KKK – Kontrolle, Konfession, Katastrophe – Wenn Säuberungs-Apps Nutzer preisgeben
Es begann mit der Moral, nun endet es mit Leaks und Löschbefehlen. Zwei Phänomene zeigen gerade, wie sich konservative Digitalkultur in Richtung Kontrolle und Denunziation verändert: die moralische Selbstüberwachung in Form von Apps wie Covenant Eyes und die instrumentalisierte Zivil-Technologie in Form von „Cancel the Hate“. Auf dem Papier versprechen beide Reinheit — die eine private Keuschheit, die andere öffentliche Sittenwächterei. In der Praxis produzieren sie Kontrollrituale, Reputationsrisiken und, im schlimmsten Fall, handfeste Gefährdungen.
Covenant Eyes verkauft sich als digitaler Wächter der Familie: Accountability-Software, die Surf-Verhalten protokolliert und an „vertrauenswürdige Partner“ weiterleitet. In konservativ-evangelikalen Kreisen wird das Tool nicht selten als moralisches Hilfsmittel gefeiert. In einem Interview, das aktuell breit rezipiert wird, schilderte der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, wie er mit seinem Sohn eine „accountability partnership“ pflege — Vater und Sohn gegenseitig als Wächter ihrer Internetnutzung. Wer das Bild nüchtern betrachtet, sieht mehr als eine private Absprache: Er sieht die kulturelle Prämisse einer Bewegung, die Kontrolle als Tugend privat und politisch legitimiert. Charlie Kirk hat für Covenant Eyes massiv die Werbetrommel gerührt; in Interviews und einem Covenant-Eyes-Podcast lobte er die Software und empfahl sie explizit ‚guten Christen‘ als Mittel zur digitalen Selbstkontrolle.
kaizen-blog.org
Es begann mit der Moral, nun endet es mit Leaks und Löschbefehlen. Zwei Phänomene zeigen gerade, wie sich konservative Digitalkultur in Richtung Kontrolle und Denunziation verändert: die moralische Selbstüberwachung in Form von Apps wie Covenant Eyes und die instrumentalisierte Zivil-Technologie in Form von „Cancel the Hate“. Auf dem Papier versprechen beide Reinheit — die eine private Keuschheit, die andere öffentliche Sittenwächterei. In der Praxis produzieren sie Kontrollrituale, Reputationsrisiken und, im schlimmsten Fall, handfeste Gefährdungen.
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Covenant Eyes verkauft sich als digitaler Wächter der Familie: Accountability-Software, die Surf-Verhalten protokolliert und an „vertrauenswürdige Partner“ weiterleitet. In konservativ-evangelikalen Kreisen wird das Tool nicht selten als moralisches Hilfsmittel gefeiert. In einem Interview, das aktuell breit rezipiert wird, schilderte der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, wie er mit seinem Sohn eine „accountability partnership“ pflege — Vater und Sohn gegenseitig als Wächter ihrer Internetnutzung. Wer das Bild nüchtern betrachtet, sieht mehr als eine private Absprache: Er sieht die kulturelle Prämisse einer Bewegung, die Kontrolle als Tugend privat und politisch legitimiert. Charlie Kirk hat für Covenant Eyes massiv die Werbetrommel gerührt; in Interviews und einem Covenant-Eyes-Podcast lobte er die Software und empfahl sie explizit ‚guten Christen‘ als Mittel zur digitalen Selbstkontrolle.
KKK - Kontrolle, Konfession, Katastrophe - Wenn Säuberungs-Apps Nutzer preisgeben
Es begann mit der Moral, nun endet es mit Leaks und Löschbefehlen. Zwei Phänomene zeigen gerade, wie sich konservative Digitalkultur in Richtung Kontrolle und Denunziation verändert: die moralische Selbstüberwachung in Form von Apps wie Covenant Eyes und die instrumentalisierte Zivil-Technologie...
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