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US-News

Elf Tote bei US-Angriff auf drei angebliche Drogenboote
Das US-Militär hat binnen kurzer Zeit gleich drei Boote mit mutmaßlichen Drogenschmugglern im Ostpazifik und in der Karibik angegriffen. Elf Menschen wurden dabei getötet, wie das zuständige Regionalkommando Süd (Southcom) gestern auf der Plattform X mitteilte.

Die Boote seien auf bekannten Drogenschmugglerrouten unterwegs gewesen. Eine solche Häufung von Angriffen in kurzer Zeit ist ungewöhnlich, meist lag zwischen den Angriffen bisher etwas Zeit.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump greift seit Herbst immer wieder Boote in der Karibik und im Ostpazifik an, um internationalen Drogenschmuggel zu unterbinden. Kritiker bezweifeln, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Offiziellen Angaben zufolge wurden dabei bereits rund 130 Menschen getötet.

 
Trump zieht vor Gericht – Streit um Stopp von Windenergie geht in die nächste Runde
Die Regierung Trump legt Berufung gegen ein Urteil ein, das seinen pauschalen Stopp für Windenergieprojekte auf Bundesflächen kassiert hatte. Richterin Patti Saris vom Bundesbezirksgericht in Massachusetts erklärte im Dezember, die Anordnung sei „willkürlich und sachlich nicht begründet“ und verstoße gegen geltendes US-Recht. Geklagt hatte eine Koalition von Generalstaatsanwälten aus 17 Bundesstaaten und Washington, D.C., angeführt von New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James. Sie wandten sich gegen Trumps Anordnung vom ersten Amtstag, mit der nahezu sämtliche Pachtvergaben für Windparks an Land und auf See gestoppt wurden. Das Justizministerium reichte am Dienstag die Berufung ein. Trump hat erneuerbare Energien wiederholt kritisiert, besonders Offshore-Windkraft. Stattdessen setzt er auf fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung. Mit der Berufung wird der Konflikt um die Energiepolitik nun vor die nächste Instanz getragen – und bleibt ein zentraler Streitpunkt zwischen Bundesstaaten und Weißem Haus. Die Aussichten für die Trump-Regierung gelten als sehr gering.
 
Das wäre ja dann nach Donica Blewinsky, das nächste weltgrößte A....loch
Vance lacht 2028 weg – und vermeidet jedes Bekenntnis
Mehrfach wurde Vizepräsident J.D. Vance am Dienstag auf die Präsidentschaftswahl 2028 angesprochen. Ob er kandidieren wolle. Ob er auf eine Unterstützung durch Donald Trump hoffe. Vance reagierte nicht mit klaren Antworten, sondern mit demonstrativem Lachen und Ausweichmanövern. „Warum mache ich nicht einfach so gut ich kann diesen Job. Über den nächsten Job kümmern wir uns irgendwann in der Zukunft“, sagte er. Es war keine Absage, aber auch kein Bekenntnis. Besonders auffällig war sein Umgang mit Außenminister Marco Rubio, der in Washington als möglicher innerparteilicher Rivale gilt. Vance nannte ihn seinen „engsten Freund in der Regierung“ und lobte dessen Arbeit ausdrücklich. „Die Medien wollen einen Konflikt schaffen, wo keiner ist“, erklärte Vance. Was bleibt, ist eine klassische Zwischenposition. Kein Vorstoß nach vorne, kein Rückzug. Wer 2028 im Blick hat, sagt heute nichts, was ihn festlegt. Vance weiß das. Und er spielt auf Zeit.

 
Trump verlangt Gehorsam – Potomac-Krise wird zur Machtdemonstration
Nach einem massiven Rohrbruch im Januar flossen große Mengen ungeklärter Abwässer in den Potomac, einen der wichtigsten Flüsse der Hauptstadtregion. Fachleute sprechen von einem der schwersten Vorfälle dieser Art in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Statt sich auf technische Details oder ökologische Folgen zu konzentrieren, wählte Donald Trump den politischen Angriff. In einem sozialen Netzwerk forderte er die Verantwortlichen in Maryland, Virginia und im District of Columbia auf, „sofort an die Arbeit zu gehen“. Sollten sie dazu nicht fähig sein, müssten sie ihn anrufen und „höflich“ um Hilfe bitten. Die Bundesregierung sei „überhaupt nicht beteiligt“, könne das Problem aber lösen.

Die Zuständigkeit liegt allerdings bei einer regionalen Wasserbehörde sowie bei der Bundesaufsicht durch die Umweltschutzbehörde EPA, die trotz teilweisem Shutdown voll arbeitsfähig ist. Dennoch verknüpfte Trump den Vorfall mit parteipolitischen Vorwürfen und machte Demokraten für die Lage verantwortlich. Gleichzeitig stellte er die Katastrophenschutzbehörde FEMA als künftigen Koordinator in Aussicht, obwohl diese vom Shutdown betroffen ist. Während Ingenieure die Ausmaße des Schadens prüfen, verschärft das Weiße Haus den Ton gegenüber lokalen Entscheidungsträgern und deutet eine Umweltkrise in ein Machtspiel um.
 
