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Mehr zahlen für Arbeitslosenversicherung: Das wackelige Argument mit den fairen Beiträgen
Gleiche Beiträge für alle: So lautet eine Begründung, warum Niedrigverdiener Vorteile bei der Arbeitslosenversicherung verlieren sollen. Doch die Regierung durchbricht dieses Prinzip gerade selbst
Die ganz breiten Schultern sind es nicht, die da beansprucht werden: Im Zuge ihres Sparpakets will die Regierung Ermäßigungen bei der Arbeitslosenversicherung streichen, sodass jeder und jede künftig die vollen 2,95 Prozent des Bruttoeinkommens abliefern muss. Bisher sind Menschen, die unter 2225 Euro im Monat blieben, gänzlich befreit, darüber gibt es eine Staffelung. Erst ab 2630 Euro ist der reguläre Beitrag fällig.
Eine auf Frauen und gering bezahlte Beschäftigte zugeschnittene De-Facto-Lohnkürzung nennt das gewerkschaftsnahe Momentum-Institut diesen Einschnitt. Sieben von zehn Betroffenen seien weiblich. Auf bis zu 735 Euro netto im Jahr summiere sich der Verlust.
Nicht alle zahlen ein
Unter Erklärungsdruck stehen folglich besonders die Sozialdemokraten, zu deren Anspruch der Einsatz für Niedrigverdiener zählt. Josef Muchitsch griff unlängst im STANDARD-Gespräch zu einem systemischen Argument. Er habe volles Verständnis für die betroffenen Menschen, weshalb es für bereits bestehende Dienstverhältnisse eine lange, verträgliche Übergangsfrist geben werde, schickte der Sozialsprecher und Chefgewerkschafter der SPÖ voraus. Doch zur Stärkung der Arbeitslosenversicherung werde nun ein Prinzip wiederhergestellt, das bei allen anderen Sozialabgaben auch gelte: "Die Pensionsbeiträge etwa sind mit 10,25 Prozent viel höher und trotzdem für alle gleich. Das wird grundsätzlich von allen getragen."
www.derstandard.at
Gleiche Beiträge für alle: So lautet eine Begründung, warum Niedrigverdiener Vorteile bei der Arbeitslosenversicherung verlieren sollen. Doch die Regierung durchbricht dieses Prinzip gerade selbst
Die ganz breiten Schultern sind es nicht, die da beansprucht werden: Im Zuge ihres Sparpakets will die Regierung Ermäßigungen bei der Arbeitslosenversicherung streichen, sodass jeder und jede künftig die vollen 2,95 Prozent des Bruttoeinkommens abliefern muss. Bisher sind Menschen, die unter 2225 Euro im Monat blieben, gänzlich befreit, darüber gibt es eine Staffelung. Erst ab 2630 Euro ist der reguläre Beitrag fällig.
Eine auf Frauen und gering bezahlte Beschäftigte zugeschnittene De-Facto-Lohnkürzung nennt das gewerkschaftsnahe Momentum-Institut diesen Einschnitt. Sieben von zehn Betroffenen seien weiblich. Auf bis zu 735 Euro netto im Jahr summiere sich der Verlust.
Nicht alle zahlen ein
Unter Erklärungsdruck stehen folglich besonders die Sozialdemokraten, zu deren Anspruch der Einsatz für Niedrigverdiener zählt. Josef Muchitsch griff unlängst im STANDARD-Gespräch zu einem systemischen Argument. Er habe volles Verständnis für die betroffenen Menschen, weshalb es für bereits bestehende Dienstverhältnisse eine lange, verträgliche Übergangsfrist geben werde, schickte der Sozialsprecher und Chefgewerkschafter der SPÖ voraus. Doch zur Stärkung der Arbeitslosenversicherung werde nun ein Prinzip wiederhergestellt, das bei allen anderen Sozialabgaben auch gelte: "Die Pensionsbeiträge etwa sind mit 10,25 Prozent viel höher und trotzdem für alle gleich. Das wird grundsätzlich von allen getragen."
Mehr zahlen für Arbeitslosenversicherung: Das wackelige Argument mit den fairen Beiträgen
Gleiche Beiträge für alle: So lautet eine Begründung, warum Niedrigverdiener Vorteile bei der Arbeitslosenversicherung verlieren sollen. Doch die Regierung durchbricht dieses Prinzip gerade selbst