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US-News

Der Name als Trophäe – Wie Trump das Kennedy Center vereinnahmt und ein Großteil der Familie Sturm dagegen läuft
Was hier gerade passiert, ist weniger eine kulturpolitische Entscheidung als eine Machtdemonstration. Ein Präsident, der ein Gremium nach eigenen Vorstellungen umbaut, Kritiker entlässt, loyale Parteigänger einsetzt und sich anschließend von genau diesem Kreis ehren lässt, gibt sich überrascht und geehrt. Dass Donald Trump erklärt, er sei „überrascht“ gewesen, als das Kennedy Center nach ihm benannt wurde, wirkt nicht nur unglaubwürdig, sondern offenbart ein erstaunliches Maß an Realitätsverzerrung – oder eine bemerkenswerte Kaltschnäuzigkeit im Umgang mit öffentlichen Institutionen.

Der Widerstand kommt ausgerechnet aus der Familie Kennedy selbst. Kerry Kennedy, Präsidentin des Robert & Ethel Kennedy Human Rights Center, stellt unmissverständlich klar, dass Donald Trump für das Gegenteil jener Werte steht, für die John F. Kennedy politisch und moralisch eingetreten ist. Gerechtigkeit, Frieden, Gleichheit, Würde, Vielfalt und Mitgefühl seien keine dekorativen Begriffe, sondern gelebte politische Haltung gewesen. Trump hingegen habe im vergangenen Jahr gezielt Kunstschaffende, Journalistinnen, Journalisten und Komiker angegriffen, freie Ausdrucksformen eingeschränkt und historische Leistungen anderer aus dem öffentlichen Gedächtnis gedrängt. Sein Name, so Kennedy, habe an dieser Stelle nichts verloren.

 
US-Militär: Fünf Tote bei Angriffen auf Boote im Pazifik
Bei Angriffen auf zwei angebliche Drogenboote im Pazifik sind nach Angaben des US-Militärs fünf Menschen getötet worden. Die Schiffe hätten sich in internationalen Gewässern befunden und seien in Drogenhandel verwickelt gewesen, erklärte das US-Südkommando gestern (Ortszeit). Drei Menschen seien auf dem ersten Schiff und zwei auf dem zweiten Schiff getötet worden.

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang 104 Menschen getötet. Kritiker und Kritikerinnen bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.

Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Zuletzt verkündete US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade gegen „sanktionierte“ Öltanker, die Venezuela anlaufen oder verlassen. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolas Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz.

Trump: Brauche Kongress für Angriffe auf Venezuela nicht
In der Nacht auf heute sagte Trump zudem, dass er nach eigener Einschätzung keine Zustimmung des Kongresses brauche, um Angriffe an Land gegen Venezuela zu starten. „Ich hätte nichts dagegen, es ihnen zu sagen, aber wissen Sie, es ist keine große Sache“, sagte er auf eine Reporterfrage, ob er den Kongress um Genehmigung bitten werde, um Drogenkartelle in Venezuela zu bekämpfen. „Ich muss es ihnen nicht sagen.“

 
Schüsse an US-Eliteuni: Tatverdächtiger tot aufgefunden
Fast eine Woche nach den tödlichen Schüssen an der Eliteuniversität Brown im US-Bundesstaat Rhode Island hat die Polizei den mutmaßlichen Täter in der Nacht auf heute tot in einer Lagerhalle im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire gefunden. Er beging Suizid.

Der Verdächtige, ein 48-jähriger Portugiese, soll zudem am Montag einen Professor einer anderen Uni im US-Bundesstaat Massachusetts erschossen haben, wie kurz darauf die dortige Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz bekanntgab.

Die Polizei war dem Tatverdächtigen nach eigenen Angaben mit Hilfe von Videoaufnahmen eines Mietfahrzeugs auf die Schliche gekommen. Er hatte früher an der Uni Physik studiert und zuletzt in Miami gewohnt. Das Motiv für die Todesschüsse auf zwei Menschen am Samstag ist nach wie vor unklar.

 
Trump fordert per Dekret Mondlandung bis 2028
US-Präsident Donald Trump will so schnell wie möglich wieder US-Astronauten zum Mond schicken. Er unterzeichnete gestern (Ortszeit) in Washington ein Dekret, in dem er von der Raumfahrtbehörde NASA eine Mondlandung bis zum Jahr 2028 verlangt.

Mit der Mondlandung soll die NASA „die amerikanische Führungsrolle im Weltraum untermauern, die Grundlagen für die wirtschaftliche Entwicklung des Mondes legen, die Reise zum Mars vorbereiten und die nächste Generation amerikanischer Entdecker inspirieren“, wie es in Trumps Dekret heißt.

