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Nachrichten aus der Türkei

Genau diese dreimal gezeigte Arroganz gepaart mit Ignoranz (in zwei Fällen mit Dummheit dazu) ist das Problem. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Alles abnicken.

Wenn der falsch verstandene Nationalstolz in Verbindung mit Personenkult all das überlagert, dann bekommt das Volk genau das was es verdient. Deutschland hat das schon durch, Teile der Türkei kämpfen noch. Deren Meinung interessiert mich, eure könnt ihr gerne haben und behalten.


Der Khomeini von Köln

Die beiden Herren im Pkw machen keine Anstrengung, ihre Anwesenheit zu verbergen. In angemessener Entfernung, aber ohne besondere Vorsicht, beobachten sie das Gebäude und verzeichnen jeden türkischen Jungen und jedes türkische Mädschen, die an diesem Morgen das Haus verlassen – ein Strich für jedes Kind. Gegen Mittag werden die städtischen Beamten wieder da sein, ihre Strichliste herausholen und notieren, wieviele türkische Minderjährige das Haus im Kölner Norden dann wieder betreten.

Die ungewöhnliche Anhänglichkeit der Kölner Behörden gegenüber den türkischen Kindern in der Delmenhorster Straße 20b hält nun bereits über ein Jahr an. Der Grund: Das „Internat für muslimische Jugendliche“, in dem über hundert türkische Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet in vier Jahren zu islamischen Geistlichen ausgebildet werden sollen, entspricht nicht gerade den Vorstellungen des bundesdeutschen Jugendschutzes und abendländischer Kindererziehung. Im September vergangenen Jahres fürchteten das nordrhein-westfälische Landesjugendamt und die Stadt Köln sogar so sehr um „das leibliche, seelische und geistige Wohl“ der jungen Muslime, daß sie die sofortige Schließung der „klösterlichen Gemeinschaft“ anordneten. Seitdem ist die „Kaderschule mit eiserner Disziplin“, wie die Stadtverwaltung das Internat einstuft, erst recht ein ungelöstes Problem, das nunmehr auch Polizei und städtischen Ordnungshütern Kummer bereitet.



Formal begründeten die amtlichen Jugendschützer die Heimschließung damit, daß die Träger der Einrichtung trotz behördlicher Aufforderung weder pägadogisch ausgebildete Betreuer anstellten noch ein pädagogisches Konzept vorlegten. Noch mehr aber irritierte sie die islamisch-fundamentalistisch am Iranausgerichtete Erziehung der Kinder. Dabei wissen die Ordnungshüter bis heute nicht genau, was sich in dem in einem trostlosen Industriegebiet gelegenen Heim letztendlich abspielt. Nicht einmal die genaue Zahl der minderjährigen Bewohner ist amtlich.
Hartnäckig halten sich hingegen Gerüchte über paramilitärische Ausbildung und körperliche Züchtigung. Blutrünstige Videos, die den Krieg des Iran gegen den Irak verherrlichen, sollen ebenso zum Internats-Programm gehören wie der Drill zu exakten Korankenntnissen. Und der verehrte Iran gar soll die monatliche Miete von 12 000 Mark für das früher als Asylantenheim genutzte Haus zahlen. Vermutungen allesamt, die die Heimleiter freundlich, aber bestimmt, zurückweisen. Die jungen Muslime selbst sind verschwiegen. So stützt sich der behördliche Argwohn auf die Ansichten des türkischen Predigers Cemalettin Kaplan. Sein „Verband der Islamischen Vereine und Gemeinden“ hat das Internat gegründet. Der Khomeini von Köln, wie ihn seine Gegner nennen, gilt als der radikalste unter den türkischen Fundamentalisten, die Köln in den vergangenen Jahren zu ihrem Zentrum in Europa ausgebaut haben.




Bisher ist es der Stadt Köln jedoch nicht gelungen, die vom Landesjugendamt verordnete Schließung umzusetzen. Tatsächlich befinden sich die Ordnungshüter der Stadt in einem Dilemma. Da die muslimischen Eiferer das Feld nicht freiwillig räumen wollen, haben sie die Zwangsräumung angedroht. Eine für die Bundesrepublik einmalige Aktion, die nur mit einem massiven Polizeieinsatz möglich erscheint. Die Pläne für eine solche spektakuläre Aktion liegen bereits vor. Auch juristisch sei alles wasserdicht, heißt es.

