Der unsichtbare Krieg gegen Amerikas Militärbasen
Während Washington öffentlich weiter von erfolgreicher Abschreckung und militärischer Kontrolle spricht, zeigen neue Satellitenbilder ein deutlich anderes Bild des Krieges mit dem Iran. Nach Auswertung zahlreicher Aufnahmen wurden seit Beginn der Kämpfe mindestens 228 Gebäude, Anlagen oder militärische Systeme auf amerikanischen Stützpunkten im Nahen Osten beschädigt oder zerstört. Betroffen sind Hangars, Kasernen, Treibstofflager, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen, Radaranlagen und Flugzeuge. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden liegt damit offenbar weit über dem, was die amerikanische Regierung bisher öffentlich eingeräumt hat.
Besonders schwer getroffen wurden amerikanische Einrichtungen in Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und Jordanien. Mehr als die Hälfte aller dokumentierten Schäden entfiel allein auf die 5. Flotte in Bahrain sowie auf mehrere große Basen in Kuwait, darunter Camp Arifjan, Camp Buehring und die Ali al-Salem Air Base. Sie gelten als zentrale Drehpunkte für amerikanische Operationen in der Region. Die Bilder zeigen nicht nur beschädigte Militärtechnik. Mehrfach trafen iranische Angriffe offenbar gezielt Unterkünfte, Kantinen, Lagerhallen und andere Bereiche, in denen sich normalerweise Soldaten aufhalten. Experten sprechen von ungewöhnlich präzisen Angriffen. Einer der ausgewerteten Analysten erklärte, auf den Aufnahmen seien kaum zufällige Einschläge zu erkennen. Viele Treffer wirkten gezielt gesetzt. Besonders auffällig ist dabei, dass iranische Stellen früh hochauflösende Satellitenbilder veröffentlichten, während große westliche Anbieter die Veröffentlichung aktueller Aufnahmen der Region teilweise einschränkten oder verzögerten.
Seit Kriegsbeginn starben nach offiziellen Angaben sieben amerikanische Soldaten bei Angriffen auf US-Einrichtungen. Mehr als 400 weitere Militärangehörige wurden verletzt. Mindestens zwölf von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Gleichzeitig begannen amerikanische Kommandeure offenbar früh damit, große Teile des Personals aus gefährdeten Bereichen abzuziehen. Einige Basen galten zeitweise als zu gefährlich für einen regulären Betrieb. Die Analyse deutet außerdem darauf hin, dass die Vereinigten Staaten den Wandel moderner Kriegsführung unterschätzt haben könnten. Mehrere Fachleute verweisen darauf, dass Drohnenangriffe und präzise Raketen inzwischen selbst stark geschützte Militärstandorte verwundbar machen. Besonders sogenannte Einwegdrohnen gelten inzwischen als schwer abzufangen und gleichzeitig erstaunlich präzise. Gleichzeitig fehlen an vielen Standorten ausreichend geschützte Bunker und befestigte Unterstände.
Hinzu kommt ein weiteres Problem. Der Krieg verbraucht enorme Mengen amerikanischer Abfangraketen. Nach Schätzungen wurden bereits Hunderte THAAD- und Patriot-Abfangsysteme eingesetzt. Ein erheblicher Teil der amerikanischen Bestände soll dadurch bereits aufgebraucht worden sein. Selbst erfolgreiche Abwehr koste inzwischen enorme Ressourcen, erklären Militäranalysten. Besonders brisant ist dabei die politische Dimension. Mehrere Golfstaaten sollen den Vereinigten Staaten nur eingeschränkt erlaubt haben, ihre Basen für offensive Angriffe zu nutzen. Gleichzeitig trafen iranische Gegenangriffe offenbar genau jene Standorte besonders hart, von denen amerikanische Einsätze gestartet wurden.
Inzwischen denken amerikanische Militärplaner offenbar offen darüber nach, ob Teile der bisherigen Stützpunktstruktur im Nahen Osten überhaupt noch haltbar sind. Ein hochrangiger Vertreter erklärte laut Informationen, dass die Schäden an der amerikanischen Marineeinrichtung in Bahrain „umfangreich“ seien. Das Hauptquartier der 5. Flotte wurde demnach teilweise nach Florida verlegt. Andere Beamte schließen inzwischen offenbar sogar aus, dass amerikanische Truppen jemals wieder in früherer Stärke auf einige der regionalen Basen zurückkehren.
Damit verändert sich nicht nur ein einzelner Krieg. Die Angriffe zeigen vor allem, wie verwundbar selbst die größten Militärmächte geworden sind, sobald Gegner über präzise Raketen, Drohnen und genaue Zielinformationen verfügen. Jahrzehntelang galten amerikanische Basen im Nahen Osten als nahezu unangreifbare Machtzentren. Genau dieses Bild beginnt nun sichtbar zu bröckeln.
