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Nachrichten aus Österreich

Hitler-Reden sind auf Youtube leicht zu finden, aber sie dort aktiv aufzusuchen, Ausschnitte aufzunehmen und dann abzuspielen, das fällt dem landläufigen Dodel nicht so leicht ein. Da muss jemand schon ein wenig Aufwand investiert haben.
alleine "aber sie dort aktiv aufzusuchen" :D vermutlich wollen sie damit andeuten da stecke eine mächtige Untergrundorganisation hinter, Morti zeigt gefühlt jeden 2. Tag wie simpel man da was zusammendengeln kann. Eine funktionierende Verbindung zu den Zuglautsprechern auf die Schnelle herzustellen sehe ich als größere Herausforderung an.
 
Die Strategie der Verharmlosung der FPÖ
Die Volkspartei darf nicht zu einem Vasallen der extremen Rechten verkommen. Dazu müssen Politik und Medien "in die Gänge kommen", wie ÖVP-Politikerin Edtstadler richtig sagt

"Es kann nicht genug Stimmen geben, die vor einer Koalition mit der FPÖ warnen", sagte mir am Wochenende eine herausragende bürgerliche Historikerin, als wir über die sich abzeichnende Strategie der Verharmlosung des Vormarschs der FPÖ durch die Sprecher und die befreundeten Journalistinnen und Journalisten der Volkspartei diskutierten. Herbert Kickl, jahrzehntelang im Hintergrund erfindungsreicher Skriptschreiber für die FPÖ-Spitze von Jörg Haider bis Heinz-Christian Strache, kann endlich als Nummer eins das Rampenlicht genießen und ist in seiner Linzer Bierzeltrede vom 1. Mai zu großer Form aufgelaufen.

Nichts wäscht weißer als Wahlerfolge. Wenn aus dem Zwielicht der Verhandlungen etwas entsteht, von dem zuletzt scheinbar beide Koalitionspartner profitieren, verschwinden peinliche Nachfragen über Kickls Ambition, ein "Orbán made in Austria" zu werden, wie von selbst. Der Marsch zum Kanzleramt durch den "Volkskanzler" wird mit dem Appell,"zu differenzieren statt zu moralisieren" (Kurier, 14. 5.), verharmlost. Oder durch das Loblied Johanna Mikl-Leiters auf die "reibungslos funktionierende Koalition" mit dem rechten Burschenschafter als ihrem Stellvertreter. Oder mit der Lobpreisung der Statthalterin Kickls in der auflagenstärksten Zeitung als "Blaues Wunder von Salzburg", sogar mit einem abgebildeten riesigen Tattoo auf dem Rücken.

Festung Österreich

 
Auch diesen Prozess haben wir seiner Kürzlichkeit zu verdanken. Zeigt auf wie das System Kurz funktionierte. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung

Kronzeugin Sabine Beinschab rechnete vor Gericht mit Ex-Chefin Karmasin ab
Erstmals hat Meinungsforscherin Sabine Beinschab vor Gericht ausgesagt. Sie wiederholte dort die schweren Vorwürfe gegen ihre einstige Chefin Sophie Karmasin – und räumte eigene Fehler ein

Nervosität war Sabine Beinschab nicht anzumerken, als sie am Dienstag im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts aussagte. Ruhig, gelassen und sachlich erzählte sie Richter Patrick Aulebauer, wie sich die Beziehung zu ihrer prominenten Ex-Chefin und späteren Geschäftspartnerin gestaltet hatte: zur angeklagten Ex-Ministerin Sophie Karmasin (ÖVP).

Für diese war es wohl kein guter Prozesstag. Beinschab ist die Hauptbelastungszeugin gegen Karmasin. Schon im Ermittlungsverfahren hatte die Demoskopin eigene Fehler eingeräumt, ihre frühere Vorgesetzte massiv belastet und deshalb den Status als Kronzeugin zugesprochen bekommen.

