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Nachrichten aus Österreich

Lieber @Metho, darf ich mich verarscht fühlen?
Mein Energieversorger hat mir mitgeteilt, dass mein Gaspreis ziemlich steigen wird. Mich erwartet eine Nachzahlung bei Gas von etwa Euro 2000,- zuzüglich 20% MWSt.
Soweit so schlecht, jetzt habe ich gestern mit der Post von der Regierung diesen Euro 150,- Bonus bekommen, eigentlich nur das Papier um es auszufüllen und einzuschicken, aber egal.
Die Regierung bzw. der Finanzminister verdient an mir schon mal zusätzlich ca. Euro 400,- mit der MWSt. und gibt mir großzügiger Weise Euro 150,- zurück. Da ist Strom und Sprit noch nicht beinhaltet.
Ich fühle mich ziemlich verarscht von dieser Regierung und begonnen hat dies leider mit seiner Kürzlichkeit, der eigentlich alle österreichischen Bürger...
Ich fühle mich schon länger verarscht und in Stich gelassen. Anstatt dass in Krisenzeiten eine PK nach der anderen stattfindet, um in Folge Kommunikation mit dem Volk und mögliche Lösungen zu suggerieren, wird ewig am Tisch mit den Energiegiganten verhandelt während die Preise steigen, Ministerjobs als Ferialpraxis wahrgenommen, und und und..
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich fühle mich schon länger verarscht und in Stich gelassen. Anstatt dass in Krisenzeiten eine PK nach der anderen stattfindet, um in Folge Kommunikation mit dem Volk und mögliche Lösungen zu suggerieren, wird ewig am Tisch mit den Energiegiganten verhandelt während die Preise steigen, Ministerjobs als Ferialpraktiker wahrgenommen, und und und..
Du bist aus der ÖVP ausgetreten :mrgreen:
 
Du bist aus der ÖVP ausgetreten :mrgreen:
Nein, das nicht. Bin aber schon lange eine recht kritische Stimme. Reformation von innen ist immer schwerer, aber in Summe effektiver. Außerdem bin ich mit der Gemeindepolitik tief verwurzelt, welche einen Topjob macht, mit der Landespolitik zufrieden und bei der NRW würd ich gegenwärtig irgendetwas anderes wählen. ;)
 
Nein, das nicht. Bin aber schon lange eine recht kritische Stimme. Reformation von innen ist immer schwerer, aber in Summe effektiver. Außerdem bin ich mit der Gemeindepolitik tief verwurzelt, welche einen Topjob macht, mit der Landespolitik zufrieden und bei der NRW würd ich gegenwärtig irgendetwas anderes wählen. ;)
Es soll schon Gemeinderäte gegeben haben, welche die Fraktion gewechselt haben. Und wenn es dazu keine Optionen gibt (weil andere Parteien nicht im Gemeinderat vertreten oder genauso deppert sind - soll es geben in Österreich), dann kann man aus moralischen Gründen immer noch sein Amt zurück legen. Ich habe das damals gemacht. Ist sehr hilfreich zur Erhaltung der persönlichen Glaubwürdigkeit.

Wegen dem Geld macht man Kommunalpolitik ja nicht. :)
 
Es soll schon Gemeinderäte gegeben haben, welche die Fraktion gewechselt haben. Und wenn es dazu keine Optionen gibt (weil andere Parteien nicht im Gemeinderat vertreten oder genauso deppert sind - soll es geben in Österreich), dann kann man aus moralischen Gründen immer noch sein Amt zurück legen. Ich habe das damals gemacht. Ist sehr hilfreich zur Erhaltung der persönlichen Glaubwürdigkeit.

