ein durchschnittliches Gehalt beziehen, nicht erklärbar.

 
Kurz und die ÖVP brauchen einander nicht mehr
Nach seinem Freispruch wird über ein politisches Comeback von Sebastian Kurz spekuliert – doch die Welt hat sich weitergedreht

Man kann Gerichtsurteile vielfältig lesen. Sebastian Kurz, der sich vor dem zweitinstanzlichen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Wien von der Justiz ungerecht behandelt gefühlt hatte, wechselte nach seinem Freispruch in den "Ich habe immer gewusst, dass es so ausgeht"-Modus. Freilich vergaß er nicht zu erwähnen, dass er tatsächlich dort gesessen sei, wo "sonst Mörder und Schwerverbrecher sich verantworten müssen" – und er beklagte den "Aufwand", mit dem ihm der Prozess gemacht worden sei. Das ist der Rechtsstaat, möchte man ihm zurufen. Glücklicherweise wird hier großer Aufwand betrieben, um über Schuld oder Unschuld eines Menschen zu befinden.

Man kann das Urteil auch so lesen: Nun steht zumindest fest, dass Kurz als Kanzler sehr wohl über parteipolitisch motivierte Besetzungen in der Staatsholding Öbag Bescheid wusste. Er hat, so beschied das OLG, die Frage dazu mit Ja beantwortet. Abgesehen davon wird von Kurz und seinen Fans in Politik und Medien schon die Anklage durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) als etwas angesehen, das knapp an Majestätsbeleidigung vorbeischrammt – parteipolitisch motiviert, versteht sich.

 
Haben wir seiner Kürzlichkeit und der FPÖ zu verdanken
Kritik an steigenden Verwaltungskosten der Gesundheitskasse
Die Zusammenlegung der Kassen zieht laut "Profil" Mehrkosten nach sich, zumal weiter uneinheitliche Strukturen bestehen. Die ÖGK verweist auf sehr wohl erzielte Effizienzgewinne

Im Budget der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) klafft ein beträchtliches Loch. Heuer wird mit einem Defizit von rund 900 Millionen Euro gerechnet. Um etwas dagegen zu tun, will die ÖGK bei bestimmten Leistungen künftig (mehr) Geld von den betroffenen Patientinnen und Patienten verlangen: Ab Juli kommt etwa eine Kostenbeteiligung bei Krankenbeförderungen, der Eigenkostenanteil bei orthopädischen Maßschuhen wird erhöht.

Sparen will die ÖGK auch bei ihren eigenen Verwaltungskosten, die rund zwei Prozent ihres Gesamtbudgets ausmachen. Bis zum Jahresende sollen 86 Stellen nicht nachbesetzt werden, zudem wird über eine Reduktion von Verwaltungsflächen nachgedacht, wodurch Mieten und Energiekosten gespart werden könnten.

 
Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Eine völlig kranke Veranstaltung in einer Kirche im Beisein des Bundespräsidenten wird von ÖRR-Schrott absichtlich falsch/harmlos dargestellt, so sah das wirklich aus:

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Man weiß nicht was abartiger war: die Darbietung oder die erbärmlichen feigen Zuschauer die vermutlich noch geklatscht haben

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Eine völlig kranke Veranstaltung in einer Kirche im Beisein des Bundespräsidenten wird von ÖRR-Schrott absichtlich falsch/harmlos dargestellt, so sah das wirklich aus:

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Man weiß nicht was abartiger war: die Darbietung oder die erbärmlichen feigen Zuschauer die vermutlich noch geklatscht haben

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Paderborn ist irgendwo in NRW, nicht weit weg von Dortmund und Bielefeld glaube ganz in der Nähe, hat also nichts mit Österreich zu tun. Geschmäcker sind verschieden, ist auch nicht mein Geschmack, aber die Hühner mit de Windeln erinnern doch stark an dein Trumpltier. Bei deinem Geschmack kommen wahrscheinlich sehr vielen Menschen das Kotzen, was nichts zu sagen hat.

