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US-News

17 Szenarien für November – Aktivisten und Journalisten proben den Widerstand gegen einen Eingriff in die Wahl
Indivisible hat bereits 17 mögliche Szenarien durchgespielt, die im November eintreten könnten. Dazu gehört der Einsatz von ICE an Wahllokalen. Auch die Nationalgarde taucht in den Planspielen auf, obwohl das Pentagon erklärt hat, derzeit keine Entsendung von Soldaten zu Wahllokalen zu planen. Ezra Levin sagt trotzdem, die wichtigste Aufgabe bleibe zunächst banal: möglichst viele Menschen sollen tatsächlich wählen. Das Bündnis „No Kings“, das während Trumps 2. Amtszeit große Proteste organisiert hat, startet deshalb eine Kampagne für frühe Stimmabgabe. Am 17. Oktober sollen Kundgebungen den Höhepunkt bilden. Dahinter steht eine zweite Vorbereitung. Sollte die Regierung im November aggressiv in die Wahl eingreifen, wollen linke Organisationen und traditionelle Bürgerrechtsgruppen schnell Menschen auf die Straße bringen.

Einige sehen Minneapolis als mögliches Vorbild. Bei den Protesten gegen die dortige Einwanderungsoffensive wurden im Januar 2 Aktivisten von ICE-Beamten erschossen. Die Regierung fuhr ihren harten Einsatz gegen die Stadt später zurück. Für Aktivisten zeigte diese Erfahrung, dass öffentlicher Widerstand politischen Druck erzeugen kann, selbst wenn der Preis erschreckend hoch war. Kidus Girma von der linken Sunrise Movement rechnet damit, dass sich im November ein ähnlicher Moment ergeben könnte. Beschäftigte und Studenten müssten sich dann zusammentun und deutlich machen, dass die Regierung nicht darüber entscheide, wer gewählt werde oder ein Amt antreten dürfe. Das klingt nach einer Sprache, die man früher mit umkämpften Demokratien weit entfernt von Washington verbunden hätte. Heute wird sie für die amerikanischen Zwischenwahlen geprobt.

Die Vorbereitung selbst ist bereits eine Nachricht. Eine Wahl, für die Bürgerrechtsgruppen Protestpläne schreiben, Juristen Richter vorbereiten und politische Parteien Tausende Beobachter anwerben, trägt ihre Krise schon Wochen vor dem ersten ausgezählten Stimmzettel mit sich.

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USA bestätigen erstmals Stationierung von Waffen im Weltall
Erstmals hat die US-Space Force öffentlich gemacht, Waffen im Weltall stationiert zu haben. Es gehe darum, den Weltraum "kontrollieren und verteidigen" zu können

Washington – Die USA haben erstmals offiziell die Stationierung von Waffen im Weltall bestätigt. "Die USA verfügen über Waffen zur Weltraumkontrolle im Orbit", erklärte ein Sprecher der US Space Force am Montag, ohne allerdings Einzelheiten zu den Waffen zu nennen. Er teilte lediglich mit, dass sie "in der Lage sind, den gemeinsamen Kampfverband gegen feindliche Aktionen zu verteidigen".

Die Weltraumkontrolle umfasse die Einsatzbereiche, "die erforderlich sind, um den Weltraum zu kontrollieren und zu verteidigen", hieß es in der Erklärung weiter. Dabei kämen "kinetische und nicht-kinetische Mittel" zum Einsatz. Diese Fähigkeiten könnten "sowohl für offensive als auch für defensive Zwecke eingesetzt werden".

In seiner ersten Amtszeit hatte US-Präsident Donald Trump 2019 eine United States Space Force als eigene Truppengattung ins Leben gerufen. Sowohl Russland als auch China – die beiden geopolitischen Hauptrivalen der USA – stellen potenzielle Bedrohungen für die US-Interessen im Weltraum dar.

China und Russland ebenfalls engagiert

 
US-Militär räumt Munitionsknappheit wegen Iran-Krieges ein
Die Generalinspektion des US-Verteidigungsministeriums hat in einem Bericht eine Munitionsknappheit wegen des kostspieligen Iran-Krieges eingeräumt.

