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US-News

Ein Jumbojet aus Katar, Angst vor den Demokraten: Trump erklärt den Amerikanern seine Vorstellung von Politik
„Wenn man Geschenke bekommt, nimmt man sie an, oder?“ Donald Trump stand am Mittwoch in Bullhead City, Arizona, vor seinem neuen Luxusflugzeug aus Katar und erklärte den Amerikanern, weshalb er das Geschenk der dortigen Herrscherfamilie angenommen hatte. Bei einer Boeing 747 müsse man lediglich 2 Worte sagen: „Vielen Dank.“ Die Maschine, die künftig als Präsidentenflugzeug dienen soll, trägt inzwischen Trumps neue Lackierung in Rot und Weiß, ergänzt um Blau und Gold. Ihre Annahme hatte selbst unter überzeugten Republikanern heftige Kritik ausgelöst. Ausgerechnet im wirtschaftlich angeschlagenen Mohave County, wo Armut und Arbeitslosigkeit über dem amerikanischen Durchschnitt liegen, widmete der Präsident seine Aufmerksamkeit ausgiebig diesem Geschenk. Während die Menschen mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen, berichtete Trump lieber über seine Bauvorhaben in Washington, darunter den neuen Ballsaal im Weißen Haus und einen geplanten Triumphbogen. Journalisten interessierten sich ständig für die Bezahlbarkeit des Lebens, beklagte er sich. Das Wort sprach er mit unverhohlener Geringschätzung aus.

Am Abend in Kalispell, Montana, wechselte Trump zur nächsten bewährten Drohung: Sollten die Demokraten bei den Kongresswahlen am 3. November gewinnen, werde das verfassungsmäßige Recht auf Waffenbesitz angegriffen. Die Demokraten würden den Menschen ihre Waffen wegnehmen, behauptete er. Sein Auftritt sollte dem republikanischen Kongresskandidaten Aaron Flint helfen, einem früheren Mitarbeiter des scheidenden Abgeordneten Ryan Zinke. Dessen demokratischer Gegner Sam Forstag, Gewerkschafter und Feuerwehrmann für Waldbrände, befürwortet den freiwilligen sicheren Umgang mit Schusswaffen in psychischen Krisensituationen, verteidigt aber ausdrücklich das Recht auf Waffenbesitz. Trump bezeichnete ihn trotzdem als extrem. Der Präsident verwies auf gute Bewertungen seiner republikanischen Kandidaten durch die Waffenlobby NRA und versprach Montana außerdem ein neues militärisches Versuchsgelände. Seine Partei braucht solche Auftritte dringend. Weniger als 3 Wochen vor der Wahl ziehen Republikaner bereits Mittel aus umkämpften Wahlkreisen zurück, während Demokraten ihre Angriffe ausweiten. Trump bereist überwiegend republikanische Hochburgen. In Arizona warb er für Andy Biggs, der gegen die demokratische Gouverneurin Katie Hobbs antritt. Biggs hatte einst versucht, die Bestätigung von Trumps Wahlniederlage 2020 zu verhindern. Trump behauptete nun, Hobbs arbeite an der mexikanischen Grenze den Drogenkartellen zu. Sie verweist dagegen auf zusätzliche Nationalgardisten und höhere Mittel für die örtliche Polizei. In Alaska hatte Trump zuvor Begnadigungen für 2 wegen Umweltverstößen verurteilte Männer ausgesprochen und einen geplanten Gasverkauf an Taiwan verkündet. Die wirtschaftlichen Sorgen der Wähler verschwinden derweil hinter einem Präsidentenflugzeug aus Katar, dessen Annahme Trump für eine Frage elementarer Höflichkeit hält.

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Trumps blaues Denkmal-Debakel: 14,7 Millionen Dollar, 85 Schäden und unschuldige Menschen vor Gericht

Donald Trump wollte das Wasserbecken vor dem Lincoln-Denkmal in Washington verschönern. „Amerikanisches Flaggenblau“ sollte den Boden künftig schmücken, rechtzeitig zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten. Für 14,7 Millionen Dollar erhielt die Firma Atlantic Industrial Coatings den Auftrag, ohne öffentliche Ausschreibung. Die Regierung begründete das damit, dass nur wenige Unternehmen für solche Arbeiten geeignet seien. Was anschließend entstand, war eine kostspielige Ansammlung handwerklicher Fehler. Ein bislang unveröffentlichter Untersuchungsbericht vom 6. August dokumentiert mindestens 85 beschädigte Stellen in der neuen Beschichtung. Aufgeplatzte Flächen, abblätterndes Material und Risse. Trump hatte die Schäden wiederholt angeblichen Vandalen angelastet. Der 75 Seiten umfassende Bericht des von der Baufirma selbst beauftragten Prüfdienstes zeichnet ein erheblich unangenehmeres Bild.

