Österreichs Schuldenberg
Finanzminister Marterbauer: "Wir haben das Geld nicht"
Ist hartes Sparen mit linken Grundsätzen vereinbar? Finanzminister Markus Marterbauer über wachsende Budgetnöte, schmerzhafte Einschnitte, die Aufgabe eigener Ansprüche und die Naivität des Neulings
Markus Marterbauer steht vor entscheidenden Wochen: Am Freitag starten die Verhandlungen zwischen dem Finanzministerium und den anderen Regierungsressorts, um die Sparpläne für die kommenden zwei Jahre im Detail zu fixieren. Zur Vorbereitung hatte der Neo-Politiker von der SPÖ unlängst sein Vorbild Ferdinand Lacina, in den Achtziger- und Neunzigerjahren selbst Finanzminister, zu Gast. Einer der Ratschläge: Streng sein!
STANDARD: Österreich spart trotz Rezession massiv, macht also genau das, wovor Sie als Ökonom immer gewarnt haben. Warum braucht es dafür einen Linken als Finanzminister?
Marterbauer: Auch aus ökonomischer Perspektive ist es unausweichlich, das Budget zu sanieren, weil uns sonst die Zinszahlungen für die Staatsschulden auffressen. Als Linker ist mir wichtig, dass unser Konsolidierungspaket Nachfrage und Beschäftigung relativ wenig dämpfen wird. Ob Bankenabgabe oder Energiekrisenbeitrag: Ich erwarte kaum negative Effekte. Dazu kommen noch Investitionen, etwa in Arbeitsmarkt und Bildung.
www.derstandard.at
Finanzminister Marterbauer: "Wir haben das Geld nicht"
Ist hartes Sparen mit linken Grundsätzen vereinbar? Finanzminister Markus Marterbauer über wachsende Budgetnöte, schmerzhafte Einschnitte, die Aufgabe eigener Ansprüche und die Naivität des Neulings
Markus Marterbauer steht vor entscheidenden Wochen: Am Freitag starten die Verhandlungen zwischen dem Finanzministerium und den anderen Regierungsressorts, um die Sparpläne für die kommenden zwei Jahre im Detail zu fixieren. Zur Vorbereitung hatte der Neo-Politiker von der SPÖ unlängst sein Vorbild Ferdinand Lacina, in den Achtziger- und Neunzigerjahren selbst Finanzminister, zu Gast. Einer der Ratschläge: Streng sein!
STANDARD: Österreich spart trotz Rezession massiv, macht also genau das, wovor Sie als Ökonom immer gewarnt haben. Warum braucht es dafür einen Linken als Finanzminister?
Marterbauer: Auch aus ökonomischer Perspektive ist es unausweichlich, das Budget zu sanieren, weil uns sonst die Zinszahlungen für die Staatsschulden auffressen. Als Linker ist mir wichtig, dass unser Konsolidierungspaket Nachfrage und Beschäftigung relativ wenig dämpfen wird. Ob Bankenabgabe oder Energiekrisenbeitrag: Ich erwarte kaum negative Effekte. Dazu kommen noch Investitionen, etwa in Arbeitsmarkt und Bildung.
Finanzminister Marterbauer: "Wir haben das Geld nicht"
Ist hartes Sparen mit linken Grundsätzen vereinbar? Finanzminister Markus Marterbauer über wachsende Budgetnöte, schmerzhafte Einschnitte, die Aufgabe eigener Ansprüche und die Naivität des Neulings