Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Nachrichten aus Österreich

Ich bete für Österreich, das ist das mindeste was man tuhen kann
Ja, ich weiß, du siehst ja bei solchen Gestalten kein Problem, gehörst du gar zu den cerebral entkernten Bildungsneulingen?
NSDAP-Verbot
Sie hätten Hitler stoppen können
23. März 2025 · Im Jahr 1930 versuchten preußische Beamte, die NSDAP zu verbieten. Die Regierung lehnte das ab. Sie wollte die Nazis lieber politisch stellen.
Robert Kempner war der älteste Sohn einer liberalen Berliner Familie, die evangelischer Konfession war, aber jüdische Wurzeln hatte. Seine Eltern waren bekannte Leute, Wissenschaftler am Robert-Koch-Institut, was dazu führte, dass der kleine Robert einen berühmten Patenonkel hatte: Robert Koch höchstpersönlich. Seine Mutter, eine Bakteriologin, war eine der ersten Professorinnen in der Geschichte Preußens. Die Kempners dachten modern, wissenschaftsbasiert, sie hielten wenig von der Monarchie, als es sie noch gab, und glaubten an die Demokratie. Der junge Robert kämpfte im Ersten Weltkrieg und erhielt das Eiserne Kreuz für seine Tapferkeit, trug es aber nie. Er hielt von solchen Dingen nichts. Lieber studierte er Jura, schrieb für liberale Zeitungen. Dem Nationalsozialismus konnte er, anders als viele Altersgenossen, nichts abgewinnen. Er arbeitete bei einem Rechtsanwalt, dann bei der Berliner Staatsanwaltschaft, dann als Justiziar in der Polizeiabteilung des Preußischen Innenministeriums.

Im Jahr 1930 wurde Robert Kempner von einem Staatssekretär gebeten, drei anderen Beamten beim Verfassen eines Gutachtens über die NSDAP zu helfen. Die drei waren: Bernhard Weiß, Berliner Polizeivizepräsident, auf den die Nazis nach der Machtergreifung ein Kopfgeld aussetzen sollten; Hans Schoch, Regierungsassessor, später Insasse im Konzentrationslager Lichtenberg; und Johannes Stumm, Kriminalkommissar, der dann 1933 von den Nazis entlassen wurde.

 
Unfassbares Doppelleben
Wie NS-Kriegsverbrecher Sigfried Uiberreither 37 Jahre lang untertauchen konnte
Der Historiker Stefan Karner forschte jahrelang über das mysteriöse Verschwinden des steirischen Reichsstatthalters und legt nun ein minutiös recherchiertes Enthüllungsbuch vor

Einige der grausamsten Endphaseverbrechen des Nationalsozialismus finden vor 80 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Steiermark und des Burgenlands statt. Am bekanntesten ist das Massaker von Rechnitz, das am 24. und 25. März 1945 begangen wird. In der Nacht auf Palmsonntag werden dort rund 200 vor allem jüdische Zwangsarbeiter aus Ungarn erschossen, die für den Bau des Südostwalls zur Abwehr der Roten Armee zwangsverpflichtet worden sind.

Mitverantwortlich für die Errichtung dieser letztlich wirkungslosen Verteidigungsstellung ist Sigfried Uiberreither, seit 1938 Gauleiter und Reichsstatthalter der Steiermark sowie seit 1942 für diese Region zuständiger Reichsverteidigungskommissar. Der studierte Jurist und Burschenschafter, der beim "Anschluss" 1938 noch nicht einmal 30 Jahre alt ist, glaubt bis zuletzt an den "Endsieg". Entsprechend unbarmherzig ist sein Umgang mit den für die Bauarbeiten zwangsverpflichteten Ungarn.

Verbrechen im Frühjahr 1945
Mit dem Massaker in Rechnitz hat er zwar nichts zu tun, doch mit zahllosen anderen Morden am Ende der NS-Schreckensherrschaft: So verfügt er zur Steigerung der Arbeitsleistung, dass für jeden geflohenen jüdischen Zwangsarbeiter zehn andere zu erschießen seien. Als es Ende März zur "Evakuierung" der tausenden ungarischen Juden kommt, werden diese auf Geheiß Uiberreithers unter unmenschlichen Bedingungen ins KZ Mauthausen getrieben. Bei den berüchtigten Todesmärschen sterben mindestens 600 von ihnen allein in der Steiermark, viele davon durch Exekutionen am Straßenrand.

