Nach Rassismusvorwurf: Klassiker wird zum Verkaufsschlager
So kann's auch laufen. ^^
Mich würde nicht wundern wenn Filmklassiker wie Gettysburg demnächst auf dem Index landen, weil die Konföderierten dort nicht böse genug dargestellt werden.
Ich finds eine schwierige Diskussion. Scheint vielmals eine Trotzreaktion nach dem Motto: Zeigen wir mal, dass man es mit politischer Korrektheit übertreiben kann.
Stellt sich die Frage, warum musste man überhaupt zu dem "politisch korrekten" kommen?
WIr erleben hier Veränderungen, die natürlich auch nach einer Abkehr von Stereotypen, Klischees rufen. Wenn du Ghettysburg ansprichst, natürlich auch die Frage nach historischer Bewertung, "Färbung". Und die natürlich auch (unter)bewusst durch solche Filme geprägt werden. Ob nun "Kind ihrer Zeit" oder nicht. Es scheint nicht grundsätzlich verkehrt, da auch das Angebot zu überdenken. Wobei du, ja natürlich, auch dann jedes Machwerk auf Rollenklischees, nationale Stereotype usw. untersuchen könntest, müsstest. Praktisch unmöglich.
Ich denke das ist auch den Verantwortlichen bei Netflix, HBO.... sehr wohl bewusst. Von daher verstehe ich das v.a. als eine Geste von Solidarität mit der BlackLifeMatters-Bewegung. Und schade drum, wenn diese dann sogar das trotzige wie auch immer Gegenteil erfährt.
Was etwa Little Britain betrifft. Ich liebe die Serie btw.^^. Gerade in dem Bereich stellt sich die manchmal sehr schwierige Frage, wie weit darf, soll sogar Comedy, Satire usw. gehen. Das ist nicht dafür da, Wohlfühlfaktor zu schaffen. Das soll auch mal aufstoßen. Unbedingt. Die Frage ist nur, ob und inwieweit unter solchem Denkmantel etwa tatsächlich Rassismus, Antisemitismus bspw. "verkauft" werden.