Die Arbeiten begannen Ende April unter erheblichem Zeitdruck. Bereits am 4. Juni wurde das Becken wieder geflutet, obwohl Arbeiter noch am Vortag die Beschichtung aufgetragen hatten. Das Material benötigte mindestens 72 Stunden zum vollständigen Aushärten. Die Abdichtung am Beckenrand sogar 5 bis 7 Tage. An 8 von 10 Dehnungsfugen versagte die Beschichtung, an beinahe 40 Stellen entstanden Blasen, an knapp 24 lösten sich Materialschichten. Hinzu kamen 88 Beschädigungen durch spätere Prüfungen des Pionierkorps der US-Armee, davon 12 bis auf den Beton. Wenige Tage nach dem Einlassen des Wassers färbten Algen das Becken grün. Anschließend trieben blaue Farbreste an der Oberfläche. Trump erklärte trotzdem, Vandalen hätten sein Vorhaben zerstört. Im Juli wurden vier Menschen strafrechtlich verfolgt, darunter der frühere olympische Kanute David Hearn. Die Anklagen wurden später fallengelassen. Bundesstaatsanwältin Jeanine Pirro räumte ein, dass Hearn bei Kenntnis der tatsächlichen Baumängel nicht angeklagt worden wäre. Noch am 9. August behauptete Trump erneut, der Sportler habe das Becken beschädigt. Fehler der Baufirma seien lediglich geringfügig gewesen.

Der interne Prüfbericht widerspricht dieser Darstellung erheblich. Ungeeignete Materialien und eine überstürzte Fertigstellung werden als Ursachen genannt. Die Baufirma kündigte Reparaturen auf eigene Garantiekosten an, deren Höhe bislang unbekannt ist. Das Innenministerium versichert, die Arbeiten würden vollkommen ordentlich abgeschlossen. Trump wiederum versprach zuletzt ein künftig möglichst vandalismussicheres Becken. Die Geschichte wäre beinahe komisch, hätten die unbegründeten Anschuldigungen keine Menschen vor die Strafjustiz gebracht. Ein Präsident lässt für Millionen ein Wasserbecken blau streichen, die Arbeiten misslingen, und zunächst sollen Bürger dafür verantwortlich sein. Das Lincoln-Denkmal erinnert an einen Präsidenten, dessen politische Größe auch an seinem Umgang mit Wahrheit und Verantwortung gemessen wird. Wenige Schritte entfernt muss nun ausgerechnet die Farbe trocknen, bevor Washington den nächsten Erfolg verkünden kann.

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Die Demokraten und die Zwischenwahlen: Wird der Richtungsstreit zum Machtkampf?
Der linke Flügel der US-Demokraten könnte bei den Midterms das Gesicht der Partei verändern. Doch die Pläne der Sozialisten gehen viel weiter

Ausgerechnet ein großer Wahlsieg könnte Chuck Schumer, den führenden Demokraten im US-Senat, in Bedrängnis bringen. Für die Mehrheit muss seine Partei am 3. November unterm Strich mindestens vier Sitze dazugewinnen und zugleich eigene verteidigen, darunter Michigan, wo der linke Kandidat Abdul El-Sayed antritt.

Doch wenn El-Sayed der erste muslimische Senator der US-Geschichte wird, wollen er und mehrere weitere progressive Kandidaten den Establishment-Vertreter Schumer nicht unterstützen. Gewinnen die Demokraten den Senat, wäre der 75- Jährige auf dem Höhepunkt seiner Karriere angeschlagen, und der Richtungsstreit zwischen linkem Flügel und liberaler Mitte bräche offen aus.

Das sozialistische Schreckgespenst
Die Linken gehen mit Rückenwind in die Midterms: Vergangenes Jahr wurde der damals erst 34-jährige Sozialist Zohran Mamdani mit einem Sensationssieg Bürgermeister von New York City. Seitdem hat er an Beliebtheit nur gewonnen und bringt die progressiven Demokraten zusammen mit dem altlinken Senator Bernie Sanders und der Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez in Schlagdistanz für eine größere Rolle in Repräsentantenhaus und Senat.