Dennoch zögert die Stadt. Wohin mit den jungen Heimbewohnern? Schließlich geht es ja um ihr Seelenheil. Eike Johannis, der Amtsleiter des zuständigen Stadtbezirks Köln-Nippes, ist überzeugt, daß die Kinder nach drei Tagen wieder in Köln sind, Wenn die Eltern sie nicht zurückhalten. Das Spiel ginge von vorn los. Schon in der Vergangenheit, argwöhnen die Behörden, seien einige Minderjährige rechtzeitig vor jedem Amtsbesuch bei türkischen Familien oder in Moscheen versteckt worden.



So scheinen die Ordnungskräfte die Blamage mindestens ebenso zu fürchten wie den Gewalteinsatz. Die beiden Herren vom Ordnungsamt des Stadtbezirks Nippes werden daher in den nächsten Tagen wieder vor dem Heim Posten beziehen. Schließlich will man nicht mit leeren Händen dastehen, wenn es doch zur Zwangsräumung kommt. „Sonst lacht doch ganz Deutschland über uns“, prophezeit ein Beamter.
Zumindest in den nächsten Tagen wird es wohl kaum einen schlagzeilenträchtigen Einsatz gegen die starrköpfigen Türken im Kölner Norden geben. Schließlich ist Karneval. Da haben Kölns Schutzmänner anderes im Sinn.

Heinrich Billstein


Islamische Kaderschmiede: Der Khomeini von Köln | ZEIT ONLINE


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Der 61 Jahre alte religiöse Eiferer will die Türkei nach iranischem Vorbild in eine islamische Republik umwandeln. Der türkische Staat habe sich mit seiner „widerwärtigen Demokratie wie eine Kobra auf dem Feld der Märtyrer, dem islamischen Boden Anatoliens, breitgemacht“, ereifert sich Kaplans Missionsblatt Tebling („Verkündigung“) und ruft zum Umsturz des Unglaubensregimes in Ankara auf.
Wegen seiner Haßtiraden gegen die laizistische „gottlose türkische Republik“ wurde der Hodscha 1981 als Mufti (oberster Religionsbeamter) der Provinz Adana vorzeitig in den Ruhestand geschickt und in die Bundesrepublik ausgebürgert. Seitdem klebt auch der Verfassungsschutz an den Fersen der Kölner Khomeini-Kopie. So warnt der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz seit 1985 vor den Aktivitäten des Predigers. Das Kölner Verwaltungsgericht verbot ihm inzwischen sogar, von seinem Exil aus weiterhin zur Gewalt aufzufordern. Solche Aufrufe seien nicht von den Grundrechten der Religions- und Meinungsfreiheit gedeckt; übrigens ist der streitbare Mann längst als Asylant anerkannt.


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Deutschland hat seit Anfang der 80er Jahre die Islamisten gefördert.

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Was soll mir dieser Text über Kaplan nun sagen? Erdogan will heute nichts anderes und auch Atatürk ist Erdogan heute ein Dorn im Auge. Kaplan der alte liebte nur Allah und Kaplan der junge liebte die deutsche Demokratie, Macht, Geld, Allah. Genau in der Reihenfolge, also um was gehts?
 
Was soll mir dieser Text über Kaplan nun sagen? Erdogan will heute nichts anderes und auch Atatürk ist Erdogan heute ein Dorn im Auge. Kaplan der alte liebte nur Allah und Kaplan der junge liebte die deutsche Demokratie, Macht, Geld, Allah. Genau in der Reihenfolge, also um was gehts?


Um politisches Kalkül.
 
Das ganze Gejammer der deutschen Presse ist umsonst. Deutschland wird keinen Einfluss auf die türkische Politik haben. Auch dann nicht, wenn die Türkei aus dem Nordatlantikpakt entfernt werden sollte.

Es war Heuchelei der Türkei Hoffnung auf eine EU-Mitgliedschaft zugeben, damit wurde nur das laizistische System geschwaecht.

In den kommenden Jahren kann die Weltptresse vermehrt über solche Nachrichten berichten.

Natürlich war es Heuchelei, eine Mehrheit wäre nie zustande gekommen unter den EU Ländern. Genauso ist es Heuchelei gewesen als Mutti vor dem Referendum noch einmal zum Staatsbesuch in der Türkei war und generell die Zurückhaltung wegen der Flüchtlingskrise.

Trotzdem sind solche Artikel richtig, weil sie zumindest einzelnen ein Gesicht geben und auch ein Schutz ist. So erhöht man auch die Akzeptanz die politischen Flüchtlinge in Europa aufzunehmen, was letztlich zwar auch wieder der Türkei schadet, aber auch ein Stück mit Verantwortung zu tun hat. Das Exil wird jetzt zum wichtigen Faktor für den Restwiderstand in der Türkei.
 
Was fürn Idiot :facepalm:

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