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Nachrichten aus Afrika

Über 700 Mio. Euro für weltweite Krisenhilfe
Die EU stellt mehr als 700 Millionen Euro für Vertriebene in Subsahara-Afrika sowie von Krisen betroffene Menschen weltweit bereit. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gestern in einer Videobotschaft für das wegen eines schweren Unwetters abgesagte Global Citizen Festival in New York an.

„Konflikte, extreme Wetterereignisse und steigende Lebenshaltungskosten bringen das Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt aus dem Gleichgewicht“, sagte die Spitzenpolitikerin.

Mit dem neuen Paket würden vertriebene Gemeinschaften in ganz Afrika unterstützt sowie die Gemeinschaften, die sie aufnehmen. Außerdem werde die Nothilfe für Menschen aufgestockt, die von den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine betroffen sind.

 
Ruanda tötet weiter, Trump fragt: Wie läuft Ebola?
Eine Journalistin steht im Oval Office, zurück aus dem Krieg, mit Beweisen in der Hand. Der mächtigste Mann der Welt hört ihr zu und erkundigt sich nach einer Seuche. Hariana Verás, angolanische Korrespondentin und erste afrikanische Journalistin mit Akkreditierung im Weißen Haus, wollte von Donald Trump wissen, was er gegen das Morden in der Demokratischen Republik Kongo unternimmt. Sie bekam eine Gegenfrage und danach die Tür vor der Nase.

Der Anlass war ein anderer. Trump hatte gerade den Bau eines riesigen Stahlwerks in Iowa verkündet, das größte seiner Art in der Geschichte, wie er betonte, und nahm dann Fragen entgegen. Schon bevor Verás sprach, stellte er sie vor wie ein Kuriosum. „Sie liebt Afrika, sie fragt immer nach Afrika. Über nichts anderes redet sie“, sagte er. „Gute Arbeit. Nur zu.“ Ein Lob, das nach Herablassung schmeckt. Zwischen einer Fabrik in Iowa und einem Krieg in Zentralafrika lag sein Interesse deutlich näher an der Fabrik. Verás blieb höflich. „Sie sind der Einzige, der begonnen hat, den 30 Jahre alten Krieg im Kongo zu beenden“, sagte sie und meinte den im Weißen Haus vermittelten Friedensvertrag zwischen Kongo und Ruanda von 2025. Der Osten des Landes ist reich an Bodenschätzen und arm an Frieden, seit Jahrzehnten. Der Frieden dort steht auf Papier, sonst nirgends.

 
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