 
US-Behörden ermitteln gegen Trump-Gegnerin Ilhan Omar, um Staatsbürgerschaft zu entziehen
Am Montag wurde das Haus der demokratischen Abgeordneten Omar durchsucht. Damit soll laut einem Bericht des "Wall Street Journal" eine Ausweisung vorbereitet werden

Die Trump-Regierung geht mitten im Wahlkampf gegen die Demokratin Ilhan Omar vor. Am Montag, drei Wochen vor den wichtigen Midterm-Wahlen, durchsuchten US-Beamte ihr Haus und beschlagnahmten ihr Handy, Notizbücher, Computer und ihren Reisepass. Die Behörden sollen mit den Ermittlungen einen möglichen Entzug ihrer Staatsbürgerschaft und schlussendlich sogar eine Ausweisung vorbereiten. Das berichtet das Wall Street Journal unter Verweis auf anonyme Quellen aus den ermittelnden Behörden, die mit dem Fall vertraut sind.

Bei den Ermittlungen soll es zumindest in Teilen um die Frage gehen, wie Omar ihre Staatsbürgerschaft erhalten hat, als sie vor Jahrzehnten von Somalia in den Staaten angekommen ist. Die Untersuchungen betreffen auch ihren bereits verstorbenen Vater, den die Ermittler angeblich verdächtigen, falsche Angaben gemacht zu haben.

 
Weißes Haus verteidigt Sprecherin Zacharia
Nach ihrem ersten Auftritt als Sprecherin des Weißen Hauses ist Katie Zacharia unter Druck geraten, weil sie sich als „Anwältin“ bezeichnet hatte, obwohl sie Medienrecherchen zufolge keine Zulassung habe. Sie selbst spricht von einem „Missverständnis“, das Weiße Haus verteidigt sie als „blitzgescheit“ und „einzigartig qualifiziert“. Die Ethikorganisation Campaign for Accountability rief die Anwaltskammer Kaliforniens auf, eine Untersuchung einzuleiten.

Ein Journalist hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag gefragt, in welchem US-Staat seine neue Sprecherin ihre Anwaltsprüfung abgelegt habe. Sie selbst antwortete darauf: „Als ich nach China gezogen bin.“ Gegenüber der „New York Times“ erklärte Zacharia nun diese Aussage damit, dass sie die Frage akustisch missverstanden habe.

„Ich habe verstanden, die Frage sei: ‚Wo waren sie nach dem Jusstudium?‘“, so die Sprecherin. Sie sei in dem Moment mit etwas Abstand hinter dem Präsidenten gestanden, und „um das Protokoll und die angemessene Distanz zu wahren“, sei sie nicht näher herangetreten. Außerdem, ergänzte sie zu ihrer Verteidigung, sei es erst ihr zweiter Arbeitstag gewesen.

 
Nach massiver Empörung: Keine Live-Hinrichtung des Attentäters von Fort Hood
Der US-Präsident ruderte nach den heftigen Reaktionen auf die Ankündigung wieder zurück. Die nächsten Angehörigen der Opfer könnten jedoch persönlich dabei sein

Washington/Fort Hood (Texas) – Die geplante Liveübertragung der Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Attentäters in den Vereinigten Staaten wurde nach weltweiter Empörung abgesagt. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, die Hinrichtung des Amokläufers von Fort Hood werde nicht live übertragen, die nächsten Angehörigen der Opfer könnten jedoch persönlich dabei sein. "Viele gute und wohlmeinende Menschen möchten lieber nicht zusehen, wie er stirbt – weder per Liveübertragung noch über andere visuelle Medien", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Einige von Trumps Parteikollegen aus den Reihen der Republikaner hatten Zweifel an dem Plan des Pentagons geäußert, die Hinrichtung von Nidal Hasan am 3. Dezember live zu übertragen. Jüngste Umfragen haben zudem gezeigt, dass eine Mehrheit der US-Amerikaner gegen eine Liveübertragung ist. Hasan, ein ehemaliger Psychiater der US-Armee, wurde in einem Militärprozess für schuldig befunden, 2009 in Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen zu haben. (Reuters, 15.10.2026)

 
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