In dem gestern (Ortszeit) veröffentlichten Pflichtbericht an den US-Kongress heißt es, zwischen dem 28. Februar und dem 30. Juni seien durch den Einsatz Kosten von 33,4 Milliarden Dollar (rund 29 Mrd. Euro) entstanden, davon allein 22,3 Milliarden Dollar für verbrauchte Munition. Das habe zu „strategischen Bestandslücken und Engpässen bei der Industrie in der Nachschubversorgung mit Munition“ geführt.

Der Bericht führt auch die Verluste der US-Luftflotte an, einschließlich vier zerstörter F-15-Kampfflugzeuge, einer beschädigten F-35-Maschine, sieben beschädigter KC-135-Tankflugzeuge und bis zu 30 zerstörter MQ-9-Reaper-Drohnen.

Trump spricht von „unbegrenzten“ Vorräten
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt Bedenken hinsichtlich einer Munitionsknappheit in dem seit sechs Monaten andauernden Krieg zur Seite gewischt und unlängst von „praktisch unbegrenzten“ Munitionsvorräten der US-Armee gesprochen.


Dem weltgrößten A....loch wurde nur "unbegrenzt" ins Hirn geschiessen.
 
Trump erholt sich leicht - Republikaner rutschen vor den Midterms trotzdem weiter ab
Trumps Zustimmungswert steigt von seinem bisherigen Tief bei 33 % auf 35 %. Bei der Kongresswahl liegen die Demokraten inzwischen mit 44 % vor den Republikanern mit 37 % - der größte Abstand seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. Besonders bitter für Trump: 63 % der Amerikaner lehnen seine versprochene 5.000-Dollar-Dividende ab, darunter 40 % der Republikaner. Auch beim Thema Wirtschaft liegen die Demokraten mit 38 % erstmals seit rund 10 Jahren knapp vor den Republikanern mit 37 %. Der Iran-Krieg, hohe Treibstoffpreise und Trumps Bauprojekte in Washington drücken weiter auf die Stimmung vor den Midterms.
 
Trumps Wahlbetrugsjagd kippt ins Gesetzlose – Vance lässt den Mann mit den Fakten aus dem Saal führen
Amerika kann im Herbst 2026 gleichzeitig sehr groß und erschreckend klein wirken. Donald Trumps Regierung lässt nach Menschen suchen, die angeblich unrechtmäßig wählen. In Kansas steht währenddessen Vizepräsident JD Vance vor einer MAGA-Menge und verspottet einen Mann, dessen Zwischenruf auf etwas ziemlich Handfestes zielt: Der republikanische Senator Roger Marshall verklagte als Arzt Patienten, die ihre Rechnungen nicht bezahlen konnten. Zwei Vorgänge, weit voneinander entfernt. Und doch sprechen beide dieselbe Sprache. Ein erfundener Verdacht reicht inzwischen, um Menschen ins Visier zu nehmen, Tatsachen werden lästig, sobald sie politisch im Weg stehen.

Ein Hinweisgeber wirft Ermittlern des Department of Homeland Security vor, bei Trumps Suche nach Wahlbetrug Gesetze einzelner Bundesstaaten verletzt zu haben. Die Beamten hätten sich auf öffentlich zugänglichen staatlichen Internetseiten als Wähler ausgegeben. Dazu sollen sie persönliche Angaben der Betroffenen eingegeben haben, darunter Sozialversicherungsnummern und Geburtsdaten. Anschließend sei geprüft worden, ob die betreffende Person wahlberechtigt sei. In mehreren Bundesstaaten dürfen solche Daten auf diesen Seiten nur vom betroffenen Wähler selbst eingegeben werden. Die Leute, die Rechtmäßigkeit prüfen sollen, könnten bei ihrer Suche also selbst rechtswidrig handeln.