Jesse Jackson ist tot – und mit ihm stirbt ein Stück Amerika, das es nie ganz geworden ist
Er wollte Präsident werden. Er wollte der Nachfolger von Martin Luther King sein. Er wollte die Demokratische Partei in etwas verwandeln, das er die Regenbogenkoalition nannte – ein Bündnis der Armen, der Vergessenen, der Abgehängten, quer durch alle Hautfarben. Nichts davon ist so eingetreten, wie er es sich vorgestellt hatte. Und trotzdem war Jesse Jackson jahrzehntelang eine der lautesten, unbequemsten und wirkungsmächtigsten Stimmen in der amerikanischen Politik. Am Dienstag, dem 17. Februar 2026, ist er im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Chicago gestorben. Seine Familie teilte mit, er sei friedlich eingeschlafen. Eine genaue Todesursache nannte sie nicht. Bekannt war, dass Jackson seit Herbst mit einer seltenen und besonders schweren neurologischen Erkrankung kämpfte, der progressiven supranukleären Lähmung. 2017 hatte er öffentlich gemacht, dass er an Parkinson erkrankt sei.

Jesse Louis Burns – so lautete sein Geburtsname – kam am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina zur Welt, als uneheliches Kind einer 16-jährigen Mutter und eines verheirateten Mannes, der nebenan wohnte und sich um den Sohn nicht kümmerte. Die Demütigung dieser Herkunft hat Jackson nie ganz losgelassen. Er wuchs auf in einer streng segregierten Kleinstadt, wurde von Schulkameraden wegen seiner Herkunft verspottet, lernte früh, was die zwei Trinkbrunnen in der Bäckerei bedeuteten, in der er samstags arbeitete, und was es hieß, mit der Mutter ans Ende des Busses gehen zu müssen.

Sein Stiefvater, Charles Jackson, adoptierte ihn erst vierzehn Jahre nach der Heirat mit seiner Mutter. Bis dahin lebte Jesse teils bei der Großmutter, in einem schmalen Holzhaus um die Ecke. Wer solch eine Kindheit überlebt, ohne daran zu zerbrechen, entwickelt entweder eine ungewöhnliche Widerstandskraft oder eine unersättliche Sehnsucht nach Anerkennung. Jackson entwickelte beides. Er war ein guter Schüler, ein hervorragender Sportler, und er konnte reden – besser als die meisten. „Er konnte einem Ziegenbock ein Loch durch den Schädel reden“, erinnerte sich ein Jugendfreund. Eine Lehrerin beschrieb ihn als jemanden, der von Anfang an eine hohe Meinung von sich selbst hatte und das auch zeigte. Das blieb so. Für den Rest seines Lebens.

 
Und dieser Rechtsextreme hat was von mangelnder Meinungsfreiheit in der EU geblubbert. So wie bei jedem Rechtsextremen ist Meinungsfreiheit nur dann gefragt, wenn man die eigene Meinung meint.
JD Vance kritisiert US-amerikanische Olympia-Athleten wegen ihrer Kritik an Trump

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Der nächste Sieg: Richterin stoppt erneute Inhaftierung – Regierung scheitert mit Abschiebeplan gegen Kilmar Abrego Garcia
Bundesrichterin Paula Xinis vom U.S. District Court for the District of Maryland hat der Einwanderungsbehörde untersagt, Kilmar Abrego Garcia erneut festzusetzen. Die gesetzliche 90-Tage-Frist für Abschiebehaft sei abgelaufen, zudem existiere kein realisierbarer Plan für seine Entfernung aus den Vereinigten Staaten, entschied Richterin Paula Xinis am Dienstag. Abrego Garcia, Staatsangehöriger aus El Salvador, war im vergangenen Jahr irrtümlich in sein Herkunftsland abgeschoben worden – obwohl ein Einwanderungsrichter bereits 2019 festgestellt hatte, dass ihm dort Gefahr durch eine Bande drohe. Nach öffentlichem Druck und gerichtlicher Anordnung wurde er im Juni zurückgeholt. Kurz darauf erhob die Regierung Anklage wegen mutmaßlicher Menschenschleusung in Tennessee. Abrego Garcia bestreitet die Vorwürfe.

Seit seiner Rückkehr versucht das Heimatschutzministerium, ihn in andere Staaten abzuschieben – unter anderem nach Uganda, Eswatini, Ghana oder Liberia. Die Richterin spricht in ihrer Entscheidung von „leeren Drohungen“. Es gebe keinen vernünftigen Grund zu glauben, dass eine Abschiebung in absehbarer Zeit möglich sei. Bemerkenswert ist ein weiterer Punkt: Costa Rica habe wiederholt angeboten, Abrego Garcia als Flüchtling aufzunehmen, und er sei bereit, dorthin zu gehen. Dennoch habe die Regierung dieses Angebot ohne Begründung ignoriert.

