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Nachrichten aus Österreich

Ein 17-Jähriger stand in Feldkirch vor Gericht: Hitlerverehrung, NS-Propaganda, Columbine-Faszination und der Plan für einen Amoklauf samt bereits angelegter Todesliste an einer Schule. Am Ende gab es milde neun Monate bedingt und auffallend wenig mediale Aufmerksamkeit außerhalb Vorarlbergs.
Am 19. Mai 2026 musste sich ein erst 17-Jähriger am Landesgericht Feldkirch vor einem Geschworenengericht verantworten. Die Vorwürfe waren massiv: Der Jugendliche soll zwischen 2022 und 2023 mehrfach Adolf Hitler verherrlicht, NS-Inhalte verbreitet, einen Amoklauf gutgeheißen und selbst einen Angriff auf eine Schule geplant haben.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte der damals 15-Jährige einen Amoklauf an einer Koblacher Schule ins Auge gefasst. Als Datum soll nach Vorbild des Schulattentats von Columbine zunächst der 20. April, Hitlers Geburtstag, vorgesehen gewesen sein. Weil dieser auf einen Samstag fiel, habe der Bursche schließlich den 30. April, Hitlers Todestag, gewählt. Ermittler:innen fanden Aufzeichnungen und eine Todesliste mit den Namen derer, die bei der Tat sterben sollten. Auslöser der Ermittlungen war offenbar, dass der Jugendliche anderen von seinen Plänen erzählte.

Parallel dazu verherrlichte der Jugendliche Hitler und den Nationalsozialismus in sozialen Netzwerken, Chatgruppen und auch gegenüber Polizeibeamten. Wurden Profile gesperrt, habe er neue angelegt. In seinen elektronischen Geräten fanden sich einschlägige Codes wie „88“, außerdem soll er Aussagen über ein „neues Reich“ und menschenfeindliche NS- und homophobe Vorstellungen verbreitet haben. Auch während eines Aufenthalts im Landeskrankenhaus Rankweil und später in Untersuchungshaft kam es laut Anklage zu weiteren Vorfällen: Der Jugendliche soll unter anderem eine Hakenkreuz-Armbinde aus Papier gebastelt, den Hitlergruß gezeigt und Fotos davon verschickt haben.

“Gut, dass Adolf Hitler die Ausländer weggeschafft hat”, äußert der Teenager vor Gericht seine Einstellung. Hitler wäre als Präsident von Österreich geeignet gewesen, meint er an anderer Stelle. Der Ex-Schüler schwärmt von einem “neuen Reich” ohne “Schwuchteln”, er plante sogar, einen “Song” zu komponieren, in dem er seine Ansichten mitteilen wollte. (vn.at, 19.5.26)


Ja, über die Planung des Terror bei einem Taylor-Swift Konzert und den Gerichtsprozess wurde medial auffallend viel berichtet
 
Demo: Starkes Signal gegen Verkehrslawine
Tausende Menschen haben am Samstag gegen die Verkehrsflut auf dem Brenner protestiert. „So kann es einfach nicht mehr weitergehen“, sagte Karl Mühlsteiger, Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner (Bezirk Innsbruck-Land), als Initiator der Demonstration. Die Schmerzgrenze der Bevölkerung im Wipptal sei erreicht.

„Ihr geht in die Geschichte ein“, rief Mühlsteiger den Demonstrierenden zu Beginn der Veranstaltung am Samstag um kurz vor 14.00 Uhr zu. Dass so viele Menschen dem Aufruf zur Demo gefolgt seien, sei für Mühlsteiger „berührend“ und „ergreifend“. Die Bevölkerung stehe hier nun „erhobenen Hauptes“, hielt der Ortschef fest.

Am Brenner sei jedenfalls eine „Schmerzgrenze erreicht“, sagte Mühlsteiger und verwies auf die Millionen Fahrzeuge, die jährlich durch das Nadelöhr fahren. „Wir dürfen uns unser Land nicht nehmen lassen“, verdeutlichte er und fügte hinzu: „Die Bevölkerung war vor der Autobahn hier“ – dafür erntete er prompt frenetischen Applaus von den Teilnehmenden. „Wir kollabieren mittlerweile unter den extremen Abgasen“, so Mühlsteiger weiter.

 
Blutige Abrechnung: Die Paten aus Montenegro hinter dem "Figlmüller-Mord"
Mitten in Wien wurde vor acht Jahren ein 31-jähriger Mann eiskalt erschossen. Nun dürfte die Polizei endlich seinen Mörder geschnappt haben. Doch der Drogenkrieg auf dem Balkan tobt weiter

Es ist Freitag, der 21. Dezember 2018. Drei Tage vor Weihnachten herrscht Hochbetrieb in der Wiener City. In der beliebten schmalen Fußgängerpassage zwischen Bäckerstraße und Wollzeile unweit des Stephansdoms, in der sich Geschäfte an Lokale und Cafés in uralten Häusern reihen, flanieren Menschen durch die Gassen, erledigen Einkäufe und Touristen bestaunen die Sehenswürdigkeiten der historischen Innenstadt.

