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papodidi

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http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2012/eine-spiralgalaxie-im-jungen-kosmos/

Eine Spiralgalaxie im jungen Kosmos


Toronto (Kanada)/Los Angeles (USA) – Bei einer systematischen Untersuchung von Galaxien im jungen Kosmos mit dem Weltraumteleskop Hubble haben Astronomen einen überraschenden Fund gemacht: eine große Spiralgalaxie ähnlich unserer Milchstraße oder der Andromeda-Galaxie. In der Frühzeit des Universums – rund drei Milliarden Jahre nach dem Urknall – sollte es noch keine Spiralgalaxien geben, so die Forscher im Fachblatt „Nature“. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Verschmelzung mit einer kleineren Zwerggalaxie zur Entstehung der Spiralstruktur geführt hat.




Die künstlerische Darstellung des Dunlap Institutes for Astronomy & Astrophysicsder zeigt die Galaxie BX442.
(© Dunlap Institute for Astronomy &)​


„Unser gegenwärtiger Wissensstand ist, dass es so früh noch keine großen Spiralgalaxien gab“, sagt Projektleiter David Law von der University of Toronto. Seine Kollegin Alice Shapley von der University of California in Los Angeles ergänzt: „Von 306 untersuchten Galaxien sieht nur diese eine wie eine Spirale aus.“ Tatsächlich ist BX442, so die Katalogbezeichnung des Objekts, bislang die einzige bestätigte Spiralgalaxie mit einem Alter größer als zehn Milliarden Jahre. Während es im heutigen Kosmos viele große Spiralgalaxien gibt, dominieren im jungen Kosmos unregelmäßig geformte Sternsysteme.
Um mehr über die Entstehung von BX442 herauszufinden, haben die Astronomen die Galaxie mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii genau untersucht. Zunächst einmal bestätigten die Messungen, dass es sich tatsächlich um eine rotierende, scheibenförmige Spiralgalaxie handelt und nicht etwa um eine optische Täuschung durch die Überlagerung zweier Galaxien. Außerdem zeigten die Keck-Beobachtungen eine kleine Zwerggalaxie, die vermutlich gerade mit dem größeren System verschmilzt. Ein solcher Vorgang kann, wie numerische Simulationen des Teams bestätigen, zur Herausbildung einer Spiralstruktur führen. Jedoch nur für eine – astronomisch gesehen – kurze Zeit: Die Astronomen schätzen, dass die Form etwa für einen Zeitraum von 100 Millionen Jahren sichtbar ist. Es gibt also im jungen Kosmos nur ein schmales Zeitfenster, um solche Spiralgalaxien zu beobachten – und damit erklärt sich die Seltenheit derartiger Objekte.
 

BlackJack

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Was die Galaxie wohl heute macht?
 

papodidi

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Übrigens wurde meine Anregung für ein Unterforum Astronomie/Astrophysik abgelehnt. Nun such ich immer, ob es ein Thema schon gegeben hat und aktalisiere das dann...

PS: Komisch, hier funzen die Sonderzeichen...
 

papodidi

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Astronomie
"Wise" findet zweieinhalb Millionen Schwarze Löcher
00:00 Uhr
von Ralf Nestler

Das Nasa-Infrarotteleskop spürt eine neue Art von Galaxien auf, die im sichtbaren Licht nicht zu erkennen sind.


Verstaubte Galaxien. Die jetzt entdeckten Objekte könnten so ähnlich aussehen wie diese künstlerische Darstellung. Sie sind im sichtbaren Licht nicht zu erkennen, verraten sich aber durch Wärmestrahlung, die erhitztes Gas und Staub in ihrer Umgebung abgeben.

Zweieinhalb Millionen Schwarze Löcher, von denen viele bisher unbekannt waren, sowie ein neuer Typ von staubverhüllten Galaxien – so lautet die Bilanz des Weltraumteleskops „Wise“, das von Januar 2010 bis Februar 2011 am Himmel nach Signalen im Infrarotspektrum gesucht hat. Erst jetzt haben sich Astronomen so weit durch die Datenmenge gearbeitet, dass sie eine Zusammenfassung liefern können.

Wise (Wide-field Infrared Survey Explorer) konnte Schwarze Löcher besonders gut aufspüren. Die Objekte selbst sind zwar unsichtbar, doch die Materie, die um die Schwerkraftgiganten rotiert, erwärmt sich und „leuchtet“ daher im Infrarotlicht – was von den empfindlichen Detektoren der Nasa-Sonde erfasst wurde.




Wie die amerikanische Weltraumbehörde weiter mitteilt, entdeckten die Wissenschaftler einen neuen Typ von Galaxien, die sie „hot DOGs“ nennen (dust-obscured galaxies). Diese Objekte sind im sichtbaren Licht nicht zu erkennen, weil sie hinter einer dichten Staubwolke verborgen sind. Ihre Wärmestrahlung jedoch hat sie nun verraten. Die „hot DOGs“ werden von einem gigantischen Schwarzen Loch in ihrer Mitte befeuert und könnten aus der Verschmelzung zweier großer Galaxien entstehen, glauben die Astronomen. So eine Kollision kann das Schwarze Loch anfeuern, das Forscher im Zentrum jeder großen Galaxie vermuten, und zugleich enorme Mengen Gas und Staub nach außen schleudern, aus denen sich schließlich der undurchdringliche Kokon bildet. nes/dpa




Ein vom US-Weltraumteleskop "Wise" zusammengesetzes Bild des Himmels zeigt neu entdeckte Galaxen - markiert als lila Punkte. In der Mitte ist das Band unserer Milchstraße zu sehen.
(Foto: dpa)
 
S

Sonny

Guest
Man ich würd so gern wissen was hinter Schwarzen Löchern ist :D

Obs n parallel Universum oder so gibt
 

Greko

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Bestimmt gibt es dahinter ein richtig pralles Universum

:lol:

Ist das Mrs Universe?:D @ Mein Opa

Hmm... Wie, das Band der Milchstraße zu sehen? Nen Satellit schafft es doch nicht, unsere Milchstraße von der Seite zu fotografieren, das sind Millionen von Kilometer!
 
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