Es zeichnen sich schon Tendenzen ab. Dazu eine etwas längere Erklärung:
Vor wenigen Tagen wurde eine Studie veröffentlicht, derzufolge der globale Süden "den Westen", die EU und die USA scheitern sieht. Die Haltung des Globalen Südens zu EU und USA ist inkonsistent: Türken, Saudis und Südafrikaner wollen das westliche Leben genießen, drücken aber in geopolitischen Fragen Moskau und Peking die Daumen. Dabei schwingt gerade dabei der Vorwurf der Heuchelei, der aus dem Globalen Süden an den Westen gerichtet wird, mit. Spätestens seit Russlands Überfall auf die Ukraine.
Rund zehntausend Menschen in nicht europäischen Ländern leben, wurden dabei gefragt, was sie vom Westen im Allgemeinen und von Europa im Speziellen halten. Der westliche Lebensstil stößt dabei auf Gefallen: Müssten sie auswandern, dann würden die Befragten am liebsten in der Europäischen Union leben.
Soviel zum Thema Heuchelei. Wir können Ähnliches in kleinerem Rahmen ja sogar hier im Forum beobachten.
Es muss - und es wird sich der politische Konsens herausbilden, dass JEDE und JEDER in Europa willkommen ist, der unsere Werte wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichheit der Geschlechter, sexuelle Freiheit, unabhängige Justiz und Exekutive, usw... bedingungslos akzeptiert und sich in dieser Gesellschaft integriert. Wenn jemand das nicht tut, dann wird man ihr/ihm klar und deutlich erklären, dass es jede Menge Länder auf der Welt gibt, wo man die oben erwähnten Werte nicht leben muss. In der Regel befinden sich diese Länder halt nicht in Europa - und auch nicht in den USA. "Living in a a la carte world" hat noch nie (längerfristig) funktioniert und wird auch nie funktioinieren.
Wenn diese Entwicklung nicht von den Parlamenten direkt ausgeht, dann vermutlich vom "Druck der Straße" bzw. durch den Druck der Medien.
A new global opinion poll for ECFR reveals that many people outside the West want Europe and the US in their lives for all they have to offer – but that does no
ecfr.eu