Giftgas-Einsatz: Westen kann Schuld des Assad-Regimes nicht beweisen - Lawrow
Der Westen kann laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nicht nachweisen, dass hinter der Giftgas-Attacke bei Damaskus die syrische Regierung steht.
„Washington, London und Paris haben bereits offiziell verkündet, unwiderlegbare Belege für die Schuld der syrischen Behörden zu haben. Vorgelegt haben sie diese Belege nie“, sagte Lawrow am Montag. „Trotzdem werden die Stimmen lauter, dass die rote Linie überschritten sei und dass nicht länger gezögert werden dürfe.“
Die „Hysterie“ um die chemischen Waffen richte sich gegen die künftige
Friedenskonferenz in Genf, konstatierte Lawrow. Dies spiele der syrischen Opposition und denjenigen in die Hand, die eine militärische Lösung anstreben. Der russische Chefdiplomat verwies darauf, dass die Informationen über den C-Waffen-Einsatz ausgerechnet dann verbreitet wurden, als sich russische und amerikanische Experten auf ein Treffen für die Vorbereitung der Genfer Friedenskonferenz vorbereiteten.
Am 21. August hatten Medien berichtet, dass östlich von Damaskus Giftgas eingesetzt worden sei. Die syrische Regierung und die bewaffnete Opposition, die sich seit fast zweieinhalb Jahren blutige Gefechte liefern, beschuldigen sich gegenseitig, hinter der Attacke zu stecken. Die syrische Regierung verspricht den UN-Chemiewaffeninspektoren, die sich bereits im Land aufhalten, den Zugang zum Ort des mutmaßlichen Kampfstoffeinsatzes.
US-Präsident Barack Obama hatte vor rund einem Jahr den Einsatz chemischer Kampfstoffe als „rote Linie“ für ein militärisches Eingreifen in Syrien bezeichnet. Am vergangenen Freitag sagte Obama, die USA würden im Rahmen des Völkerrechts alles in ihrer Kraft Stehende tun, um Syriens Präsident Baschar al-Assad von der Macht zu verdrängen.
Das Pentagon verlegt bereits Kriegsschiffe näher an Syrien. Die US-Armee ist
laut Verteidigungsminister Chuck Hagel für alle Optionen bereit, darunter auch für eine Intervention.
Giftgas-Einsatz: Westen kann Schuld des Assad-Regimes nicht beweisen - Lawrow | Politik | RIA Novosti
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Lawrow über Syrien: Machtwechsel bringt keinen Frieden
Der andauernde Bürgerkrieg in Syrien wird laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nicht enden, wenn das Assad-Regime fällt.
„Wer glaubt, dass alles beendet wird, wenn man die syrische Militärinfrastruktur zerbombt und die Regimegegner siegen lässt, der hegt Illusionen“, sagte Lawrow am Montag auf einer Pressekonferenz in Moskau. Selbst wenn die Regimegegner siegen würden, würde der Bürgerkrieg andauern.
Am vergangenen Freitag hatte US-Präsident Barack Obama gesagt, die USA würden im Rahmen des Völkerrechts alles in ihrer Kraft Stehende tun, um Syriens Präsident Baschar al-Assad von der Macht zu verdrängen. Das Pentagon verlegt bereits Kriegsschiffe näher an Syrien. Die US-Armee ist laut Verteidigungsminister Chuck Hagel für alle Optionen bereit, darunter auch für eine Intervention.
In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits bis zu 100 000 Menschen getötet worden. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der syrischen Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen. Die Kriegsgegner beschuldigen sich gegenseitig chemische Kampfstoffe einzusetzen.
http://de.ria.ru/politics/20130826/266741442.html
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Wenn die Tabele stimmt würde ich mir mehr um die 86
9K720 Iskander sorgen machen als um die Scud! Weil die sind fast so gut wie unmöglich abzufangen!