Mitten in diesem Trubel sitzt Vladimir R., 31 Jahre alt, im traditionsreichen Schnitzelrestaurant Figlmüller mit zwei Freunden beim Mittagessen. Das Lokal ist gut besucht. Die drei speisen in Ruhe.

Dabei sitzt Vladimir R. wohl sprichwörtlich der Hauch des Todes im Nacken. Noch vor wenigen Wochen war der mehrfach vorbestrafte Kriminelle in einem Gefängnis am Balkan. Nach seiner Entlassung macht er sich dort schnellstmöglich aus dem Staub. Vladimir R. flüchtet drei Tage zuvor nach Wien, um unterzutauchen. Er versteckt sich vor seinen Feinden.

Doch die sind ihm gefolgt.

Gegen 13.30 Uhr verlässt Vladimir R. mit Anhang das Lokal und tritt ins Weihnachtsgewusel. Dann fallen Schüsse. Mindestens fünf.

 
Islamistischer Extremismus: Sechs Festnahmen, 14 Hausdurchsuchungen
Einschlägige Netzwerke wurden bei gezielten Schwerpunktaktionen im Mai "nachhaltig geschwächt"

Dem heimischen Verfassungsschutz ist ein Schlag gegen den islamistischen Extremismus gelungen, der – wie die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) am Wochenende mitteilte – einschlägige Netzwerke "nachhaltig geschwächt" haben dürfte. Sechs Personen wurden festgenommen, 14 Hausdurchsuchungen durchgeführt. In die gezielt im Mai gesetzte Schwerpunktaktion waren alle neun Landesämter Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) eingebunden.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um fünf männliche Jugendliche und Erwachsene im Alter zwischen 14 und 45 Jahren und eine 16-Jährige. Ihnen wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, das Verbreiten von Propagandamaterial der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS), Aufforderung zu terroristischen Straftaten und das Gutheißen von terroristischen Straftaten vorgeworfen. Bei den Hausdurchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel – Mobiltelefone, Datenträger, Laptops, Klapp- und Kampfmesser, Schriftstücke und einschlägige Bekleidungsstücke – sichergestellt. Die elektronischen Geräte und Datenträger müssen nun ausgewertet werden.

 
Culture Clash: Pausenbrot im Ramadan
Die ÖVP kann sich ein Fastenverbot für Schüler vorstellen. Symbolpolitik? Oder eine taugliche Antwort auf ein reales Problem?

Welche schulischen Probleme die durch Digitalisierung und Migration geprägte Gegenwart mit sich bringt, hätte zur Jahrtausendwende vermutlich auch kaum einer für möglich gehalten: Handysucht und Fasten. Gegen Ersteres soll es ein Social-Media-Verbot geben, bei Zweiterem hat ÖVP-Staatssekretär Alexander Pröll nun via „Krone“ aufhorchen lassen: „Eigentlich müsste man auch das Ramadan-Fasten für Kinder unter 14 Jahren verbieten.“

 
Messerangriffe: Drei Männer in Lebensgefahr
Nach zwei Messerangriffen in Wien-Favoriten und Wien-Leopoldstadt schweben drei Männer in Lebensgefahr. Zwei Männer wurden am Samstagnachmittag im Zuge eines Raufhandels auf dem Viktor-Adler-Platz schwer verletzt. Der zweite Angriff ereignete sich in der Nacht auf Sonntag in der Taborstraße.

In Favoriten gerieten laut Polizei am Samstagnachmittag gegen 15.45 Uhr mindestens vier Männer auf dem Viktor-Adler-Platz in Streit. Beim mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 25-Jährigen. Er soll einen 28-Jährigen und einen 31-Jährigen mit einem Messer attackiert haben. Der 31-Jährige erlitt eine lebensgefährliche Bauchverletzung, der 28-Jährige eine lebensgefährliche Stichverletzung im Rückenbereich.

Fahndung nach 25-Jährigem
Augenzeugen riefen die Polizei. Polizisten leisteten bis zum Eintreffen der Berufsrettung Erste Hilfe. Der 31-Jährige wurde nach der notfallmedizinischen Versorgung in den Schockraum eines Spitals gebracht. Der 28-Jährige ging trotz seiner schweren Verletzung laut Polizei zunächst selbst vom Tatort weg. Inzwischen ist er jedoch auch in einem Krankenhaus.

Der 25-jährige Tatverdächtige soll mit einem Begleiter vom Tatort geflüchtet sein. Durch Zeugenaussagen wurde er rasch identifiziert. Nach ihm wird laut Polizei intensiv gefahndet. Sowohl der Tatverdächtige als auch die Opfer sind indische Staatsbürger.