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Von links nach rechts, von oben nach unten: Naval Support Activity Bahrain, Isa Air Base, Riffa Air Base, Flughafen Erbil, Harir Air Base, Ali al-Salem Air Base, Camp Arifjan, Camp Buehring, Hafen Shuaiba, al-Udeid Air Base, Prince Sultan Air Base, al-Dhafra Air Base.
Während Washington öffentlich weiter von erfolgreicher Abschreckung und militärischer Kontrolle spricht, zeigen neue Satellitenbilder ein deutlich anderes Bild des Krieges mit dem Iran. Nach Auswertung zahlreicher Aufnahmen wurden seit Beginn der Kämpfe mindestens 228 Gebäude, Anlagen oder militärische Systeme auf amerikanischen Stützpunkten im Nahen Osten beschädigt oder zerstört. Betroffen sind Hangars, Kasernen, Treibstofflager, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen, Radaranlagen und Flugzeuge. Das tatsächliche Ausmaß der Schäden liegt damit offenbar weit über dem, was die amerikanische Regierung bisher öffentlich eingeräumt hat.
Besonders schwer getroffen wurden amerikanische Einrichtungen in Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und Jordanien. Mehr als die Hälfte aller dokumentierten Schäden entfiel allein auf die 5. Flotte in Bahrain sowie auf mehrere große Basen in Kuwait, darunter Camp Arifjan, Camp Buehring und die Ali al-Salem Air Base. Sie gelten als zentrale Drehpunkte für amerikanische Operationen in der Region. Die Bilder zeigen nicht nur beschädigte Militärtechnik. Mehrfach trafen iranische Angriffe offenbar gezielt Unterkünfte, Kantinen, Lagerhallen und andere Bereiche, in denen sich normalerweise Soldaten aufhalten. Experten sprechen von ungewöhnlich präzisen Angriffen. Einer der ausgewerteten Analysten erklärte, auf den Aufnahmen seien kaum zufällige Einschläge zu erkennen. Viele Treffer wirkten gezielt gesetzt. Besonders auffällig ist dabei, dass iranische Stellen früh hochauflösende Satellitenbilder veröffentlichten, während große westliche Anbieter die Veröffentlichung aktueller Aufnahmen der Region teilweise einschränkten oder verzögerten.
Seit Kriegsbeginn starben nach offiziellen Angaben sieben amerikanische Soldaten bei Angriffen auf US-Einrichtungen. Mehr als 400 weitere Militärangehörige wurden verletzt. Mindestens zwölf von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Gleichzeitig begannen amerikanische Kommandeure offenbar früh damit, große Teile des Personals aus gefährdeten Bereichen abzuziehen. Einige Basen galten zeitweise als zu gefährlich für einen regulären Betrieb. Die Analyse deutet außerdem darauf hin, dass die Vereinigten Staaten den Wandel moderner Kriegsführung unterschätzt haben könnten. Mehrere Fachleute verweisen darauf, dass Drohnenangriffe und präzise Raketen inzwischen selbst stark geschützte Militärstandorte verwundbar machen. Besonders sogenannte Einwegdrohnen gelten inzwischen als schwer abzufangen und gleichzeitig erstaunlich präzise. Gleichzeitig fehlen an vielen Standorten ausreichend geschützte Bunker und befestigte Unterstände.
Hinzu kommt ein weiteres Problem. Der Krieg verbraucht enorme Mengen amerikanischer Abfangraketen. Nach Schätzungen wurden bereits Hunderte THAAD- und Patriot-Abfangsysteme eingesetzt. Ein erheblicher Teil der amerikanischen Bestände soll dadurch bereits aufgebraucht worden sein. Selbst erfolgreiche Abwehr koste inzwischen enorme Ressourcen, erklären Militäranalysten. Besonders brisant ist dabei die politische Dimension. Mehrere Golfstaaten sollen den Vereinigten Staaten nur eingeschränkt erlaubt haben, ihre Basen für offensive Angriffe zu nutzen. Gleichzeitig trafen iranische Gegenangriffe offenbar genau jene Standorte besonders hart, von denen amerikanische Einsätze gestartet wurden.
Inzwischen denken amerikanische Militärplaner offenbar offen darüber nach, ob Teile der bisherigen Stützpunktstruktur im Nahen Osten überhaupt noch haltbar sind. Ein hochrangiger Vertreter erklärte laut Informationen, dass die Schäden an der amerikanischen Marineeinrichtung in Bahrain „umfangreich“ seien. Das Hauptquartier der 5. Flotte wurde demnach teilweise nach Florida verlegt. Andere Beamte schließen inzwischen offenbar sogar aus, dass amerikanische Truppen jemals wieder in früherer Stärke auf einige der regionalen Basen zurückkehren.
Damit verändert sich nicht nur ein einzelner Krieg. Die Angriffe zeigen vor allem, wie verwundbar selbst die größten Militärmächte geworden sind, sobald Gegner über präzise Raketen, Drohnen und genaue Zielinformationen verfügen. Jahrzehntelang galten amerikanische Basen im Nahen Osten als nahezu unangreifbare Machtzentren. Genau dieses Bild beginnt nun sichtbar zu bröckeln.
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