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Projekt Hyperloop
In 35 Minuten nach Los Angeles
Man muss die Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles künftig nicht mit Auto oder Flugzeug zurücklegen - jedenfalls, wenn es nach dem Unternehmer Elon Musk geht. Er hat eine andere Vorstellung: Die Reisenden rasen in Kapseln auf Luftkissen zum Ziel.
Von Wolfgang Stuflesser, ARD-Hörfunkstudio Los Angeles
Die Idee würde vermutlich schnell als Hirngespinst abgetan, wenn dahinter nicht einer der wohl größten Visionäre des Silicon Valley stecken würde: Elon Musk, gerade 42 Jahre alt, ist als Mitgründer des Online-Bezahldienstes PayPal zum Milliardär geworden und mit seiner erfolgreichen Elektroautofirma Tesla und seinem privaten Raumfahrtunternehmen Space-X drauf und dran, Technikgeschichte zu schreiben.
Die Kapseln sollen jeweils 28 Passagiere aufnehmen und in der Röhre auf Luftkissen schweben. Angetrieben durch Elektromagnete könnten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 1200 Stundenkilometern erreichen. Der Strom soll aus Solarzellen auf dem Dach der Doppelröhre gewonnen werden. Auf Stelzen würde die Trasse der bereits bestehenden Autobahnstrecke folgen. Musk rechnet mit Baukosten von umgerechnet bis zu 5,6 Milliarden Euro. Für die Passagiere soll der Fahrpreis bei etwa 20 Dollar liegen.
Mit diesen Eckdaten, die natürlich im Moment nur Theorie sind, übertrumpft der Hyperloop deutlich die geplante Schnellbahnverbindung zwischen Los Angeles und San Francisco. Deren veranschlagte Fahrzeit beträgt mit fast drei Stunden ein Mehrfaches im Vergleich zum Hyperloop, und die geschätzten Kosten liegen schon jetzt bei ungerechnet mehr als 50 Milliarden Euro, also etwa dem Zehnfachen. Und der Baubeginn wurde gerade mal wieder verschoben - auf frühestens 2014.
...
Allerdings ist auch der Hyperloop weit davon entfernt, Realität zu werden: Mit einem ersten Prototyp rechnet Elon Musk frühestens in drei bis vier Jahren. Geld verdienen will der Unternehmer mit dem Projekt nach eigenen Angaben nicht. Mit seinen anderen Firmen habe er im Moment ohnehin genug zu tun.
Er habe das Konzept online gestellt, damit andere es kritisieren und verbessern. Der Hyperloop könnte also, wenn die Idee Unterstützer findet, der wohl erste Open-Source-Antrieb der Geschichte werden.
Projekt Hyperloop: In 35 Minuten nach Los Angeles | tagesschau.de
Hyperloop | Blog | Tesla Motors
In 35 Minuten nach Los Angeles
Man muss die Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles künftig nicht mit Auto oder Flugzeug zurücklegen - jedenfalls, wenn es nach dem Unternehmer Elon Musk geht. Er hat eine andere Vorstellung: Die Reisenden rasen in Kapseln auf Luftkissen zum Ziel.
Von Wolfgang Stuflesser, ARD-Hörfunkstudio Los Angeles
Die Idee würde vermutlich schnell als Hirngespinst abgetan, wenn dahinter nicht einer der wohl größten Visionäre des Silicon Valley stecken würde: Elon Musk, gerade 42 Jahre alt, ist als Mitgründer des Online-Bezahldienstes PayPal zum Milliardär geworden und mit seiner erfolgreichen Elektroautofirma Tesla und seinem privaten Raumfahrtunternehmen Space-X drauf und dran, Technikgeschichte zu schreiben.
Die Kapseln sollen jeweils 28 Passagiere aufnehmen und in der Röhre auf Luftkissen schweben. Angetrieben durch Elektromagnete könnten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 1200 Stundenkilometern erreichen. Der Strom soll aus Solarzellen auf dem Dach der Doppelröhre gewonnen werden. Auf Stelzen würde die Trasse der bereits bestehenden Autobahnstrecke folgen. Musk rechnet mit Baukosten von umgerechnet bis zu 5,6 Milliarden Euro. Für die Passagiere soll der Fahrpreis bei etwa 20 Dollar liegen.
Mit diesen Eckdaten, die natürlich im Moment nur Theorie sind, übertrumpft der Hyperloop deutlich die geplante Schnellbahnverbindung zwischen Los Angeles und San Francisco. Deren veranschlagte Fahrzeit beträgt mit fast drei Stunden ein Mehrfaches im Vergleich zum Hyperloop, und die geschätzten Kosten liegen schon jetzt bei ungerechnet mehr als 50 Milliarden Euro, also etwa dem Zehnfachen. Und der Baubeginn wurde gerade mal wieder verschoben - auf frühestens 2014.
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Allerdings ist auch der Hyperloop weit davon entfernt, Realität zu werden: Mit einem ersten Prototyp rechnet Elon Musk frühestens in drei bis vier Jahren. Geld verdienen will der Unternehmer mit dem Projekt nach eigenen Angaben nicht. Mit seinen anderen Firmen habe er im Moment ohnehin genug zu tun.
Er habe das Konzept online gestellt, damit andere es kritisieren und verbessern. Der Hyperloop könnte also, wenn die Idee Unterstützer findet, der wohl erste Open-Source-Antrieb der Geschichte werden.
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