Die Recherche über die unsichtbare Front – Wie ICE im Schatten ein eigenes Sicherheitsreich aufgebaut hat
Was Recherchen jetzt zeigen, ist ein System, das sich über Jahre hinweg im Verborgenen ausgedehnt hat. Immigration and Customs Enforcement agiert längst nicht mehr nur als Abschiebebehörde. Interne Unterlagen, die uns vorliegen, zeichnen das Bild einer Organisation, die sich selbst zur Sicherheitsmacht erklärt hat – mit eigenen Programmen, eigenen Geheimhaltungsstufen und einem Einsatzradius, der weit über alles hinausgeht, was öffentlich diskutiert wird.
Die Namen klingen harmlos, fast verspielt. Benchwarmer. Tidal Wave. Abracadabra. Dust Off. Fleur De Lis. Doch hinter diesen Codenamen verbirgt sich kein Verwaltungshandeln, sondern ein flächendeckender Zugriff. Mindestens 21 sogenannte Großoperationen sind in einem internen Dokument aufgeführt, als „Law Enforcement Sensitive“ eingestuft, 15 Seiten lang. Seit Juni sollen dabei fast siebentausend Menschen festgenommen worden sein. Das ist keine Momentaufnahme. Es ist ein Dauereinsatz.
Was dabei auffällt, ist nicht nur das Ausmaß, sondern der Zweck. Es geht nicht allein um Aufenthaltsstatus. Es geht um Informationen. Menschen in Haft werden systematisch angesprochen, befragt, ausgewertet. Eine der Operationen ist explizit darauf ausgelegt, Informanten in Abschiebehaft zu rekrutieren. Nicht punktuell, sondern strukturiert. Eine andere setzt landesweit rund zweitausend sogenannte Informationsressourcen ein – ein Begriff, der alles und nichts sagt, aber deutlich macht, dass hier Menschen zu Werkzeugen gemacht werden.
kaizen-blog.org
Was Recherchen jetzt zeigen, ist ein System, das sich über Jahre hinweg im Verborgenen ausgedehnt hat. Immigration and Customs Enforcement agiert längst nicht mehr nur als Abschiebebehörde. Interne Unterlagen, die uns vorliegen, zeichnen das Bild einer Organisation, die sich selbst zur Sicherheitsmacht erklärt hat – mit eigenen Programmen, eigenen Geheimhaltungsstufen und einem Einsatzradius, der weit über alles hinausgeht, was öffentlich diskutiert wird.
Die Namen klingen harmlos, fast verspielt. Benchwarmer. Tidal Wave. Abracadabra. Dust Off. Fleur De Lis. Doch hinter diesen Codenamen verbirgt sich kein Verwaltungshandeln, sondern ein flächendeckender Zugriff. Mindestens 21 sogenannte Großoperationen sind in einem internen Dokument aufgeführt, als „Law Enforcement Sensitive“ eingestuft, 15 Seiten lang. Seit Juni sollen dabei fast siebentausend Menschen festgenommen worden sein. Das ist keine Momentaufnahme. Es ist ein Dauereinsatz.
Was dabei auffällt, ist nicht nur das Ausmaß, sondern der Zweck. Es geht nicht allein um Aufenthaltsstatus. Es geht um Informationen. Menschen in Haft werden systematisch angesprochen, befragt, ausgewertet. Eine der Operationen ist explizit darauf ausgelegt, Informanten in Abschiebehaft zu rekrutieren. Nicht punktuell, sondern strukturiert. Eine andere setzt landesweit rund zweitausend sogenannte Informationsressourcen ein – ein Begriff, der alles und nichts sagt, aber deutlich macht, dass hier Menschen zu Werkzeugen gemacht werden.
Die Recherche über die unsichtbare Front – Wie ICE im Schatten ein eigenes Sicherheitsreich aufgebaut hat - The Kaizen Blog
Was Recherchen jetzt zeigen, ist ein System, das sich über Jahre hinweg im Verborgenen ausgedehnt hat. Immigration and Customs Enforcement agiert längst nicht mehr nur als Abschiebebehörde. Interne Unterlagen, die uns vorliegen, zeichnen das Bild einer Organisation, die sich selbst zur...