 
Ob Krisen oder Kriege: Hört der Zeitgeschichte zu!
Historikerinnen und Historiker sollen sich mehr Gehör verschaffen, denn ihre Erkenntnisse finden zu wenig Beachtung. Dabei könnten gerade sie politisch-gesellschaftliche Umwälzungen erklären

Zeit- und Kulturhistoriker Peter Pichler wirbt in seinem Gastkommentar dafür, mehr auf die Zeitgeschichte zu hören und er fordert gleichzeitig seine Kollegenschaft auf, sichtbarer zu werden.

Mai Thi Nguyen-Kim, eine profilierte Erklärerin von Wissenschaft im deutschsprachigen Raum, hat vor Kurzem im STANDARD erläutert (25.4.2026), dass wir völlig überschätzen, was Rationalität leisten kann. Gerade im Vermitteln von Forschungsergebnissen geht es viel mehr darum, Vertrauen zu bilden und das gute alte Bauchgefühl zu nutzen. Damit legte sie den Finger an eine Schlüsselstelle und zeigte auf, wie schlecht wir eigentlich oft mit den Krisen unserer Zeit umgehen.

Wenn man derzeit in die öffentliche Debatte gerade in Österreich blickt, ist eines beachtenswert paradox: Wir befinden uns in der historisch prägendsten und furchteinflößendsten Phase der Zweiten Republik seit 1945, inklusive der Umbrüche um 1989/90 (Deutsche Einheit und Fall des Eisernen Vorhangs, Anm.). Die Geschichte ist am Dampfen, Kochen und Voran-Rasen wie seit Jahrzehnten nicht. Und dennoch gibt es in der Wahrnehmung und Deutung der aktuellen Krisen als zeithistorisches Geschehen ein bemerkenswertes Defizit.

 
Mit ein paar Federstrichen Milliarden sparen? Das ist Humbug
Eine Gesundheitsreform wird nur Geld bringen, wenn es weniger Leistungen oder Gehaltskürzungen gibt. Auch bei einer Pensionsreform zahlt jemand drauf. Die große Frage ist: Wollen wir das?

Man könnte es schon so sagen: Österreichs Bevölkerung ist an der Nase herumgeführt worden. Seit Jahren verkünden Experten, im Staatshaushalt ließen sich Milliarden einsparen, ohne dass es jemandem wehtut. Die Erzählung geht so: Teile der Verwaltung seien ineffizient, zu viele Parallelstrukturen. Durch ordentliche Strukturreformen im Gesundheitswesen und bei der föderalen Verwaltung sei viel Geld zu holen. Obendrauf noch eine Pensionsreform und das Budget wäre schon saniert.

Und was macht stattdessen die Regierung aus ÖVP, SPÖ, Neos? Wieder nur Klein-Klein im Rahmen des geplanten Doppelbudgets 2027 und 2028, überall etwas kürzen, neue Steuern erfinden, alles mutlos.

Doch diese Experten, insbesondere manche Ökonomen, die das Wort Strukturreform lieben, machen es sich zu leicht. Richtig ist, dass Österreich für Gesundheit und Pensionen viel ausgibt. Auf 47 Milliarden Euro belaufen sich die öffentlichen Gesundheitsausgaben, davon werden fast 30 Milliarden aus Steuermitteln finanziert. Auf 33 Milliarden Euro summieren sich die Zuschüsse und Zahlungen des Bundes für Pensionen. Wer wirklich Geld sparen möchte, wird an diesen großen Brocken nicht vorbeikommen. Andere Ausgaben, die öffentlich gern diskutiert werden, wie Mindestsicherung (1,5 Milliarden Euro), kosten im Vergleich dazu einen Klacks. Doch bei Gesundheit und Pensionen sparen heißt: weniger Leistung. Schmerzlos geht da gar nichts.

 
Regierung wollte mit privaten Spenden Armut bekämpfen – und erhielt null Euro
Der neu eingerichtete Fonds zur Armutsbekämpfung blieb leer, nun will die Sozialministerin doch 30 Millionen an Steuergeld ausgeben. Der Flop sei absehbar gewesen, kritisieren die Grünen

Dass ein Sozialministerium etwas gegen die Armut tun will, liegt in der Natur der Sache. Trotzdem klang jener Plan, der es in das Regierungsprogramm geschafft hat, eigentümlich. Denn in den ins Leben gerufenen "Fonds zur Armutsbekämpfung" sollte kein einziger Cent an öffentlichem Geld fließen.