 
Vorwurf der Heuchelei
Ohio ade! Trump-Kumpel zieht seine Fabrik nach China um
Ausgerechnet ein Trump-Unterstützer verlagert die Produktion seiner Firma nach China. Rund 150 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Gewerkschafter sprechen von Heuchelei.
Der Hedgefonds-Manager John Paulson, ein prominenter Unterstützer von US-Präsident Donald Trump, sorgt für Aufsehen. Laut einem Bericht des „Guardian“ plant er, die Produktion seines Unternehmens Conn Selmer, eines führenden Herstellers von Orchester- und Blasinstrumenten, aus den USA nach China zu verlagern.

Die Schließung des Werks in East Lake, Ohio, wird etwa 150 Arbeitsplätze kosten. Die Mitarbeiter wurden bereits darüber informiert, dass die meisten Tätigkeiten bis Juli nach Asien verlagert werden sollen.

Mitarbeiter fühlen sich betrogen
Die Entscheidung trifft die Belegschaft hart. Laut der Gewerkschaft United Auto Workers Local 2359 hatten die Beschäftigten ursprünglich erwartet, über einen neuen Tarifvertrag zu verhandeln. Stattdessen erfuhren sie von der geplanten Verlagerung. „Es macht mich wirklich wütend“, erklärte ein Gewerkschaftsmitglied dem „Guardian“. Ein anderer Mitarbeiter sprach von einem Gefühl des Verrats. Besonders bitter sei, dass die Arbeiter zuvor beruhigt worden seien, ihre Jobs seien sicher.

Neue Fabrik in China eröffnet
Wie der „Independent“ berichtet, hat Conn Selmer bereits 2025 eine neue Produktionsstätte in China eröffnet. Seitdem sei die Arbeit schrittweise dorthin verlagert worden. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass die Entscheidung noch nicht endgültig sei, aber wahrscheinlich umgesetzt werde. Eine offizielle Stellungnahme von Conn Selmer blieb bislang aus.

 
CBS verbietet Colbert Ausstrahlung von Interview mit Demokraten – und hilft diesem zu Rekord-Spenden
Der US-TV-Sender hat Late-Night-Talker Stephen Colbert verboten, ein schon geführtes Interview mit dem texanischen Politiker James Talarico, der in den Senat will, zu zeigen. CBS widerspricht der Darstellung

Wer sich erstmals mit James Talarico befasst, der kommt schnell zum Schluss: Der Mann, der als eine der Zukunftshoffnungen der demokratischen Partei gilt, hat dem ersten Anschein nach nur wenig Mitreißendes an sich. Seine Art zu reden ist unaufgeregt und nur selten greift er zu Formulierungen, die Zuhörer aus der Monotonie reißen. Talarico tritt bewusst verbindlich und unaufgeregt auf. Auch sein Äußeres – akkurater Scheitel, trotz seiner Jugend leicht angegrautes Haar, weiter Anzug – verrät ihn schnell als jenen Seminaristen der Presbyterianer, der er tatsächlich auch ist.

Geschenk an den Gegner
Und trotzdem gilt Talarico, der mit einer sozialreligiösen Botschaft versucht, den Republikanern ihr Monopol auf das Fromme zu entreißen, als ein kommender Star seiner Partei. Talarico nämlich will im Herbst zum ersten demokratischen Senator aus Texas seit dem Jahr 1993 gewählt werden. Bisher war seine Kampagne eher von einigen Pannen überschattet gewesen und enttäuschend verlaufen.

 
Marathonrekordler Aaron Gruen: "Unangenehm, in den USA zu leben"
Havard-Medizinstudent berichtet von "Patienten, die von ICE mitgenommen werden", und stellt sich hinter Trump-kritische Olympia-Sportler: "Legitim, auf Themen aufmerksam zu machen"

Nein, Aaron Gruen fürchtet sich nicht, den Mund aufzumachen. "Da ich einen amerikanischen Pass habe, kann ich auch etwas aussagen und kritisieren. Mal sehen, wie lange das ein Vorteil ist", sagt Gruen im Gespräch mit dem STANDARD (und dem Laufmagazin "RunUp"). Seit 2022 ist er als Nachfahre jüdischer Holocaust-Überlebender aus Wien im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft, mittlerweile ist er auch im Besitz zweier Leichtathletikrekorde. Am 30. März 2025 blieb er als erster Österreicher im Marathon unter 2:10 Stunden, nämlich um sieben Sekunden, heuer am 11. Jänner fügte er noch den Halbmarathonrekord hinzu (1:01:14).

Flotte Beine, hellwacher Geist. Ein Chemie- und ein Musikstudium hat Gruen, seit kurzem 27 Jahre alt, schon abgeschlossen, Cello spielt er auf Konzertniveau. Seit dem Vorjahr studiert er in Harvard Medizin, er geht zeitig schlafen (20 Uhr), aber er steht auch zeitig auf (4 Uhr), damit sich in der Früh gleich einmal 17 bis 25 Trainingskilometer ausgehen. Ziel sei es, das Studium und den Leistungssport "möglichst gut in Balance zu halten". Obwohl er aktuell "fast mehr Zeit ins Laufen" investiere, laufe es auch an der Uni "sehr gut", aktuell studiere er "sogar relaxed".

"Patienten leiden"

 
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