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Nachrichten aus Österreich

Werden junge Menschen tatsächlich immer brutaler?
Geht es um Kriminalität, klaffen die Gefühle auseinander. Was sagen die Daten, was Expertinnen und Experten? Eine nüchterne Bilanz eines emotionalen Themas

Entwicklung der Zahlen – Mehr Anzeigen, aber weniger Verurteilungen
Wie schwierig die Beurteilung des Ausmaßes von Jugendkriminalität ist, offenbart sich bei genauem Blick auf die Statistiken. Schaut man etwa nur auf die Anzeigen, dann geht die Kurve eher hinauf – mit Spitzen nach oben und unten. Der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtsumme aller Tatverdächtigen liegt seit einer Dekade bei zwischen zehn und zwölf Prozent. Davor waren es seit den 1990ern zwischen elf und 16. Bei den unter 14-Jährigen, die aufgrund ihres Alters nicht vor Gericht stehen, verläuft die Kurve ebenfalls in Wellen. Zuletzt ging sie aber steiler hinauf: 2022 machten sie 3,4 Prozent aller Tatverdächtigen aus, vor zehn Jahren waren es 2,1. Die häufigsten Delikte blieben dieselben: Diebstahl, Sachbeschädigung, Körperverletzung. Die Reihenfolge kann sich ändern. Bei Jugendlichen kommen mehr Verstöße gegen das Suchtmittelgesetz hinzu.

 
Buben wollten mit Lehrerinnen „Russisch Roulette“ spielen
Zwei 14-jährige Buben müssen sich demnächst in Leoben wegen verbrecherischen Komplotts vor Gericht verantworten. Sie hatten über eine Chat-App Pläne gewälzt, mit Lehrerinnen und Schulkollegen „Russisch Roulette“ spielen zu wollen.

„Russisch Roulette“ ist ein makabres Glücksspiel, das mit einem Revolver gespielt wird: Die Trommel der Waffe wird mit nur einer Patrone geladen – diese wird gedreht, an den Kopf eines Mitspielers gehalten und der Abzug betätigt. Befindet sich die Patrone gerade an der entsprechenden Position, so löst sich ein Schuss mit höchstwahrscheinlich tödlichen Folgen.

Laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ hätten die beiden Jugendlichen über eine Messenger-App darüber fantasiert, mit Lehrerinnen und Schulkollegen das Spiel durchzuführen; auch Fotos von Schusswaffen seien dabei ausgetauscht worden.

Bis zu zweieinhalb Jahre Haft möglich

 
Peinlichkeiten sind wir ja von ihr gewohnt.
SKANDAL OHNE PEDAL
Niederösterreichs Landeshauptfrau gibt sich beim Mountainbike-Saisonauftakt visionär
Johanna Mikl-Leitner wollte sich sportlich und aktiv auf dem Fahrrad präsentieren, weil das Bike aber keine Pedale hatte, ging das Ganze nach hinten los

Am 1. März startete heuer die Mountainbike-Saison im Wienerwald. Da macht der Radlarena selbstverständlich auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ihre Aufwartung. Mountainbiken ist inzwischen so modern, dass man als sportliche Politikerin zeigen muss, wie wichtig einem das Thema ist.

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Anzahl rechtsextremer Straftaten 2023 stark angestiegen
Die Anzahl rechtsextrem motivierter Straftaten ist im vergangenen Jahr stark angestiegen. Sie liegt bei 1.208, wie aus einer Anfragebeantwortung von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) an die SPÖ hervorgeht. 2022 waren es noch 928. Konkret hatten 1.080 Taten einen rechtsextremen Hintergrund (2022: 791), 66 waren rassistisch (2022: 51), 43 antisemitisch (2022: 33) und sieben islamophob (2022: drei) motiviert.

Die meisten dieser Taten wurden in Wien verübt, dahinter folgen Oberösterreich und Niederösterreich. Die wenigsten gab es mit 27 im Burgenland. 1.203 Personen wurden 2023 aufgrund eines Verstoßes gegen das Verbotsgesetz angezeigt (2022: 929). Der weitaus überwiegende Teil der bekannten Täter waren Männer (773), 64 waren weiblich.

Nationaler Aktionsplan gefordert

 
Viele Wähler wollen "etwas anderes"
Warum werden plötzlich Kommunisten oder Ein-Mann-Parteien – und natürlich die FPÖ – attraktiv?

Warum schießt die KPÖ in Salzburg-Stadt auf 28 Prozent hoch? Warum bekam der Mann von der Bierpartei in der letzten Umfrage acht Prozent und wäre damit locker im Nationalrat? Warum würden laut stabilen Umfragen rund 30 Prozent einen Krakeeler wie Herbert Kickl direkt zum Kanzler wählen?