Stattdessen hoffte das von Ministerin Korinna Schumann (SPÖ) geführte Sozialressort auf "Zuwendungen, Schenkungen, Erbschaften und Vermächtnisse", um die Lebensbedingungen sozial vulnerabler Gruppen zu verbessern und innovative Instrumente für ebendiesen Zweck zu erproben. In der Folge sollten auch die Zinsen aus dem im Fonds angehäuften Vermögen das ihre beitragen.

Kein Euro geschenkt
Wie viel Geld hat das Ministerium bisher auf diese Weise mobilisiert? Die Grünen haben in einer parlamentarischen Anfrage nachgebohrt – und eine Antwort erhalten, die wenig Interpretationsspielraum offen lässt: Im Fonds landeten exakt null Euro.

Entsprechend knapp fielen auch die Antworten auf die konkretisierenden Nachfragen der Oppositionspartei aus. Weil die Mittel fehlten, wurden keinerlei Projekte gefördert.


Ja, eine Schnapsidee.
 
Islamismusexperte Mansour zur Jugendstudie: "Wir Demokraten haben diese Entwicklung komplett verschlafen"
Ahmad Mansour über islamistische Propaganda, Parallelgesellschaften und die wachsende Entfremdung junger Muslime von der Demokratie

Die Ergebnisse der Wiener Jugendstudie über Einstellungen junger Zugewanderter sorgen für heftige Debatten. Für den Psychologen und Extremismusforscher Ahmad Mansour sind sie jedoch keine Überraschung, sondern das Ergebnis jahrelanger Verdrängung. Im Interview analysiert er den wachsenden Einfluss islamistischer Influencer und Tiktok-Imame, benennt politische Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre und erklärt, warum der Kampf gegen Radikalisierung heute vor allem online stattfindet.

Die Studie des Sozialforschers Kenan Güngör zu Einstellungen junger Zugewanderter in Wien zeigt alarmierende Tendenzen unter muslimischen Jugendlichen: 41 Prozent der Befragten geben an, religiöse Gebote stünden für sie über staatlichen Gesetzen. Der deutsch-israelische Extremismusexperte Ahmad Mansour sieht darin das Symptom eines lange verdrängten Problems.

STANDARD: Was denken Sie über die Ergebnisse der Wiener Jugendstudie?

Mansour: Ich bin eher überrascht, dass wir überrascht sind. Das ist ja nicht neu. Ich habe vor zehn Jahren schon ähnliche Aussagen gehört – in Studien und vor allem auch in Schulen. Für mich zeigt das: Wir haben zehn Jahre mit Phantomdiskursen verloren. Wir haben ein massives Integrationsproblem. Menschen wie ich, die auf Probleme hingewiesen haben, standen plötzlich in Islamophobie-Reporten, galten als Islamhasser oder Rassisten. Statt über die Realität zu sprechen, wurde die Debatte moralisiert.

STANDARD: Auch diese Studie wurde sofort kritisiert. Manche zweifeln die Aussagekraft an, weil sie nicht repräsentativ ist. Wie ordnen Sie das ein?

Mansour: Wenn das die erste Studie dieser Art wäre, könnte ich diese Diskussion nachvollziehen. Wir reden aber nicht über einen Einzelfall. In Deutschland und Österreich gibt es seit Jahren ähnliche Beobachtungen. Die Ergebnisse zeigen immer wieder dieselben Muster. Deshalb finde ich diese reflexhafte Kritik problematisch. Das ist oft eine Strategie der Realitätsverweigerung. Wir reden hier nicht über "die Muslime". Wir reden über konkrete Einstellungen in bestimmten Milieus.

STANDARD: Wie interpretieren Sie die 41 Prozent? Jugendliche Provokation oder Ausdruck einer tieferen Entfremdung von der Demokratie?

Mansour: Seit dem 7. Oktober 2023 erleben wir eine massive Entfremdung von der liberalen Demokratie. Das hat viel mit der Propaganda des politischen Islam zu tun – mit Muslimbrüdern, Hamas-Narrativen und radikalen propalästinensischen Milieus, die diese Gesellschaft systematisch verteufeln. Die Ereignisse wurden genutzt, um Distanz zur Mehrheitsgesellschaft zu schaffen. In den sozialen Medien erleben wir eine enorme islamistische Propaganda. Diese Inhalte schlagen sich offline in solchen Aussagen nieder. Wenn ich in Wien mit 13 oder 14 nach Orientierung suche, lande ich heute oft auf Tiktok oder Instagram. Dort wird permanent gesagt: Der Westen ist gegen euch. Demokratie bedroht eure Identität. Das Problem ist nicht der Islam. Das Problem sind bestimmte Islamverständnisse. Problematisch wird es da, wo Menschen glauben, ihre Religion müsse über allem stehen und andere müssten sich unterordnen; wenn Meinungsfreiheit nur so lange akzeptiert wird, bis meine Religion kritisiert wird; wenn Gleichberechtigung abgelehnt wird.

 
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