Viel Zeit bekommen sie dafür offenbar nicht. Nach den Angaben eines Whistleblower gelte eine Vorgabe von 40 Personen pro Tag. Rund 12 Minuten bleiben damit für einen Menschen und dessen Wahlrecht. Trumps vor zwei Wochen gestartete „Unlawful Voter Initiative“ arbeitet unter einem Tempo, das bei einem Paketlager verständlicher wäre als bei der Frage, ob ein amerikanischer Staatsbürger wählen darf. Name aufrufen, Daten hinein, Prüfung durchführen. Dann der nächste. Ein Bürgerleben passt plötzlich zwischen zwei Kaffeepausen.

 
US-Bischof spricht über Rassismus in Priesterseminar
Eine stärker vernehmbare Stimme für schwarze Menschen innerhalb der katholischen Kirche in den USA fordert der neue Washingtoner Weihbischof Robert Paul Boxie. Rassismus sei weiterhin eine Unterströmung in der Kirche, sagte Boxie im Interview mit dem Catholic News Service (CNS).

Der 46-Jährige berichtete von eigenen Erfahrungen mit Rassismus im Priesterseminar und forderte eine stärkere Vertretung Schwarzer in der kirchlichen Hierarchie, im Pfarrleben und im Verständnis der Kirche von Heiligkeit. In Kirchen seien häufig nur weiße Heilige dargestellt.

Boxie wurde im Juli zum Weihbischof von Washington geweiht und ist aktuell der jüngste katholische in den USA. Dass manche Menschen glaubten, er sei nur wegen seiner Hautfarbe vom Papst zum Bischof ernannt worden, mache ihm nichts aus, meinte Boxie im CNS-Interview. Ausdrücklich wies er aber die Bezeichnung „DEI-Bischof“ (Diversität, Gleichheit, Inklusion) zurück.

Früher als Anwalt tätig
Der Ausdruck sei ein „dog whistle“, also eine verschlüsselte politische Botschaft, mit der suggeriert werde, ein Schwarzer sei im Rahmen eines Diversitätsprogramms und auf Kosten eines besser qualifizierten Kandidaten zum Bischof gemacht worden. Seine Ausbildung, kirchliche Formation und bisherige Tätigkeit sollten aber für sich sprechen, so der Weihbischof, der unter anderem an der Harvard Law School studierte und als Anwalt in Washington arbeitete, bevor er Priester wurde.

 
Die Wahrheit hat beim weltgrößten A....loch noch nie gezählt
US-Expertin Navidi: "Wahrheit zählt in der Trump-Ära nicht mehr"
DER STANDARD sprach mit Bestseller-Autorin Sandra Navidi über die neue manipulative Politik und den Missbrauch von sozialen Medien zur Desinformation

STANDARD: Donald Trump liebt es, sich im Fernsehen zu präsentieren und macht über Social-Media Politik. Wie haben soziale Medien diese US-Regierung geprägt?

Sandra Navidi: Donald Trump betreibt Performance-Politics, also sozusagen die Kardashianisierung der Politik. In der Aufmerksamkeitsökonomie beherrscht er die wichtigste Disziplin: Ständig und penetrant die gesamte Bandbreite der Aufmerksamkeit der Menschen zu belegen. Dadurch hat er gewissermaßen eine Standleitung in ihr Gehirn. Weil Trump der Inbegriff der amerikanischen Kultur ist, nämlich des Nihilismus, Materialismus und Narzissmus, fruchten seine Botschaften bei einem Teil der Bevölkerung, der ähnlich gestrickt ist wie er. Die Tatsache, dass er seine Präsidentschaft zu einem erheblichen Teil dem einflussreichen Reality-TV verdankt, ist die ultimative Manifestation dieser Kultur. Er versteht die Wirkung von Bildern, die Inszenierung von Spektakel. Er weiß instinktiv, welche emotionalen Trigger er auf welche Weise am besten aktiviert. Er hat federführend die Politik zu einer Realityshow umfunktioniert, bei der er fast jeden Tag mit einem neuen Cliffhanger aufwartet. Das bedeutet auch, dass er die Schockeffekte stetig weiter steigern muss, um die Menschen bei Stange zu halten, ob mit schockierenden KI-Videos, Beleidigungen und Provokationen oder Krieg. Er ist nicht da, um der Politik zu dienen, sondern die Politik hat ihm zu dienen – mit immer neuem Content.