"Ich war ein Trottel"

 
Julian Hessenthaler: "Ich bezweifle, dass Strache oder Kurz jemals hinter Gittern sitzen"
Zum vierten Jahrestag der Ibiza-Affäre erzählt Videomacher Julian Hessenthaler über seine Undercoverarbeit, sein Gefängnisleben und politische Konsequenzen

Julian Hessenthaler ist der Macher des Ibiza-Videos. Am 17. Mai 2019 haben seine Aufnahmen Heinz-Christian Strache bloßgestellt. Die darauffolgenden Korruptionsermittlungen haben Sebastian Kurz’ Kanzlerschaft beendet. Im Interview mit dem STANDARD spricht Hessenthaler darüber, wer er vor Ibiza war, was er im Gefängnis erlebt hat und was er der Justiz vorwirft.

STANDARD: Herr Hessenthaler, als wir das letzte Mal miteinander sprachen, trennte uns eine Glasscheibe. Das war in der Haftanstalt Sankt Pölten vor ungefähr einem Jahr. Wie geht es Ihnen jetzt?

Julian Hessenthaler: Es war schon ein Gefühl der Freiheit, wieder ein Flugzeug besteigen zu können. Leute wieder zu treffen, die ich lange nicht gesehen hatte, und Dinge zu tun, die unter normalen Alltag fallen.

 
STANDARD: Wie macht man Menschen weis, jemand anderer zu sein?


Hessenthaler: Ich würde ihnen überhaupt keine Information über mich geben, um ihre Neugier zu wecken. Gleichzeitig würde ich versuchen, in ihrem Umfeld Informationen zu streuen. Wenn sie dann nämlich von mir keine Antwort bekommen und anfangen herumzufragen in ihrem Umfeld, dann erhalten sie Informationen über mich von Menschen, denen sie vertrauen. Und diese Informationen glauben sie dann.
nicht schlecht ... sehr gutes Interview, Hut ab vor diesem Eigenbrötler der sowas so professionell und detailverliebt ausgeklügelt durchzieht.
Dieser Gudenus scheint mir ein Triottel zu sein, Strache arrogant (alleine wie er sich da auf der Couch lümmelt, dachte wohl er kann so der Frau imponieren) und der Meinung er könne einfach so Don Corleone sein, es hat die Richtigen erwischt.

Nur bei Kurz irrt er, der ist einer von uns.
 
nicht schlecht ... sehr gutes Interview, Hut ab vor diesem Eigenbrötler der sowas so professionell und detailverliebt ausgeklügelt durchzieht.
Dieser Gudenus scheint mir ein Triottel zu sein, Strache arrogant (alleine wie er sich da auf der Couch lümmelt, dachte wohl er kann so der Frau imponieren) und der Meinung er könne einfach so Don Corleone sein, es hat die Richtigen erwischt.
Diese Personen haben deiner Kürzlichkeit getaugt.
Nur bei Kurz irrt er, der ist einer von uns.

Verstehe, "ihr" steht für Korruption, Ausländerfeindlichkeit, für allgemeine Impfpflicht und übertriebene Corona Maßnahmen. Mehr muss man nicht wissen. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung

Sie sind mächtig. Ich glaube, das kann kaum jemand bestreiten. Aber in Österreich ist viel zu viel normal geworden, was eigentlich nicht normal ist. Das, was alles die letzten Jahre auf den Tisch gekommen ist, ist nicht normal. Politiker sind nicht generell so. Das ist ein Stil, der sich eingeschliffen hat in Österreich durch Leute, denen es in der Politik eher um der Selbstbereicherung geht als um das Wohl des Landes.

Hessenthaler: Mein Ziel war nicht, Strache hinter Gittern zu sehen. Mein Ziel war, die strafrechtlichen Vorwürfe gegen ihn überprüft zu wissen. Zum Strafrahmen – da hege ich Zweifel, dass einer von beiden jemals wirklich hinter Gittern sitzen wird. Aber ich finde, Strache und Kurz haben beide, wenn auch nur annähernd zutrifft, was ich höre und weiß, nichts in der Politik verloren.