Weil die Leute was anderes wollen. Irgendwas anderes. Der Frust über die herkömmlichen Parteien, vor allem ÖVP und SPÖ, ist offenbar so groß, dass er sich in scheinbar unlogischen Protestwahlen äußert.

Ein Kommunist – das war jahrzehntelang in Österreich eine Garantie für größtmögliche Wählerabscheu. Aber wenn Kommunisten in Graz und Salzburg sich um das kümmern, was ÖVP und SPÖ anscheinend egal ist; und wenn die kommunistischen Kandidat(inn)en noch dazu kuschelig daherkommen, dann können sie das Bürgermeisteramt erringen. Von Dominik Wlaznys Programm weiß man ebenso wenig, wie man von dem eines, sagen wir, Frank Stronach wusste. Macht aber nichts, beide haben/hatten eine Zeitlang Erfolg, weil sie anders waren. Die FPÖ ist natürlich radikal anders – mit Betonung auf radikal. Macht aber nichts.

 
Ramadan-Lichter passen auch zu Wien
Nach dem Kampf gegen die angebliche Abschaffung des Nikolo-Festes und die Umbenennung der Christkindlmärkte haben die Rechtspopulisten mit der Ablehnung der Ramadan-Beleuchtung ein neues Thema gefunden

Wieder einmal haben uns die deutschen Nachbarn etwas voraus. In Frankfurt und Köln hängen heuer zum ersten Mal Ramadan-Lichter. Sobald uns die Nachricht erreichte, dass in deutschen Großstädten im muslimischen Fastenmonat ein paar leuchtende Sterne und Halbmonde sowie der Schriftzug "Happy Ramadan" aufgehängt werden sollen, richtetet Bundesministerin für Frauen und Integration Susanne Raab via X (vormals Twitter) aus: "Eine Ramadan-Festbeleuchtung in Wien kommt für mich nicht infrage. Alleine die Forderung ist aus meiner Sicht ein Zeichen von falsch verstandener Toleranz und ein völlig falsches Signal. Menschen, die zu uns kommen und bei uns leben, müssen sich an die Werte der Mehrheitsgesellschaft anpassen und nicht umgekehrt. Auch das ist Teil einer gelebten Leitkultur, wie bereits im Österreich-Plan von Karl Nehammer festgelegt."
...
Es wirkt fast bizarr, dass die Weihnachtsbeleuchtung im katholischen Advent zu "unseren Werten" zählen soll, während andere Lichter, zu einem anderen Zeitpunkt, explizit abgelehnt werden. Das passt weder zu einer vielfältigen Stadt wie Wien noch zu einem säkularen Staat, in dem Religion eigentlich Privatsache sein sollte. Dass es in Österreich nicht so ist und zum Beispiel in Schule auch "richtige" religiöse Symbole wie das Kreuz hängen, wissen wir alle. Die österreichische Rechtsordnung ist allerdings religiös neutral und identifiziert sich mit keiner bestimmten Kirche. Der Katholizismus ist selbstverständlich keine Staatsreligion, und die statistische Realität sah im Jahre 2021 so aus: 4,9 Millionen Menschen (also rund 55 Prozent der Bevölkerung) waren 2021 Mitglieder der römisch-katholischen Kirche, rund 340.300 Personen, 3,8 Prozent waren evangelisch. Zur orthodox-christlichen Kirchen bekannten sich 436.700 Personen, also rund 4,9 Prozent der Bevölkerung. 745.600 Personen (8,3 Prozent der Bevölkerung) fühlten sich dem Islam zugehörig.

 
Ramadan-Lichter passen auch zu Wien
Nach dem Kampf gegen die angebliche Abschaffung des Nikolo-Festes und die Umbenennung der Christkindlmärkte haben die Rechtspopulisten mit der Ablehnung der Ramadan-Beleuchtung ein neues Thema gefunden