 
60 Dollar für ein Brot: Billa eröffnet erste Filiale in New York (Satire)

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Der steirische Bäcker Martin Auer macht es mit einer Bäckerei im Big Apple vor. Jetzt zieht auch die Supermarktkette Billa nach und verkauft Brot für 60 Dollar pro Laib. Ein Lokalaugenschein in der ersten Billa-Filiale in Manhattan.

NEW YORK – Midtown Manhattan. Gegenüber vom Madison Square Garden gibt es eine neue Sehenswürdigkeit, die noch mehr Fans anziehen könnte als die berühmteste Arena der Welt: die erste Billa-Filiale New Yorks. „This is the home of the famous Yes-Naturally-Piggy, right?“, fragt ein Passant und zeigt auf den gelben Schriftzug.

In nur zwei Tagen wurde die gesamte Filiale aus dem Boden gestampft. „Als wir gehört haben, dass man hier 60 Dollar für ein Brot verlangen kann, mussten wir schnell reagieren“, erklärt der REWE-CEO. „Nicht, dass am Ende der gierige Spar vor uns aufmacht und dieselbe Idee hat.“

Große Nachfrage
Die ersten zwei Kundinnen betreten die heiligen Hallen. „Wow, look“, sagt eine der beiden und zeigt auf eine Packung verschimmelter Champignons um 21,99 Dollar. „There it is“, schreit ihre Freundin und nimmt das sagenumwobene Brot aus dem Regal, das 60 Dollar kostet. Beide schnappen sich eines der neuen Statussymbole und gehen zur Kassa. Wenige Minuten später ist die Filiale zum Bersten voll.

Nur eine Straße weiter soll bald schon der zweite Billa eröffnen, gleich daneben dann der dritte. „Leider müssen wir dann wahrscheinlich auch mit dem Brotpreis raufgehen auf 70 Dollar, wegen der Filialdichte, aber das muss es den Leuten wert sein, immerhin ist so sichergestellt, dass sie nicht verhungern zwischen der 3rd und 5th Avenue“, erläutert der CEO.


Für Nicht-Österreicher, Billa ist in Deutschland REWE
 

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Der Fed-Chef muss sich entscheiden – zwischen Trump und der Glaubwürdigkeit der Notenbank
Kevin Warsh steht ein heißer Herbst bevor. Wird die Fed vor dem US-Präsidenten kuschen oder die Zinsen erhöhen? Die Entscheidung ist von globaler Bedeutung

Die Stimmung nach dem jährlichen Treffen der US-amerikanischen Zentralbanker in Jackson Hole Ende August kann man mit einem Wort beschreiben: Erleichterung. Die Rede des neuen Chefs der Fed, Kevin Warsh, wurde positiv aufgenommen, da sie klar war und relevante Zukunftsthemen wie KI angesprochen hat. Das sollte selbstverständlich sein, aber in den ersten 100 Tagen seines Amtes hielt sich Warsh in der Kommunikation so zurück, dass Volatilität auf den Märkten drohte.

Warsh hatte in Aussicht gestellt, die letzten 25 Jahre einer transparenten Kommunikation der Fed zurückzurollen. Er möchte die üblichen Signale, die der Markt zu lesen gelernt hat, aussetzen und weniger Einblick in das Denken der Notenbank geben. Das soll die Fed freier in ihren Entscheidungen machen. Damit wäre allerdings fast das Kind mit dem Bade ausgeschüttet worden: Ein Festlegen auf einen zukünftigen Zinsweg kann in der Tat der Zentralbank die Hände binden, aber das Erklären der sogenannten Reaktionsfunktion ist eines der wichtigsten Werkzeuge. Haushalte und Finanzfachleute müssen verstehen, wie die Fed die Wirtschaft einschätzt und mit welchen Maßnahmen sie das Inflationsziel sichern möchte. Das ist zentral für die Glaubwürdigkeit der Institution. Hier wäre Intransparenz kontraproduktiv, weil die halbe Geldpolitik aus dem Reden über die Geldpolitik besteht.

 
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