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Heckenschützen feuern auf UN-Inspektoren in Syrien
Der Konvoi der UN-Inspektoren bei der Abfahrt aus Damaskus. Eins der Fahrzeuge wurde jetzt bei dem Beschuss beschädigt
Foto: AFP
UN-Experten sollen den Vorwürfen nachgehen, dass Assads Truppen einen Chemiewaffen-Angriff gegen das eigene Volk gestartet haben - jetzt wurden sie beschossen. Angela Merkel dringt auf Konsequenzen.
Die UN-Inspektoren, die den Giftgas-Vorwürfen in Syrien nachgehen sollen, sind von Heckenschützen beschossen worden. Dies teilte am Montag ein UN-Sprecher mit. Die Experten seien aber in Sicherheit. Ein Fahrzeug sei beschädigt, man bemühe sich um einen Ersatz. Um wen es sich bei den Schützen handelte, war zunächst unklar.
Die Inspektoren hatten sich am Morgen auf den Weg in das Umland von Damaskus gemacht, wo bei einem mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatz mehr als 1300 Menschen getötet worden sein sollen. Unter Verdacht steht die Regierung von Baschar al-Assad. Allerdings liegen bislang keine Beweise vor.
Rebellen beschuldigen Regierungstreue
Regimegegner berichteten, regierungstreue Milizen hätten vom Messe-Militärflughafen aus das Feuer auf das UN-Team eröffnet. "Sie wollen verhindern, dass die Inspekteure zu uns kommen", sagte ein Revolutionär, der nach eigenen Angaben am Ortseingang von Moadhamijat al-Scham südwestlich von Damaskus auf die Ankunft der UN-Mitarbeiter wartete.
Keine Bestätigung gab es zunächst für Berichte, wonach die Inspekteure versucht haben sollen, ihre Fahrt ohne Begleitung durch syrische Sicherheitskräfte fortzusetzen.
Merkel will Gasangriff ahnden
International werden Forderungen nach militärischer Vergeltung lauter. Auch die deutsche Regierung dringt auf Konsequenzen, will sich aber nicht auf einen Militäreinsatz festlegen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will eventuelle Giftgaseinsätze seitens der Assad-Truppen ahnden. "Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Giftgas-Angriff. Er darf nicht folgenlos bleiben", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit. Zu einem möglichen militärischen Eingreifen des Westens und einer deutschen Beteiligung daran äußerte er sich aber nicht näher.
Seibert sagte weiter: "Wir wollen alles, was wir können, dazu beitragen, damit es eine politische Lösung gibt." Er erklärte zugleich: "An diesem Ort ist ein entsetzliches Verbrechen an Männern, Frauen und Kindern verübt worden." Die Chemiewaffenkonvention verlange, dass es darauf eine sehr deutliche Antwort gebe. Die UN-Inspektoren sollten allerletzte Gewissheit schaffen.
Westerwelle: "Konsequenzen richtig"
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Der Konvoi der UN-Inspektoren bei der Abfahrt aus Damaskus. Eins der Fahrzeuge wurde jetzt bei dem Beschuss beschädigt
Foto: AFP
UN-Experten sollen den Vorwürfen nachgehen, dass Assads Truppen einen Chemiewaffen-Angriff gegen das eigene Volk gestartet haben - jetzt wurden sie beschossen. Angela Merkel dringt auf Konsequenzen.
Die UN-Inspektoren, die den Giftgas-Vorwürfen in Syrien nachgehen sollen, sind von Heckenschützen beschossen worden. Dies teilte am Montag ein UN-Sprecher mit. Die Experten seien aber in Sicherheit. Ein Fahrzeug sei beschädigt, man bemühe sich um einen Ersatz. Um wen es sich bei den Schützen handelte, war zunächst unklar.
Die Inspektoren hatten sich am Morgen auf den Weg in das Umland von Damaskus gemacht, wo bei einem mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatz mehr als 1300 Menschen getötet worden sein sollen. Unter Verdacht steht die Regierung von Baschar al-Assad. Allerdings liegen bislang keine Beweise vor.
Rebellen beschuldigen Regierungstreue
Regimegegner berichteten, regierungstreue Milizen hätten vom Messe-Militärflughafen aus das Feuer auf das UN-Team eröffnet. "Sie wollen verhindern, dass die Inspekteure zu uns kommen", sagte ein Revolutionär, der nach eigenen Angaben am Ortseingang von Moadhamijat al-Scham südwestlich von Damaskus auf die Ankunft der UN-Mitarbeiter wartete.
Keine Bestätigung gab es zunächst für Berichte, wonach die Inspekteure versucht haben sollen, ihre Fahrt ohne Begleitung durch syrische Sicherheitskräfte fortzusetzen.
Merkel will Gasangriff ahnden
International werden Forderungen nach militärischer Vergeltung lauter. Auch die deutsche Regierung dringt auf Konsequenzen, will sich aber nicht auf einen Militäreinsatz festlegen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will eventuelle Giftgaseinsätze seitens der Assad-Truppen ahnden. "Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Giftgas-Angriff. Er darf nicht folgenlos bleiben", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit. Zu einem möglichen militärischen Eingreifen des Westens und einer deutschen Beteiligung daran äußerte er sich aber nicht näher.
Seibert sagte weiter: "Wir wollen alles, was wir können, dazu beitragen, damit es eine politische Lösung gibt." Er erklärte zugleich: "An diesem Ort ist ein entsetzliches Verbrechen an Männern, Frauen und Kindern verübt worden." Die Chemiewaffenkonvention verlange, dass es darauf eine sehr deutliche Antwort gebe. Die UN-Inspektoren sollten allerletzte Gewissheit schaffen.
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