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Oh. Germania!

Marcin

Top-Poster
Henryk M. Broder 31.05.2012



Oh. Germania!

Siebzig Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass Israel seine Interessen ohne Rücksicht auf andere Völker verfolgt. 60% sagen, Deutschland habe keine besondere Verpflichtung gegenüber Israel. 59% bezeichnen Israel als „aggressiv“, nur 36% finden Israel „sympathisch“, 13% sprechen dem Judenstaat das Existenzecht ab.

Das ist der aktuelle Stand der deutsch-israelischen Beziehungen, wenn man einer Umfrage glauben darf, die der „Stern“ am Vorabend der Israel-Reise des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck durchführen ließ. Dennoch will Gauck mit seinem Besuch „ein Zeichen der Solidarität mit Israel in schweren Zeiten setzen“, seine Botschaft lautet: „Wir Deutsche stehen an Eurer Seite...“

Gauck, dessen Wahl zum Bundespräsidenten von einer großen Mehrheit der Deutschen begrüßt wurde, ist ein aufrechter Protestant, kein Taktiker, kein Opportunist. Ein Pastor, den es in die Politik verschlagen hat. Nach Christian Wulff wollten die Deutschen einen Präsidenten haben, zu dem sie hinaufschauen, den sie als moralische Instanz akzeptieren können, der ihnen sagt, wo das Gute aufhört und das Böse beginnt.

Wenn er allerdings erklärt: Wir Deutsche stehen an Israels Seite, dann spricht er nur für sich und für eine Minderheit der Deutschen.

„Wir Deutsche“ nämlich können uns vieles vorstellen, nur nicht, dass die Bundesrepublik Israel im Falle eines Falles Israel zu Hilfe kommt, schon gar nicht militärisch. Grass hat mit seinem „israelkritischen“ Gedicht „Was gesagt werden muss“ die Vox populi sehr verlässlich artikuliert. Für die meisten Deutschen ist Israel der ewige Störfaktor, eine Gefahr für den Weltfrieden. Die Art, wie Israel die Palästinenser „behandelt“, erinnert sie daran, wie die Juden von den Nazis „sonderbehandelt“ wurden.

Umgekehrt klingt die Musik ganz anders. Die Israelis lieben „Germania“, vor allem Berlin. Sagt man einem Israeli, man käme aus der deutschen Hauptstadt, bekommt er gleich glänzende Augen. Er war auch schon da oder will unbedingt bald hin. Berlin steht für vieles, nur nicht für das Dritte Reich.

Die Israelis haben den Deutschen ihre Sünden längst vergeben, die Deutschen aber nehmen den Juden noch immer übel, was sie ihnen angetan haben.

Erschienen in der Weltwoche vom 321.5.12


http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/oh_germania/
 
Last edited:
D

Daddy

Guest
Genug von diesem verlogenem deplatziertem "Schuld auf die eigenen Schultern" nehmen und deswegen mit einem verfluchten Maulkorb durch die Weltgeschichte zu latschen.
 

Spliff

Top-Poster
Oh. Germania!

Siebzig Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass Israel seine Interessen ohne Rücksicht auf andere Völker verfolgt. 60% sagen, Deutschland habe keine besondere Verpflichtung gegenüber Israel. 59% bezeichnen Israel als „aggressiv“, nur 36% finden Israel „sympathisch“, 13% sprechen dem Judenstaat das Existenzecht ab.

Das ist der aktuelle Stand der deutsch-israelischen Beziehungen, wenn man einer Umfrage glauben darf, die der „Stern“ am Vorabend der Israel-Reise des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck durchführen ließ. Dennoch will Gauck mit seinem Besuch „ein Zeichen der Solidarität mit Israel in schweren Zeiten setzen“, seine Botschaft lautet: „Wir Deutsche stehen an Eurer Seite...“

Gauck, dessen Wahl zum Bundespräsidenten von einer großen Mehrheit der Deutschen begrüßt wurde, ist ein aufrechter Protestant, kein Taktiker, kein Opportunist. Ein Pastor, den es in die Politik verschlagen hat. Nach Christian Wulff wollten die Deutschen einen Präsidenten haben, zu dem sie hinaufschauen, den sie als moralische Instanz akzeptieren können, der ihnen sagt, wo das Gute aufhört und das Böse beginnt.

Wenn er allerdings erklärt: Wir Deutsche stehen an Israels Seite, dann spricht er nur für sich und für eine Minderheit der Deutschen.

„Wir Deutsche“ nämlich können uns vieles vorstellen, nur nicht, dass die Bundesrepublik Israel im Falle eines Falles Israel zu Hilfe kommt, schon gar nicht militärisch. Grass hat mit seinem „israelkritischen“ Gedicht „Was gesagt werden muss“ die Vox populi sehr verlässlich artikuliert. Für die meisten Deutschen ist Israel der ewige Störfaktor, eine Gefahr für den Weltfrieden. Die Art, wie Israel die Palästinenser „behandelt“, erinnert sie daran, wie die Juden von den Nazis „sonderbehandelt“ wurden.

Umgekehrt klingt die Musik ganz anders. Die Israelis lieben „Germania“, vor allem Berlin. Sagt man einem Israeli, man käme aus der deutschen Hauptstadt, bekommt er gleich glänzende Augen. Er war auch schon da oder will unbedingt bald hin. Berlin steht für vieles, nur nicht für das Dritte Reich.

Die Israelis haben den Deutschen ihre Sünden längst vergeben, die Deutschen aber nehmen den Juden noch immer übel, was sie ihnen angetan haben.

Erschienen in der Weltwoche vom 321.5.12


Was soll das heißen? Was haben die Juden den Deutschen angetan.


Ja ja, seit dem Ende des 2. Weltkrieg bis heute dienen die Deutschen den Juden als Rosettenlecker. Das sollen sie auch, anscheinend gefällt es ihnen auch.


Melinda.
 

sib87

Peace <3
Was soll das heißen? Was haben die Juden den Deutschen angetan.


Ja ja, seit dem Ende des 2. Weltkrieg bis heute dienen die Deutschen den Juden als Rosettenlecker. Das sollen sie auch, anscheinend gefällt es ihnen auch.


Melinda.

Du legst es wirklich drauf an oder?


Melinda.
 
S

Sezai

Guest
Siebzig Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass Israel seine Interessen ohne Rücksicht auf andere Völker verfolgt. 59% bezeichnen Israel als „aggressiv“,

Bin positiv überrascht.
 

TimmyTurner

Gesperrt
Heutzutage sind sehr viele jüdisch hebräische Beamten in Deutschland tätig, auch in höheren positionen, wie ich es leider immer mehrmals feststellen musste
 

BlackJack

Jackass of the Week
Heutzutage sind sehr viele jüdisch hebräische Beamten in Deutschland tätig, auch in höheren positionen, wie ich es leider immer mehrmals feststellen musste
Und ich muss leider feststellen, dass eine Küchenschabe wie du den Weg ins Forum gefunden hat
 
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