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Nachrichten aus der VR China

Pjöngjang und Peking rücken enger zusammen – Kim Jong Un stellt sich hinter Chinas Kurs
Kim Jong Un nutzt das Treffen mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi, um eine klare Linie zu ziehen. Nordkorea unterstützt den Aufbau einer multipolaren Welt und stellt sich offen hinter Chinas Anspruch auf territoriale Integrität. Damit ist auch Taiwans Status angesprochen, den Peking als Teil seines Staatsgebiets betrachtet. Das Treffen in Pjöngjang findet in einer Phase statt, in der sich die internationale Lage weiter verhärtet. Kim spricht von gemeinsamen Interessen und davon, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern an Bedeutung gewinnen. Wang Yi bezeichnet die Zusammenarbeit als Eintritt in eine neue Phase, gestützt auf die Annäherung der vergangenen Jahre.

Nordkorea sucht dabei gezielt Anschluss. Nach Jahren der Isolation baut Kim seine Außenpolitik breiter auf. Russland bleibt ein zentraler Partner, vor allem durch militärische Unterstützung im Krieg gegen die Ukraine. Gleichzeitig wird China wieder stärker eingebunden, auch wirtschaftlich. Die Verbindungen werden konkreter. Flugverbindungen und Zugverkehr zwischen beiden Ländern sind nach der Pandemie wieder aufgenommen worden. Kontakte auf politischer Ebene nehmen zu, Treffen werden regelmäßiger. Wang Yi reist erstmals seit sieben Jahren wieder nach Nordkorea und führt Gespräche über weitere Kooperation.

Im Hintergrund steht ein größeres Bild. Kim positioniert sein Land als Teil eines Bündnisses gegen Washington. Gespräche mit den USA liegen seit Jahren auf Eis. Forderungen nach Abrüstung weist er zurück, Südkorea bezeichnet er inzwischen offen als Gegner. Das Treffen in Pjöngjang sendet damit ein klares Signal. Die Achse zwischen Nordkorea und China wird enger, während die Distanz zu den USA bestehen bleibt.

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China stellt sich bereit, das zu tragen, was niemand anfassen will
Unsere Recherchen deuten darauf hin, dass Peking bereit ist, hochangereichertes Uran aus Iran zu übernehmen. Es geht um rund 440 Kilogramm Material – eine Menge, die auf ein Blatt Papier passt und trotzdem schwer genug ist, um jeden Verhandlungstisch zum Kippen zu bringen. Nach amerikanischen Angriffen auf iranische Atomanlagen wird dieses Uran weiterhin im Land vermutet. Nicht offen sichtbar, nicht gesichert, nicht vergessen.

Dieses Material ist der harte Kern der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges. Donald Trump fordert, dass es aus Iran entfernt wird. In Washington gibt es Überlegungen, es selbst unter Kontrolle zu bringen. Und dann entsteht, fast geräuschlos, eine zweite Option. China signalisiert hinter den Kulissen, dass es bereit wäre, das Uran zu übernehmen oder es auf ein Niveau herunterzumischen, das für zivile Nutzung geeignet ist. Ein Angebot, das niemand laut ausspricht, aber jeder hört.

Diese Bereitschaft ist an Bedingungen geknüpft, die wie Schlösser wirken, zu denen mehrere Schlüssel passen müssen. Sowohl die USA als auch Iran müssten zustimmen. Offiziell äußert sich Peking nicht dazu. Doch diplomatische Quellen bestätigen, dass diese Möglichkeit intern geprüft wird. China ist Irans wichtigster Handelspartner. Das verschafft dem Land eine Rolle, die über reine Vermittlung hinausgeht. Es könnte nicht nur Einfluss nehmen, sondern direkt Verantwortung übernehmen — ein Wort, das in dieser Region selten freiwillig in den Mund genommen wird.

Die Entscheidung liegt nicht einfach auf dem Tisch. Sie liegt darunter. Das Material befindet sich unter beschädigten Anlagen, teilweise verschüttet, schwer erreichbar. Was politisch beschlossen werden kann, lässt sich technisch nicht sofort umsetzen. Jeder Zugriff wäre ein Risiko, jeder Transport ein eigener Einsatz, jede Bewegung ein Satz, der erst geschrieben werden muss, bevor er gesprochen werden darf.

Gleichzeitig steht eine zweite Frage im Raum, und sie wiegt schwerer als jede Bergung. Wer bekommt die Kontrolle? Sollte China das Material übernehmen, würde ein zentraler Teil davon nicht mehr in amerikanischer Hand liegen. Für Donald Trump ist genau das der Punkt, an dem aus einer technischen Lösung ein politisches Problem wird. Kontrolle ist hier kein Werkzeug. Kontrolle ist das Ziel.

 
Vollautomatisierte Repression
Mit Robotern gegen Aufstände? Chinas Polizei denkt die KI-Revolution durch
In einer Studie durchläuft die bewaffnete Polizei in China das Szenario von Unruhen in einer Großstadt: Wie urbane Proteste mit Robotern und KI eingedämmt werden können

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Gerade einmal fünfzig Minuten und 26 Sekunden brauchte der Humanoide in Peking für 21,1 Kilometer. Der Roboter unterbot damit den menschlichen Weltrekord im Halbmarathon deutlich. Wie der Roboter auf zwei Beinen am Sonntag durch die chinesische Hauptstadt jagte, bringt die ganze Welt zum Staunen. Neben der Laufsensation geistern zuletzt weitere Höchstleistungen chinesischer Roboter durch die Medien. Als im Februar der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz nach China reiste, durfte ein Besuch bei der Robotik-Firma Unitree nicht fehlen. Da führten die Roboter Kungfu auf, sprangen und tanzten hin und her. Und sie traten gegeneinander im Boxring auf.