P.S.: Übrigens wird er schon als Hühnchen gehandelt, der unfähigste, korrupteste und rassistischste Präsident den die USA je hatte

 
Negative Stimmung trotz guter Erfahrungen
Sechs von zehn Österreicherinnen und Österreichern glauben, dass Menschen in unserem Land nicht gerecht behandelt werden. Fragt man sie nach persönlichen Erfahrungen, zeigt sich ein viel positiveres Bild

Wien/Linz – 55 Prozent der österreichischen Wahlberechtigten meinen, dass das Leben in Österreich heute schlechter wäre als vor fünf Jahren, nur sieben Prozent sehen eine Verbesserung. Das ist eines der Ergebnisse einer Market-Umfrage im Auftrag des STANDARD. Die Frage wurde in den vergangenen Jahren mehrfach gestellt und das Ergebnis war stets ein Überwiegen der negativen Einschätzung – schon vor zehn Jahren sagten 53 Prozent, dass das Leben damals (also 2015) schlechter gewesen wäre als fünf Jahre davor (also 2010).

"Damals wie heute gibt es keine einzige Bevölkerungsgruppe, die mehrheitlich meinen würde, dass sich die Verhältnisse gebessert hätten. Menschen nehmen eben negative Nachrichten deutlich stärker wahr als positive, so verbreitet sich schlechte Stimmung", sagt Market-Institutsleiter David Pfarrhofer. Nur in der Zeit der Regierung Kurz I war die negative Ausprägung etwas geringer, damals sagten besonders viele Menschen, dass die Verhältnisse über die Jahre etwa gleichgeblieben wären.

 
80 Jahre Brünner Todesmarsch: Versöhnung ohne Österreich
Zwar gibt es Gedenkveranstaltungen entlang der Grenze, im kulturellen Gedächtnis der Zweiten Republik fehlt das Kapitel von Vertreibung und Zwangsaussiedelung aber
In seinem Gastkommentar schreibt der Historiker Niklas Perzi, dass es 80 Jahre nach 1945 möglich sein sollte, auch in Österreich neue Wege zu gehen.

Tschechisch und deutsch singend, schreiten die Menschen am Waldrand entlang, passieren die Grenze zu Tschechien, die sich hier reichlich unspektakulär präsentiert. Zwei tschechische Priester zelebrieren die Messe in einem Waldstück. Mauerreste und Brunnen erinnern daran, dass hier einmal Gebäude standen. Doch das Dorf Romau (Romava) wurde nach der Vertreibung seiner deutsch(sprachig)en Einwohnerinnen und Einwohner nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dem Erdboden gleichgemacht – so wie hunderte andere auch.

Überall entlang der österreichisch-tschechischen Grenze finden 80 Jahre nach 1945 Veranstaltungen zum Gedenken an die Vertreibung und Zwangsaussiedelung der mehr als drei Millionen Deutschböhmen und Mährer aus der damaligen Tschechoslowakei statt – meist gemeinsam besucht von den Nachfahren der Betroffenen und heute in den Städten und Regionen lebenden Tschechen. Viele davon sind auch von diesen initiiert worden. Den Höhepunkt bildet am letzten Maitag der "Brünner Versöhnungsmarsch", der an die Opfer des "Brünner Todesmarsches" erinnert und symbolisch von Pohrlitz (Pohořelice) in die Stadt Brünn zurückführt. Während jedoch aus Deutschland Minister und Abgeordnete teilnehmen, glänzt das "offizielle" Österreich, sieht man von der Diplomatie ab, durch Abwesenheit. Auch im polit-medialen Diskurs zu Gedenken und Erinnern findet das Gedenken daran in Österreich kaum ein Echo.

 
Geplantes Kopftuchverbot
Verhüllt auf Wunsch – oder unter Zwang? Zwei Geschichten aus dem Klassenzimmer
Leila wurde dazu gezwungen, Alina fand es cool: Zwei Mädchen erzählen, warum sie ein Kopftuch trugen, es wieder abgelegt haben, was Freiheit für sie bedeutet und was sie von dem geplanten Kopftuchverbot an Schulen halten

Leila* kommt an diesem Schultag im April 2023 zu spät. Erst nach dem Läuten platzt das große Mädchen mit dem schmalen Gesicht, den langen Wimpern und den Baggy-Jeans in das Klassenzimmer der Kärntner Mittelschule. Die Blicke ihrer Mitschüler:innen und des Lehrers fallen auf sie. "Sie haben mich alle komisch angeschaut", erinnert sich die damals 13-Jährige. Nicht weil Leila zu spät ist, sondern wegen des Kopftuchs. Gestern war es noch nicht um Leilas Kopf geschlungen. Von einem Tag auf den anderen sitzt sie mit Kopftuch im Unterricht.

 
Zurück
Oben