Wegen dem Geld macht man Kommunalpolitik ja nicht. :)
Durch meine durch und durch authentische Haltung ermöglicht mir gerade jene, eine gute Zusammenarbeit auch mit den anderen Fraktionen. Und im kleineren Kreise, ist es dann auch in Ordnung, wenn man nicht dieselbe Meinung vertritt. Jedenfalls ist gerade jetzt intern die Skepsis groß. Aber von Abspaltungen und Austritten halte ich dennoch wenig, weil man MMn eher schauen sollte, dass man intern Positionen aufbaut. Es gibt immer viele Gleichgesinnte, nur trauen sich am Anfang die Wenigsten zu reden.

Wir hatten in den letzten Jahren sehr wohl Austritte. Die Meisten jedoch wegen der Corona-Thematik.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Alleine seine Kürzlichkeit wäre einen Austritt wert
Da hätte ich ein bisschen was von Thurnher
Erinnerung an Kurz als jungen Menschen. Vision der Ära Schramböck in der Hölle.
Ich sollte nicht Fernsehen. Kaum drehe ich mich weg, poppt schon das erste TV-Interview mit Sebastian Kurz auf, Servus TV natürlich, ihm gegenüber sitzt der gute alte Jelinek, der Sessel passte also, und der Ort ist das Tivolischlösserl, wo auch ich, gleich fiel es mir wieder ein, das erste Mal auf Sebastian Kurz getroffen war. Es war eine Zeit, als Andreas Unterberger noch ein Gast war, den man einlud. Er war Chefredakteur der Presse, oder gerade nicht mehr, ist nicht so wichtig, aber man kombinierte uns gern, ihn, den herzeigbaren Rechten, mich, den Linken, den man nicht ohne herzeigbaren Rechten herzeigen konnte, aber vielleicht spürte man auch schon, dass die Herzeigbarkeit des Unterberger mit dem Verlust seines Presse-Chefredakteurssessels im Begriff war in die Binsen zu gehen, egal, damals buchte man uns noch gemeinsam, und mitten unter uns saß dieser junge Schnösel, Vorsitzender der Wiener JVP, mit einem Patzen Hohlkreuz und einem kastanienbraunen, zurückgegelten Schopf und sah aus, als hätte er sein Gewand aus dem Katalog für junge Lords im mittleren Management bestellt. Er blieb mir durch eindrückliche Nichteindrücklichkeit in Erinnerung, aber auch dadurch, dass er Friedrich Heer nicht kannte, was ich ihm später immer wieder gern und folgenlos ankreidete. Zu wos braucht a konservativer Jungpolitiker an intellektuellen Hintergrund? Für nix, dachte Kurz bis jetzt, bei Peter Thiel heißt’s aber Umdenken und Literaturtheorie büffeln. Darauf freue ich mich schon, weil ich weiß, dass dem Kurz das ordentlich auf die Socken geht, aber er wird nicht daran vorbeikommen, René Girard zu lesen. Dieses Vergnügen gönne ich ihm von Herzen, und ich freue mich darauf, dass ihn seine derzeit steile Lernkurve auf dem Gipfelpunkt locker das eine oder andere Zitat des Chefmimetikers einstreuen lässt, als wär’s ein Gag von Fleischmann.
....
Frau Schramböcks schlimmster Satz lautete: Die Schule produziert am Markt vorbei. Dafür, für diese Totalverfehlung dessen, was Schule sein und tun soll, sie soll nämlich Menschen nicht für Märkte abrichten, sondern sie soll Menschen so bilden, dass sie mit Märkten umgehen und fertig werden können und nicht ihnen sich blind unterwerfen, als Arbeitsmulis und Konsumvieh, dafür wird sie, die ihre sogenannte Ära adäquat kläglich abschloss, nämlich per Video auf Facebook, dafür wird sie im siebten Kreis der Hölle schmoren, Mark Zuckerberg wird den Blasbalg bedienen, der das Höllenfeuer unter ihr anfacht, und ein Teufelschor aus Null- und Einsteufeln wird ihr in schrillem Diskant immerfort ins Ohr gellen: Digitalisier dich! Digitalisier dich! Digitalisier dich!

 
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