Die Maschinen sind beeindruckend. Es ist schlicht faszinierend, den Metall-Dingern auf zwei Beinen beim Tanzen, Kämpfen oder Laufen zuzusehen. Vor allem in den letzten Monaten haben die Maschinen viel dazugelernt. Noch vor einem Jahr lagen die Laufroboter weit hinter ihren menschlichen Konkurrenten. Heute sind sie weit überlegen. Bei aller berechtigter Faszination: Die Entwicklung jener Maschinen schreitet auch in anderen Bereichen schnell voran. Beziehungsweise: Der Einsatzbereich für jene hochmodernen, leistungsstarken Maschinen ist nicht auf Unterhaltung beschränkt.

 

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Chinesische Experten spekulieren mit einem Ende des Petrodollar-Systems im Iran-Krieg
Chinesische Beobachter erachten den Beibehalt des weltweiten Ölhandels in US-Dollar als ein Motiv von Donald Trump für den Krieg in der Straße von Hormus. Wie China auf den Iran-Krieg blickt.

Steigt China gut oder schlecht aus dem US-israelischen Krieg mit dem Iran aus? Diese Frage diskutieren nicht nur westliche Beobachter. Auch in China selbst ist unter Experten eine Debatte über die Interpretation des Iran-Kriegs entbrannt.

Peking will nicht als Kriegsprofiteur dastehen
Das offizielle Peking jedenfalls setzt auf „strategische Zurückhaltung“: Zwar werden die Rufe nach einer Öffnung der Straße von Hormus, über die China rund 50 Prozent seines Öls und 38 Prozent Erdgases bezieht, lauter, doch die KP-Führung hat bisher nicht direkt in den Konflikt eingegriffen und bestreitet Medienberichte über Waffenlieferungen an den Iran.

„Peking zieht es vor, China als neutralen Vermittler und Förderer des Friedens darzustellen, anstatt als Kriegsprofiteur“, schreibt Jacob Mardell, einer der Autoren des Newsletters „Sinification“. „Obwohl sich die allgemeine Stimmung unter Kommentatoren zu etwas zwischen Bestürzung und Schadenfreude verhärtet hat, herrscht weiter Empfindlichkeit, wenn es darum geht, über die ‚Chancen‘ des Krieges zu sprechen.“

 
EU-Industriegesetz: China droht mit Gegenmaßnahmen
China hat die Pläne der EU zur Stärkung der eigenen Industrie durch ein neues Gesetz scharf kritisiert. Der Gesetzesentwurf enthalte ernstzunehmende Hemmnisse für Investitionen und institutionelle Diskriminierung in den vier strategischen Wachstumsbranchen Batterien, Elektroautos, Photovoltaikanlagen und bei wichtigen Rohstoffen, teilte das Handelsministerium in Peking heute mit.

Die Behörde hatte nach eigenen Angaben am 24. April der EU ihre Bedenken über den Entwurf zur Unterstützung der Industrie (Industrial Accelerator Act, IAA) sowie Empfehlungen dazu übermittelt.

Sollte die EU Chinas Vorschläge nicht berücksichtigen, die Verabschiedung des Gesetzes vorantreiben und dadurch die Interessen chinesischer Firmen beeinträchtigen, sehe sich Peking gezwungen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, hieß es.

Der IAA soll laut Angaben aus Brüssel die EU in strategischen Industriebranchen stärken, dort Arbeitsplätze sichern und schaffen sowie in diesen Sektoren „Made in Europe“ zur Bedingung bei öffentlichen Aufträgen machen.

China bei Auslandsinvestitionen betroffen
China als großer Konkurrent der EU-Industrie wäre bei Auslandsinvestitionen betroffen. Denn hohe ausländische Direktinvestitionen müssten künftig genehmigt werden. Das soll Firmen in den Bereichen Batterien, Elektrofahrzeuge, Solarzellen und kritische Rohstoffe vor der Übernahme aus dem Nicht-EU-Ausland schützen.

 
Bericht: US-Lieferbeschränkungen für Chipkonzern Hua Hong
Die US-Regierung hat einem Agenturbericht zufolge Exportbeschränkungen gegen den zweitgrößten chinesischen Chiphersteller Hua Hong verhängt. Das US-Handelsministerium habe vergangene Woche mehrere Ausrüster angewiesen, bestimmte Lieferungen einzustellen, wie Reuters mit Verweis auf zwei mit der Sache vertraute, namentlich nicht genannte Personen gestern mitteilte.

Betroffen seien Anlagen und Materialien für Fabriken, in denen nach Einschätzung von US-Behörden die modernsten Chips des Landes hergestellt werden sollen. Die Anweisungen gingen demnach an die US-Konzerne Lam Research, Applied Materials und KLA.

Die Maßnahmen zielen den Angaben zufolge zudem auf die Hua-Hong-Tochter Huali Microelectronics ab. Reuters hatte im März gemeldet, die Hua Hong Group habe fortschrittliche Fertigungstechnologien entwickelt, die für die Produktion von Chips für künstliche Intelligenz (KI) genutzt werden könnten.

Das US-Handelsministerium schränkt seit Jahren mit Verweis auf die nationale Sicherheit die Lieferung von Ausrüstung an chinesische Chipfabriken ein. Die jüngsten Maßnahmen könnten jedoch die Spannungen im Vorfeld des bereits einmal verschobenen und nun für Mai in China geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping verschärfen.

 
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