Wer Trump wegen Epstein jagen will, muss sein ganzes Leben umdrehen – und findet dabei viel mehr als erwartet – Teil I
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Die Wut ist spürbar, wenn Donald Trumps Name neben dem von Jeffrey Epstein auftaucht. Alte Fotos, gemeinsame Partys, freundschaftliche Äußerungen aus den Neunzigern – das Bild scheint klar. Doch wer Trump tatsächlich über diese Verbindung zu Fall bringen will, muss tiefer graben. Viel tiefer. Was dann zum Vorschein kommt, ist keine einzelne skandalöse Beziehung, sondern ein Lebenswerk voller gescheiterter Projekte, zweifelhafter Deals und juristischer Auseinandersetzungen. Die Epstein-Geschichte ist nur ein Kapitel in einem Buch, das bereits auf Hunderten von Seiten dokumentiert, wie dieser Mann zum mächtigsten Amt der Welt aufsteigen konnte.
Recherchen zeigen: Die verschwundene Spur – Wie Aktenzeichen, Schwärzungen und ein alter Deal viele Fragen zu Trump und Epstein aufwerfen
Donald John Trump wurde 1946 in Queens, New York, geboren, Sohn des Immobilienunternehmers Fred Trump. Sein Vater baute Wohnanlagen für die Mittelschicht in Brooklyn und Queens – solides Geschäft, aber nicht glamourös. Donald sollte etwas anderes werden. 1959 kam die Versetzung an die New York Military Academy, eine Schule, deren Disziplinierungsmaßnahmen später immer wieder als prägend für seinen Charakter beschrieben wurden. 1964 begann er sein Studium an der Fordham University, wechselte aber 1966 an die University of Pennsylvania, genauer an die Wharton School. Nach seinem Abschluss 1968 stieg er ins Immobiliengeschäft seines Vaters ein, während gleichzeitig die Auseinandersetzung mit dem Militärdienst lief – Trump erhielt mehrere Zurückstellungen und schließlich eine Ausmusterung.
1971 übernahm Trump die Leitung von Trump Management und leitete damit die strategische Neuausrichtung auf größere Projekte in Manhattan ein. Doch schon 1972 verkaufte Fred Trump sein Village durch strategische Finanzmanöver an Donald weiter – erhebliche finanzielle Mittel flossen an den Sohn. 1973 wurde es dann ernst. Roy Cohn, der berüchtigte Anwalt und frühere Berater von Senator Joseph McCarthy, wurde Trumps juristischer Berater und prägte dessen aggressive Prozessstrategie. Im selben Jahr kam das US-Justizministerium mit einer Diskriminierungsklage gegen Fred und Donald Trump wegen der Vermietung von Wohnungen. Trumps Reaktion: eine Gegenklage über 100 Millionen Dollar gegen die US-Regierung wegen Diskriminierung bei der Vermietung von Wohnungen. Das FBI befasste sich am 1. Juli 1973 mit mutmaßlichen rassistischen Aktivitäten in New York.
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1975 begannen Verhandlungen im Zusammenhang mit dieser staatlichen Zahlungsverpflichtung für ein Hotelprojekt. Am 10. Juni 1975 kam es zu einem Vergleich mit der US-Bürgerrechtsbehörde bezüglich des Diskriminierungsvorwurfs, aber verbindliche Auflagen gab es keine. Die Schuldeingeständnis blieb aus. 1976 begann seine Beziehung zu Ivana Trump, die am 7. Juli 1976 begann, und im November 1976 erschienen in der New York Times erste geschönte Aussagen über seine finanziellen Verhältnisse.
Die Wut ist spürbar, wenn Donald Trumps Name neben dem von Jeffrey Epstein auftaucht. Alte Fotos, gemeinsame Partys, freundschaftliche Äußerungen aus den Neunzigern – das Bild scheint klar. Doch wer Trump tatsächlich über diese Verbindung zu Fall bringen will, muss tiefer graben.
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