Wieder einmal haben uns die deutschen Nachbarn etwas voraus. In Frankfurt und Köln hängen heuer zum ersten Mal Ramadan-Lichter. Sobald uns die Nachricht erreichte, dass in deutschen Großstädten im muslimischen Fastenmonat ein paar leuchtende Sterne und Halbmonde sowie der Schriftzug "Happy Ramadan" aufgehängt werden sollen, richtetet Bundesministerin für Frauen und Integration Susanne Raab via X (vormals Twitter) aus: "Eine Ramadan-Festbeleuchtung in Wien kommt für mich nicht infrage. Alleine die Forderung ist aus meiner Sicht ein Zeichen von falsch verstandener Toleranz und ein völlig falsches Signal. Menschen, die zu uns kommen und bei uns leben, müssen sich an die Werte der Mehrheitsgesellschaft anpassen und nicht umgekehrt. Auch das ist Teil einer gelebten Leitkultur, wie bereits im Österreich-Plan von Karl Nehammer festgelegt."
...
Es wirkt fast bizarr, dass die Weihnachtsbeleuchtung im katholischen Advent zu "unseren Werten" zählen soll, während andere Lichter, zu einem anderen Zeitpunkt, explizit abgelehnt werden. Das passt weder zu einer vielfältigen Stadt wie Wien noch zu einem säkularen Staat, in dem Religion eigentlich Privatsache sein sollte. Dass es in Österreich nicht so ist und zum Beispiel in Schule auch "richtige" religiöse Symbole wie das Kreuz hängen, wissen wir alle. Die österreichische Rechtsordnung ist allerdings religiös neutral und identifiziert sich mit keiner bestimmten Kirche. Der Katholizismus ist selbstverständlich keine Staatsreligion, und die statistische Realität sah im Jahre 2021 so aus: 4,9 Millionen Menschen (also rund 55 Prozent der Bevölkerung) waren 2021 Mitglieder der römisch-katholischen Kirche, rund 340.300 Personen, 3,8 Prozent waren evangelisch. Zur orthodox-christlichen Kirchen bekannten sich 436.700 Personen, also rund 4,9 Prozent der Bevölkerung. 745.600 Personen (8,3 Prozent der Bevölkerung) fühlten sich dem Islam zugehörig.


Und wenn die 1683 gewonnen hätten würde heute niemand darüber diskutieren.
 
Die einzige Partei in Österreich, die gegen die Gender-Ideologie ist
Menschen, Freiheit, Grundrechte: MFG
Die FPÖ wahrscheinlich auch, aber sie konzentrieren sich nicht wirklich darauf, ihr Fokus liegt auf Rasse, Folk, sie kümmern sich nicht so sehr um Sexualität, sie würden einen leichten Witz über Transsexuelle oder so etwas machen und das ist alles, aber sie protestieren nicht dagegen, Die MFG organisiert Demonstrationen gegen Draq Queen-Geschichtenstunden und die Indoktrination von Kindern, sonst tut es niemand.
Ich denke, dass ich bei den nächsten Wahlen für sie stimmen werde

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Die einzige Partei in Österreich, die gegen die Gender-Ideologie ist
Menschen, Freiheit, Grundrechte: MFG
Die FPÖ wahrscheinlich auch, aber sie konzentrieren sich nicht wirklich darauf, ihr Fokus liegt auf Rasse, Folk, sie kümmern sich nicht so sehr um Sexualität, sie würden einen leichten Witz über Transsexuelle oder so etwas machen und das ist alles, aber sie protestieren nicht dagegen, Die MFG organisiert Demonstrationen gegen Draq Queen-Geschichtenstunden und die Indoktrination von Kindern, sonst tut es niemand.
Ich denke, dass ich bei den nächsten Wahlen für sie stimmen werde
MFG ist längst irrelevant. MFG tritt auch bei keiner Wahl mehr an. Du musst schon bei deiner Ausländerhasserpartei FPÖ bleiben.

Selbst wenn dieser Schwurblerhaufen aus unerfindlichen Gründen die erforderlichen Unterstützungserklärungen für eine Kandidatur zusammenkratzen können, schaffen die niemals den Einzug in ein Parlament. Aber du darfst gern deine Stimme verschenken. Die geht ohnehin niemandem ab.

Und da gibt es ja noch die Splitter-Organisation MFG-Niederösterreich. Wie es dort so zu geht zeigt folgendes Beispiel:
Der Machtkampf der Landesorganisation der MFG mit dem Bundesvorstand ist beendet: Die Bundesparteileitung schloss Landesobfrau Christine Lukaschek aus, der restliche Landesvorstand verließ die Partei großteils freiwillig. Entzündet hatte sich der Streit rund um die Frage, ob MFG bei der EU-Wahl antreten wird oder nicht. Mittlerweile geht es aber auch um den Verbleib von 1,3 Millionen Euro an Parteienförderung, die dem Bundesvorstand eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft einbrachte.

Glaub mir, eine Gender-Ideologie geht denen völlig am Arsch vorbei!
 
Zuletzt bearbeitet:
Passen dazu ein Witz:

Der kleine Franzi kommt von der Schule nach Hause und erzählt: Papa, wir haben heute ein neues Wort gelernt: "Transvestit". Was ist den das?
Darauf der Vater: Weiß nicht. Frag die Mama. Der kann dir das genau erklären.
 
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