Trumps "Riviera"-Vision für den Gazastreifen ist auf Geröll gebaut
Während in Ägypten über den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für einen Weg zur Beendigung des Kriegs in Gaza verhandelt wird, steht dabei auch schon der Tag danach zur Debatte
Punkt 2 des Trump-Plans besagt: "Gaza wird wiederaufgebaut werden – zum Vorteil der Menschen in Gaza, die mehr als genug gelitten haben." Profitieren sollen aber nicht nur die Menschen vor Ort, das wird bald klar, wenn man im Trump-Plan ein paar Absätze nach unten scrollt.
"Trumps Wirtschaftsentwicklungsplan zum Wiederaufbau und zur Stärkung des Gazastreifens wird von einem Expertengremium ausgearbeitet, das an der Entstehung einiger der florierenden, modernen Wunderstädte im Nahen Osten beteiligt war", heißt es hier. "Durchdachte Investitionsvorschläge und spannende Entwicklungsideen" lägen bereits vor.
Jared Kushner, der derzeit in Sharm El Sheikh weilt, um im Auftrag Trumps alles zu tun, dass die Verhandlungen für den Deal glücken, ist nicht nur Sondergesandter des Präsidenten. Er ist auch Finanzinvestor und Immobilienentwickler. Zeitgleich als Trump vom Gazastreifen als einer "Riviera des Nahen Ostens" sprach, ventilierte auch Kushner diese Idee. Legt er in Ägypten nun den Grundstein dafür?
Experten bezweifeln das. Laut einem UN-Bericht wird der Wiederaufbau des fast völlig zerstörten Gazastreifens mindestens 80 Jahre lang dauern.
Während in Ägypten über den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für einen Weg zur Beendigung des Kriegs in Gaza verhandelt wird, steht dabei auch schon der Tag danach zur Debatte
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