 
„Das erklärt einiges“: ÖVP entfernt Florian Klenk aus interner Chatgruppe

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Das Rätsel um jahrelange Leaks ist gelöst. Offenbar wurde vor vielen Jahren der Falter-Chefredakteur Florian Klenk zur parteiinternen Chatgruppe „La Famiglia“ hinzugefügt. Die Volkspartei spricht von einem bedauerlichen Leck. Details über geheime Operationen kamen so an die Öffentlichkeit.

WIEN – „Morgen bombardieren wir die Sozis, um 10:45 heben unsere Presseaussendungen ab“, schreibt Christian Stocker in die Gruppe. Gerhard Karner verschickt ein lustiges Meme von Dollfuß. Claudia Plakolm tippt sechs Minuten lang auf ihrem Emporia-Seniorenhandy, dann postet sie eine Österreich-Fahne und ein Feuer-Emoji. Es sind pikante Interna wie diese, die seit Jahren ihren Weg in den Falter gefunden haben.

Leck entdeckt
Jetzt hat die Partei das vermeintliche Leck gefunden: Florian Klenk ist seit 2018 Teil der Chatgruppe. „Wir haben ihm damals Interna zugespielt, über unseren Widersacher in der ÖVP, dem Mitterlehner“, so ein ÖVP-Insider.

 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Nachkriegsmythos
Wie zu Arbeit verpflichtete Ex-Nazis zum Narrativ der "Trümmerfrauen" wurden
In Wien mussten ehemalige NSDAP-Mitglieder Arbeitsdienst leisten, um die Stadt wieder aufzubauen. Die stigmatisierte Arbeit wurde zum neuen Opfermythos gesponnen

Vor 80 Jahren begann die Befreiung von Österreich und Deutschland durch die Alliierten. Das Nazi-Regime hatte im Zweiten Weltkrieg Millionen Unschuldigen aus der Zivilbevölkerung das Leben gekostet, Städte wurden durch die Kriegshandlungen von Bomben zerstört, der Wiederaufbau begann. Mittendrin: die Trümmerfrauen, die sich auch in Wien in Abwesenheit der im Krieg gefallenen Männer zusammenschlossen, um selbstlos anzupacken und die Metropole mit bloßen Händen aus dem Schutt wiederaufzubauen – so geht eine wohlbekannte Erzählung.

Diese Geschichte gehörte für viele im Rückblick auf die schwere Zeit und den Beginn des "Wirtschaftswunders" dazu – auch wenn sie in weiten Teilen erfunden ist. Das konnten Historikerinnen und Historiker zuletzt in mehreren Forschungsarbeiten zeigen. Ein weiteres Puzzlestück liefert nun ein Team der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: Martin Tschiggerl, Lea von der Hude und Patricia Seifner zeichnen in einer neuen Publikation im Austrian History Yearbook (Cambridge University Press) nach, dass hinter dem vermeintlichen Freiwilligendienst in Wien vor allem ehemalige NSDAP-Mitglieder standen, die zur Arbeit zwangsverpflichtet wurden.

 
Als ob der U-Bahn fährt :lol27:
Die Angst des Karl Mahrer in der U6 und Unterschiede zur FPÖ: ÖVP-Kandidat in der "ZiB 2"
"Ich betreibe kein Wien-Bashing", sagt Mahrer und zählt auf, wo er sich unsicher fühlt

Ein Monat haben die Parteien noch, um die Wienerinnen und Wiener von ihren Wahlprogrammen zu überzeugen. Wenn man sich den Wahlkampf der ÖVP anschaut, könnte man den Eindruck bekommen, dass hier in der Hauptstadt alles recht düster, ziemlich gefährlich, insgesamt also nicht gerade lebenswert sei. Die Wahlvideos jedenfalls lassen kein Negativklischee aus. Die Wiener ÖVP und ihr Spitzenkandidat Karl Mahrer setzen auf Kriminalität, Sicherheit, Migration.

Ein Monat haben die Parteien noch, um die Wienerinnen und Wiener von ihren Wahlprogrammen zu überzeugen. Wenn man sich den Wahlkampf der ÖVP anschaut, könnte man den Eindruck bekommen, dass hier in der Hauptstadt alles recht düster, ziemlich gefährlich, insgesamt also nicht gerade lebenswert sei. Die Wahlvideos jedenfalls lassen kein Negativklischee aus. Die Wiener ÖVP und ihr Spitzenkandidat Karl Mahrer setzen auf Kriminalität, Sicherheit, Migration.

 
Zurück
Oben