Was ich schon immer gesagt habe.
 
30-Jahr-Jubiläum der Anerkennung von Sinti und Roma gefeiert
Seit 30 Jahren sind Sinti und Roma als autochthone Volksgruppe in Österreich anerkannt. Bei einer Festveranstaltung im Parlament gestern Abend würdigte der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, die Fortschritte bei der Gleichstellung der Minderheit, warnte aber zugleich vor wieder erstarkendem Antisemitismus.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) erneuerte seine Unterstützung für die Forderung nach einem Holocaust-Zentrum in Wien. Die Anerkennung als Minderheit in Österreich stelle einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur gleichberechtigten Teilnahme der Sinti und Roma dar, betonte Rose.

Zugleich schilderte er das Schicksal seiner Volksgruppe in den durch die Nationalsozialisten besetzten Ländern. 500.000 Sinti und Roma seien ermordet worden. „Gedenken und Erinnern hat nichts mit Schuldübertragung zu tun“, so Rose. Man sei es der Geschichte schuldig, dieses unvorstellbare Verbrechen wachzuhalten.

„Ehemalige Täter behielten Deutungsmacht“
Der Holocaust an den Sinti und Roma sei auch in der Nachkriegszeit über Jahrzehnte entweder verdrängt oder verleugnet worden, schilderte der Zentralratsvorsitzende. „Ehemalige Täter behielten in der Bürokratie die Deutungsmacht über die Opfer.“

Erst der auch international beachtete Hungerstreik durch eine Gruppe Sinti auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau, der auch Rose angehörte, habe gegen viele Widerstände einen gesellschaftlichen Prozess der Aufarbeitung und des Umdenkens einleiten können.

Erinnerung an Bombenattentat in Oberwart

 
Hessenthaler zu Wolf über Ibiza-Unterlagen: "Ich gebe sie Ihnen" (Video im Link)
Am Mittwoch sprach Julian Hessenthaler, Drahtzieher des Ibiza-Videos, in der "ZiB 2" über sein Verhältnis zu den Behörden und weitere Unterlagen und Videos

Am Mittwoch war "Ibiza-Detektiv" Julian Hessenthaler zu Gast in der ORF "ZiB 2". Vor vier Jahren hat das Ibiza-Video aus einer Mietvilla im spanischen Ibiza die österreichische Politik verändert. Das Video hat Heinz-Christian Strache die Vizekanzlerschaft gekostet – die dadurch losgestoßenen Korruptionsermittlungen Sebastian Kurz die Kanzlerschaft.

Bei Ibiza handelt es sich laut Hessenthaler nicht um einen Abend mit hohem Alkoholkonsum, sondern um eine Operation, die sieben Monate angedauert hat und in der Aufnahme gipfelte. Es gebe weitere Videos und zahlreiche Unterlagen, die aber aufgrund "unzureichender Ermittlungshandlungen" nicht beschlagnahmt worden seien. Durch seinen Eindruck der zuständigen Sonderkommission, war Hessenthaler eigenen Angaben nach nicht geneigt zu kooperieren. Die Behörden würden die weiteren Videos nicht kennen.

"Chance nicht genutzt"
Der ehemalige Sicherheitsberater zeigte sich unzufrieden mit den Ergebnissen der Ermittlungen. "Ich finde, wenn man schon bereit ist so weit zu gehen, dann muss man auch einen Effekt erzielen. Ich finde der Effekt, der erzieht wurde, ist noch bei Weitem zu gering", so Hessenthaler in der Sendung. Als Moderator Armin Wolf fragt, warum er nicht die weiteren Unterlagen des angeblich sieben Monate andauernden Projekts weitergibt, sagt Hessenthaler: "Ich gebe sie gerne auch Ihnen wenn Sie sie ausstrahlen." Das Angebot nahm Wolf an.

 
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