Bis 2030 soll die NASA zudem „erste Elemente einer dauerhaften Mondstation“ errichten und Pläne für Atomreaktoren im All konkretisieren.

1972 zuletzt auf dem Mond
Die USA waren zuletzt mit ihren Apollo-Missionen zwischen 1969 und 1972 insgesamt sechsmal auf dem Mond gelandet. Das Artemis-Programm der NASA sieht nun neben einer Mondlandung auch den Bau einer dauerhaften Mondstation vor.

 
Trump schließt Krieg gegen Venezuela nicht aus
Außerdem unterzeichnete Trump den US-Verteidigungshaushalt trotz Ukraine-Hilfen. Entgegen der politischen Linie des US-Präsidenten enthält das Gesetz mehrere Bestimmungen zur Stärkung der Sicherheit in Europa

Washington – US-Präsident Donald Trump lässt die Möglichkeit eines Krieges gegen Venezuela offen. "Ich schließe das nicht aus, nein", sagte Trump am Freitag dem Sender NBC News in einem Telefoninterview. Zudem drohte er nach der Beschlagnahmung eines Öltankers in der Nähe venezolanischer Gewässer in der vergangenen Woche mit weiteren Beschlagnahmungen. Erst am Dienstag hatte die US-Regierung eine "Blockade" für alle unter US-Sanktionen fallende Öltanker angeordnet, die Venezuela anlaufen oder verlassen. Damit will Trump den Druck auf die Regierung von Machthaber Nicolás Maduro, die er als Terrororganisation bezeichnet hat, erhöhen und dessen wichtigste Einnahmequelle, das Ölgeschäft, treffen.

Die USA haben starke Militärverbände in der Region zusammengezogen und wiederholt Boote attackiert, mit denen Drogen geschmuggelt worden sein sollen. Sie werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die USA zu fördern und damit ihre Bürger und die nationale Sicherheit zu gefährden. Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz. Die USA versuchen seit Jahren, Maduro aus dem Amt zu drängen und haben deswegen bereits umfassende Sanktionen gegen das Land verhängt. In dem NBC-Interview äußerte sich Trump nicht konkret dazu zu, ob die Absetzung Maduros sein oberstes Ziel sei. "Er weiß genau, was ich will", sagte Trump mit Blick auf Maduro. "Er weiß es besser als jeder andere."

 
Wie Trump auf Vilimsky hereinfiel
Es war nur logisch, den freiheitlichen Überschuss an zivilisationsauslöschenden Ideen auf die USA umzulenken

Wer uns in dieser stillen Zeit mit der zivilisatorischen Auslöschung Europas kommt, der kennt unsere Christkindlmärkte nicht. Solange nicht einmal klar ist, ob diese Kernthese von Donald Trumps Nationaler Sicherheitsstrategie als Warnung an oder Kampfansage gegen Europa gemeint ist, blieb die Aufregung, die durch europäische Köpfe und Medien wabert, unverständlich.

Innerhalb der letzten etwas mehr als hundert Jahre hat sich Europa ohne jede Hilfe von außen zweimal zivilisatorisch ausgelöscht, und das gründlich. Und jetzt soll uns diese Fakepost aus Washington beeindrucken, als ob wir bei diesem neuerlichen Versuch auf einen rasenden Immobilienmakler aus Mar-a-Lago angewiesen wären, wo der alte Kontinent das bisher doch allein geschafft hat.

 
Donald Trump, der gekränkte Herrscher, im Rückzugsgefecht
Das Weiße Haus und das Kennedy-Center kann der US-Präsident zertrümmern. Für die halb abgerissene Demokratie gibt es noch Hoffnung

Den Ostflügel des Weißen Hauses hat er abreißen lassen, bevor er einen funktionierenden Plan für das Neue hatte. Die Illusion des größten und schönsten Ballsaales jemals war so verlockend, dass der Weg dorthin außer Acht blieb.

Das Weiße Haus, bis zu Donald Trump ein Zeichen von Einheit, ist zum Kern der Spaltung der westlichen Welt geworden. Nirgendwo lässt sich seine narzisstische Persönlichkeit so gut ablesen, wie an den Umbauten im engsten Umfeld.

Nur hier, an der Pennsylvania Avenue, kann er das tun und lassen, was er möchte. Hier ist er König. Außerhalb der schwarzen Gitterstäbe rund um das Gelände wäre er ebenso gern König, ist es aber nicht. Er braucht (und missbraucht) Gerichte, muss Gesetze beachten – obwohl er sich immer noch der Illusion hingibt, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika allein mit Executive Orders regiert werden können.

Jemand seines Zuschnitts, der gewohnt ist, seinen Namen in goldenen Lettern auf Wolkenkratzern und Flugzeugen zu lesen, findet wohl nicht anstößiges dabei, zu Lebzeiten mindestens einen Donald-J.-Trump-Flughafen oder einen Donald-J.-Trump-Flugzeugträger zu taufen.

Billige Symbole
Schon seit einigen Wochen hat er innerhalb seines 100-Prozent-Handlungsbereichs, dem Verbindungsgang zwischen West Wing (dieser Flügel steht noch) und Oval Office, eine Ahnengalerie der bisherigen Präsidenten angebracht. Freilich haben alle ein Bild bekommen – außer dem verhassten demokratischen Vorgänger, Joe Biden. Die neu angebrachten Plaketten zeugen von den Anschauungen Trumps. Bei Biden, dessen Portrait Trump durch das Abbild einer Unterschriften-Maschine ersetzen ließ, ist vermerkt, dass Biden sein Amt im Januar 2021 "als Folge der korruptesten Wahl, die es je in den USA gab" angetreten habe.

 
Vor einem Jahr war unser Land tot… unser Land war bereit zu scheitern… Jetzt sind wir das heißeste Land überall auf der Welt.
– Präsident Donald Trump über den Zustand der Vereinigten Staaten

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:lol27:

Vor einem Jahr war unser Land tot… bereit zu scheitern… Jetzt sind wir das heißeste Land überall auf der Welt.
– Donald Trump, selbsternannter Meteorologe der nationalen Wiederauferstehung.
Inflation? Rekordhoch.
Klima? Brände in Kalifornien, Überschwemmungen in Florida.
Debattenkultur? Geschmolzen wie Käse auf einem MAGA-Burger.
Demokratie? Schwitzt unter dem Gewicht von Reality-TV-Rhetorik.
"Das heißeste Land“, klingt wie ein Werbeslogan für ein Land, das man besser nicht barfuß betritt.
 

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US-Militär startet Vergeltungsschlag in Syrien gegen IS
Nach einem tödlichen Angriff auf US-Soldaten hat das US-Verteidigungsministerium eine Militäroperation gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien begonnen. Insgesamt wurden mehr als 70 Ziele angegriffen. Bei den Attacken an mehreren Orten im Zentrum Syriens seien Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber und Artillerie eingesetzt worden, erklärte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom).

Ziel sei es, Waffenlager, Infrastruktur und Kämpfer des IS zu eliminieren, schrieb Pentagon-Chef Pete Hegseth gestern im Onlinedienst X. Es handele sich um eine direkte Reaktion auf den Angriff auf US-Soldaten am 13. Dezember.

Bei dem Angriff in der vergangenen Woche in der Stadt Palmyra waren zwei US-Soldaten und ein US-Dolmetscher getötet sowie drei Soldaten verletzt worden. US-Präsident Donald Trump kündigte daraufhin einen Vergeltungsschlag gegen die Terrormiliz IS an.

„Werden sie jagen, finden und töten“
Hegseth, der sich inzwischen Kriegsminister nennt, verwies auf das, was er unmittelbar nach dem Angriff auf die Amerikaner in Syrien mitgeteilt hatte: „Wenn Sie Amerikaner angreifen – egal wo auf der Welt –, werden Sie den Rest Ihres kurzen, angstvollen Lebens in dem Wissen verbringen, dass die Vereinigten Staaten Sie jagen, finden und gnadenlos töten werden.“

 
Immunität statt Verantwortung – Richter prüft Trumps Abwehrstrategie nach dem Kapitolangriff
Trumps Anwälte haben vor einem Bundesgericht gefordert, ihn vor zivilrechtlichen Klagen im Zusammenhang mit dem Angriff auf das Kapitol zu schützen. Der Präsident sei, so ihre Argumentation, durch seine damalige Rolle im Amt immun gegen Ansprüche, die ihm vorwerfen, den Mob bewusst angestachelt zu haben. Im Zentrum steht der Angriff vom 6. Januar 2021, mit dem der Kongress an der Bestätigung des Wahlergebnisses gehindert werden sollte. Mehrere demokratische Abgeordnete hatten Trump und enge Verbündete deshalb verklagt. Der zuständige Bundesrichter Amit Mehta hörte am Freitag die Argumente beider Seiten an, traf jedoch keine sofortige Entscheidung. Auch die Klägerseite machte deutlich, dass es nicht um politische Rhetorik, sondern um konkrete Handlungen gehe. Damit steht erneut die grundsätzliche Frage im Raum, ob und in welchem Umfang ein Präsident nach seiner Amtszeit zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann.
 
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